Brandaktuell


das Allerneueste....

Hier stehen buntgemischt jene Neuigkeiten, die entweder noch heiss sind oder sich nicht gut in eine Kategorie einordnen lassen

4.5.11

Als ehemals selbständig Erwerbender waren Überstunden kein Thema. Als Angestellter habe ich nun die Möglichkeit, die Überzeit mit zusätzlichem Lohn oder gesundheitserhaltender Freizeit zu kompensieren. Dies sind für mich völlig neue und auch grossartige Perspektiven. Da mir die Freizeit mehr bedeutet als das Geld, habe ich mich für den zusätzlichen Müssiggang entschieden. Dies erlaubt mir, nach einiger Verzögerung zu einer Zeit an meiner Homepage zu schreiben, welche ich normalerweise in der Praxis verbringe.
Meine Frau und ich haben die letzten Tage in Sarajevo verbracht. Wir waren bei unserer Tochter Simone und ihrer Familie zu Gast. Es waren erlebnisreiche Stunden in einer etwas anderen Welt, welche man vielleicht nicht besuchen würde, hätte man keine Vewandten und Bekannten dort. Noch sind die Zeugen des furchtbaren Kriesges überall zu erkennen. Grabsteine zu Hauf am Rande der Stadt und auf den umliegenden Hügeln. Kugeleinschüsse von Kanonen und Gewehren als stumme Zeugen einer grauenvollen Zeit mit vermutllich Hunderttausend Toten! Niemand weiss dies genau. Niemand möchte es wissen. Niemand will daran erinnert werden. Tage, Wochen und Monate wurde Sarajevo belagert. Die Erhebungen und Hügel um die Stadt waren vom Gegner besezt. Auf alles, was sich im Tal bewegte, wurde geschossen: auf Menschen und Tiere, auf Erwachsene und Kinder. Und die Tiere im Zoo verhungerten jämmerlich. Eine Zeit und ein Zustand, welche wir Schweizer nicht einmal vom Hörensagen kennen. Was muss das für die Menschen in und um Sarajevo für ein Inferno gewesen sein. Die Hölle auf Erden. Hoffentlich hält der noch immer labile Friede. Hoffentlich!

Auf dem Fussballfeld gibt es für gewöhnlich keine Toten, auch wenn recht zugelangt wird. Das Spiel von gestern Abend zwischen Barcelona und Real Madrid war mit Sicherheit kein Freundschaftsspiel. Dass es zwischen diesen beiden Mannschaften schon härtere Begegnungen gab, wissen all jene, welche den internationalen Fussball etwas kennen. Für die meisten Experten - und deren gibt es bestimmt mehr als Spieler - hat die bessere Mannschaft gewonnen, auch wenn ein bisschen Glück dabei war! Wäs wäre wohl geschehen, wenn das Tor für Real Madrid kurz nach der Halbzeit beim Stand von 0 : 0 nicht zu Unrecht annulliert worden wäre!! Und dass die Schiedsrichter im Allgemeinen eher gegen Real pfeifen, ist auch nicht ganz unbekannt. Dies hat sicherlich auch damit zu tun, dass Reals Trainer, José Mourinho, keine Gelegenheit auslässt, sich durch perfide Äusserungen noch verhasster zu machen, sich noch häufiger gegen die schwachen Schiedsrichterleistungen auszulassen. Ob der Portugiese in allen Punkten unrecht hat? Wohl kaum. Nur sollte er sich vielleicht etwas dezenter ausdrücken, um den Schaden für sich und den Club in Grenzen zu halten.

Etwas Kopfschütteln hat unser Nati-Trainer O. Hitzfeld als Co-Kommentator bei einem Deutschen Sender schon hervorgerufen: er konnte es nicht lassen, Reals Trainer für dessen defensive und destruktive Taktik zu kritisieren..... Ausgerechnet OH, der unserem Nationalteam die genau gleiche Taktik eingeimpft hat - auf einem viel bescheideneren Niveau allerdings! Wenn zwei das Gleiche tun, ist es eben nicht Dasselbe. Natürlich verstehen viele Freunde des offensiven Fussballs nicht, weshalb JM seiner Mannschaft, Real Madrid, die über ein riesiges Angriffspotential verfügt, eine so defensive Spielweise befohlen hat. Mit Inter Mailand ging dies vor einem Jahr gut; mit Real nicht.

Der Schweizer Fussball macht einmal mehr Aufhebens neben als auf dem Rasen: Luzern entlässt den Trainer; YB wird wohl bald nachdoppeln; GC's Sforza war noch nie ein Meister im Verhalten ausserhalb des Spielfeldes und der FC St. Gallen, der gegen einen Gegner, der nur noch 8 Spieler auf dem Feld hat, kurz vor Schluss ein Gegentor kassiert, hat in der schwachen "Super-League" (was für ein Hohn) schon länger nichts mehr verloren. Dass die "Fans" mit ihrem chaotischen Gebaren zusätzlich Schimpf und Schande über den arg gebeutelten Club bringen, sei der Vollständigkeit halber erwähnnt. Und der von nicht wenigen als "genialer" Fussballer gepriesene jüngere Yakin hat einmal mehr bewiesen, dass er nicht erwachsen werden möchte. Sich zu seinem Charakter zu äussern, überlasse ich jenen, die ihn kennen.

20.4.11

Ob all der Konflikte in Libyen, Jemen, Syrien und Nigeria geht das Gross-Unglück in Japan, dessen Folgen wir noch nicht kennen, fast vergessen. Vor einem Jahr geriet die riesiege Ölplattform im Golf von Mexico in Brand. Zwar erinnern wir uns noch an die Abermillionen Liter Öl, die das Meer bis zur Unkenntlichkeit verschmutzten. Auch hier kennt niemand die Spätfolgen, auch wenn die gepeinigten Fischer ihrem Handwerk wieder nachgehen können und die grossen Fänge loben. Doch hat irgend jemand auch nur eine leise Ahnung, wieviele Lebewesen wegen menschlicher Profitgier und Unachtsamkeit ihr Leben lassen mussten. Sind es Millionen oder Milliarden? Ob die Versicherungen, die gefangenen Fische und Krabben seien gesund, stimmen, kann wohl niemand mit Sicherheit sagen. Denn, das, wonach man bewusst nicht sucht, wird auch nicht gefunden. Weit haben wir es mit unserem Wissen und Können gebracht. So weit, dass wir es vielleicht einmal ohne Hilfe von oben schaffen, die Welt untergehen zu lassen. Müsterchen kleiner Weltuntergänge haben wir in den letzten 12 Monaten mehrere vorgeführt bekommen. Ziehen wir Lehren daraus? Wohl kaum. In Anbetracht der grossen Katastrophen in der weiten Welt, erscheinen uns die lokalen und kantonalen Problemchen wie ungefährliche Tischbomben, welche im Endeffekt niemandem wirklich schaden.

Die Trockenheit macht vorläufig den Landwirten am meisten Sorgen. Falls der Regen noch wochenlang ausbleibt, wird die Liste der "Opfer" immer länger. Ob indes auch menschliches Leben bedroht ist, wage ich zu bezweifeln. Noch immer ist in unserem Land früher oder später das lebensspendende und lebenserhaltende Wasser vom Himmel gefallen. In diesem Jahr wird es nicht anders sein. Veilleicht sehnen wir uns in einem nassen Juli 2011 nach dem trockenen April.

16.4.11

Nicht nur die Kirchen-, auch die Politikverdrossenheit nimmt zu. Kein Wunder, wenn man die aktuellen Meldungen über die Kosten der neuen Berzirksordnung zur Kenntnis nimmt. Was haben uns doch die grossen und kleinen Politiker aus verschiedenen Lagern vor der entscheidenen Abstimmung vorgegaukelt! Die Administration würde vereinfacht und damit Kosten gespart, war eines der einigermassen einleuchtenden Argumente. Und wie sieht die Realität heute aus? Genau das Gegenteil von dem, was dem Publikum vorgeschwärmt wurde, ist eingetreten: massive Kostenerhöhungen durch Umorganisation, Neubauten usw. Millionen mehr muss der Steuerzahler, der dem Projekt in gutem Glauben zugestimmt hatte, hinblättern. Wer hat da in grossem Masse geschlampt? Unsere Regierung? Deren Berater? "Spezialisten" aller Art? Wurden wir einfach faustdick angelogen oder sind die zuständigen Fachleute schlicht und einfach unfähig? Wurde der wohlgesinnte Stimmbürger absichtlich hinters Licht geführt, um ein politisches Prestigeobjekt durchzuboxen? Mit Sicherheit werden die Verantwortlichen für dieses neue Debakel nicht zur Rechenschaft gezogen, weil man sich kennt und gegenseitig deckt. Der Dumme ist - auch wie immer - der einfache Bürger, der aus der Überzeugung heraus, etwas Gutes zu bewirken, falschen Prognosen und marktschreierischen Argumenten gefolgt ist. Wen wundert es, dass die Politiker in der Beliebtheitsskala der Bevölkerung immer tiefer sinken und schon beinahe den Boden erreicht haben? Was können wir Nichtpolitiker gegen derartige Auswüchse tun? Wir können bei den nächsten Wahlen unsere Stimme jenen verweigern, welche die Hauptschuldigen am neuesten Desaster sind. Nur: wir stossen da auf ein ganz grosses Problem. Wenn wir die Fehler der einzelnen Departemente seit den letzten Wahlen berücksichtigen, müssten wir vermutlich alle Direktoren mit der Nichtwahl bestrafen. Dann hätten wir keine Regierung mehr. Ein Zustand, der vermulich nicht haltbar ist. Wir kommen um die Politiker nicht herum, so sehr dieses Faktum auch vielen missfällt.

Roger Federer im Sinkflug! FDP und CVP im Stuzrflug! Was bewegt die Schweizer mehr? Wohl der erwartete und befürchtete Niedergang unseres Tennishelden. Er hat sich in den letzten 2 Jahren durch eine geradezu permanente Inkonstanz ausgezeichnet. Die Siege gegen einen Konkurrenten aus den ersten Zehn der Weltrangliste sind an einer Hand abzuzählen. Das Palaver über die Rückeroberung des Spitzenplatzes nimmt man in Anbetracht der Leistungsschwankungen kaum noch zur Kenntnis. Ein weiterer Rückfall in der Tabelle erscheint im Augenblick wahrscheinlicher. Was würde ein "normaler" Sportler in dieser ungemütlichen Lage tun? Er würde wohl seinen Coach feuern. Nicht RF, zumindest bis heute nicht. Die Gründe für den schleichenden Abstieg sind vermultich nicht in der Betreuung zu suchen, sondern in einer vielleicht altersbedingten Leistungseinbusse. Die grossen Gegner sind Roger überlegen. Dies wird voraussichtlich so bleiben. Eine neuer Leistungsschub unseres besten Sportlers aller Zeiten ist kaum mehr zu erwarten.

Und die "Mitteparteien" FDP und CVP? Sie sind in der aktuellen Verfassung nicht mehr und nicht weniger als Auslaufmodelle. Sie haben es verpasst, jene Themata auf ihre Fahnen zu schreiben, welche die Menschen von heute bewegen. Da machen es die Grünliberalen, in ihrem Programm kaum von den beiden traditionellen Parteien zu unterscheiden, einfach besser: sie treten mit gut klingenden Parolen auf, bringen neue Leute und wagen es auch einmal, ein bisschen frech zu sein. Bei fast gleicher Ausgangslage, sprechen sie die Bürger eher an und setzen die Betonung ein bisschen anders. Es sind die kleinen Nuancen, welche den Aufschwung der noch jungen Partei begünstigen. Der Erfolg dürte sich auch in den Wahlen im Herbst 11 niederschlagen. Und wenn ich höre, welchen Wähleranteil die FDP und die CVP bei den nationalen Wahlen erobern möchten, kann ich ob der irrealen Einschätzung nur den Kopf schütteln. Verzweifelter Zweckoptimismus scheint der Vater der halbherzigen Propaganda zu sein. Man wird sehen.

8.4.11

Mit ihrem pressewirksamen Abgang haben Alexander Frei und Marco Streller den letzten kleinen Rest an Sympathie, dessen sie sich noch erfreuen durften, verloren. Vielleicht wäre es schicklich gewesen, wenn der mit Vorschusslorbeeren überhäufte Trainer sich auch aus der Verantwortung gestohlen hätte. Denn, man hat irgendwie den unguten Eindruck, dass die Mannschaft und der Trainer nicht zusammen passen. Herr Hitzfeld hatte es in seiner glorreichen Karriere als Fussballprofessor meist mit Mannschaften zu tun, die mit echten Fussballkönnern gespickt waren. Zur Zeit gibt es in unserer Nati aber keinen einzigen Spieler von internationaler Klasse. Mit dieser Mannschaft ohne Eifer und Feuer gewinnt auch OH keinen Blumentopf. Nur gut, dass wir nicht an die EM fahren. Blamieren können wir uns auch daheim.
Übrigens: haben Sie vielleicht auch einmal gesehen, wie sich Alex Frei aufführt, wenn er für den FCB ein Tor geschossen hat? Ein Aussenstehender könnte meinen, er hätte eben in der Nachspielzeit seine Mannschaft zum WM-Titel geschossen. Mein letzter Kommentar: unter Blinden ist der Einäugige König.

In eigener Sache

Nicht wenige Patienten haben sich bei mir bedankt, dass ich trotz meines Pensionalters weiter arbeite. Ich hege keine Zweifel an der Ehrlichkeit dieser Menschen. Heuchler klingen anders. Dass es auch den einen oder die andere gibt, welche meine weitere berufliche Tätigkeit nicht in höchsten Tönen loben, glaube ich zu wissen. Was nun aber bewegt einen Arzt, seinen Beruf weiter auszuüben, obwohl er eigentlich nicht mehr müsste? Hier ein paar mögliche Antworten, die je nach der Sichtweise auf den angesprochenen Arzt zutreffen könnten:

- er hält sich für unersetzlich;
- er glaubt, dass die Medizin durch seinen Abgang einen Verlust erleiden würde;
- er kann sich ein Leben ohne das Arztsein noch nicht vorstellen;
- er befürchtet nach dem Ausstieg aus dem Berufsleben einen sozialen Abstieg;
- er möchte den Patienten noch möglichst viel Geld abknöpfen;
- er hat seinen Beruf und die meisten seiner Patienten einfach gern;
- er fühlt sich geistig und körperlich absolut fit und möchte seine Hilfe auch weiterhin jenen anbieten, die sie gerne in Anspruch nehmen;
- er möchte seinen langjährigen Kunden den Übergang in eine neue Ära möglichst leicht machen.

Jeder Leser kann jene Aussage unterstreichen, die gemäss seiner Ansicht der Wahrheit am nächsten kommt. Die Gedanken sind frei.

Die Massenmedien haben sich diese Woche intensiv mit der Spezies "Hausarzt" beschäftigt. Alle kommen sie zum gleichen Schluss: die Einzelpraxis ist ein Auslaufmodell. Das wirtschaftliche Umfeld hat sich für die Hausärzte im letzten Jahrzehnt massiv verschlechtert: Labortarife, welche die Unkosten nicht mehr decken; Elimination von technischen Leistungen wie Elektrotherapie usw.; Reduktion der Margen auf die Medikamente; miserable Bezahlung der Hausbesuche. Die Liste liesse sich fast beliebig verlängern. Zu verdanken haben wir diese markante wirtschaftliche Verschlechterung dem ehemaligen Bundesrat aus dem Wallis, PC. Ganz offensichtlich war eines seiner Lebensziele, den Hausärztestand zu liquidieren. Eines seiner wenigen Vorhaben, das er in die Tat umsetzen konnte.

Was glauben Sie: wie sieht die medizinische Versorgung im Jahre 2020 in Bischofszell aus? Wieviele Praxen wird es in unserem Städtchen noch geben? Wer von den aktuellen Kollegen, welche auch in die Jahre kommen, wird einen Nachfolger für seine Einzelpraxis finden? Meine Prognose behalte ich vorsichtshalber für mich. Im Augenblick sieht die Lage bei uns noch recht komfortabel aus. Wie wir alle erfahren haben, werden in 10 Jahren die Hälfte der aktiven Hausärzte über 65 sein. Und ein grosser Teil wird den Beruf an den Nagel hängen. Sei es, weil sie berufsmüde, ausgelaugt, enttäuscht oder krank sind. Vielleicht verstummen dann jene Kritiker, welche einen Hausarzt, der nach seiner Pensionierung noch weiter arbeitet, als habgierig, ehrgeizig, wichtig oder senil bezeichnen.

Herr Blocher möchte wieder ins Bundeshaus. Zum Bundesrat wird es ihm nicht mehr reichen. Zum Ständerat vielleicht. Zum Nationalrat allemal. Jeder wird über den Sinn oder Unsinn dieses Vorhabens eigene Überlegungen anstellen. Eines ist sicher: die Sprüche des Herrn Blocher kennen wir mittlerweile. Und dadurch, dass sie immer wiederholt werden, gewinnen sie weder an Originalität noch an Durchschlagskraft. Vielleicht könnte er sich als neuer Trainer unserer Fussballnati bewerben oder Sepp Blatter als obersten FIFA-Boss ablösen. Einer, der von allem etwas versteht, könnte die beiden erwähnten Jobs fraglos mit links meistern....mit rechts meine ich natürllich.

1.4.11

Kein Aprilscherz! Und Hitzfeld wird auch nicht entlassen. Ich schreibe über 2 Fakten, die zum Nachdenken anregen sollen.

Markus Büchel, der Bischof des Bistums St. Gallen, zeigt sich einmal mehr von seiner besten Seite: er verurteilt den "gefallenen" Stadtpfarrer von Gossau, Niklaus Popp, der Vaterfreuden entgegensieht, mit keinem Wort. Das ist neu in der katholischen Kirche und sollte Schule machen. Rom wird an der fortschrittlichen Einstellung des Oberhirten keine grosse Freude haben. Wer nun allerdings hofft oder gar glaubt, das Ende des Zölibates sei gekommen, irrt sich vermulich gewaltig. Die verhältnismässig kleine katholische Gemeinde Schweiz hat in Rom kaum Gewicht. Zudem zeichnet sich der deutsche Papst nicht eben durch fortschrittliches Denken und Handeln aus. Und in Kardinal Kurt Koch hat er vermutlich einen Ratgeber, dem jegliche progressive Idee ein Graus ist.
Bischof Büchel, der gemäss Aussagen eines guten Freundes, ein leidenschaftlicher Jasser sein soll, wird nach Möglichkeiten suchen, den guten Mann in irgend einer Form der katholischen Kirche zu erhalten. Ich kann fast nicht glauben, dass dies gelingen wird. Abwarten und beten.

"Littering"! Bald kennt jedes Kind den Begriff. Es umschreibt unsere grossartige Fähigkeit, unsere Umwelt immer mehr zu versauen. Fahren Sie einmal von Bischofszell nach Amriswil oder von Bischofszell nach Oberbüren und zählen Sie dabei, unter Beachtung des Verkehrs, die Gegenstände - Flaschen, Becher, Dosen, Papierstapel, Abfallsäcke und dergleichen mehr -, die links und rechts der Fahrbahn bis weit in die Wiesen und Felder hinein verstreut liegen. Spätestens nach einem Kilometer geben Sie es auf, weil Sie mit Zählen nicht mehr nachkommen. Weit haben wir es in unserer Wegwerf- und Konsumgesellschaft gebracht! Die Umwelt ist uns schnuppe geworden. Ordnung und Sauberkeit sind zwar deutsche Begriffe und dennoch Fremdwörter. Wenn die Verschmutzung unserer nahen Umwelt in diesem Stil und Tempo weitergeht, schlagen wir sogar Neapel! Weit haben wir es gebracht. Sehr weit.
Wo liegen die Ursachen für dieses durch und durch unsoziale Verhalten? Die untaugliche Kinderstube? Die zu geringe Sensibilisierung in der Schule? Die fehlenden Vorbilder zu Hause? Die generelle Rücksichtlosigkeit? Die persönliche Freiheit - was auch immer das heissen soll....? Wer sind den die grössten Sünder? Die Burschen und/oder die Mädchen? Die alten Menschen? Bestimmte Personengruppen? Oder vielleicht Menschen wie Du und ich? Ich weiss es nicht.
Die Politiker sind gefordert. Als Wahlthema eignet sich Littering wohl nicht. Sonst hätten wir mit Sicherheit schon den einen oder anderen Politkandidaten zu diesem Thema vernommen. Wo sind die Lösungen zu suchen? Überwachungskameras kann man vielleicht an den besonders desolaten Orten aufstellen. Entlang der Hauptstrassen geht dies eher nicht. Ganz saftige Bussen? Die bringen wohl gar nichts, weil man kaum einmal einen Sünder erwischt. Genau so wenig wie jene Autofahrer, die bei der Fahrt regelmässig das Handy benutzen.
Was bleibt zu tun? Ich kenne die Lösung nicht. Ich arbeite daran.

26.3.11

Wer sagt's denn! Die Schweizer Fussballer bringen kein Bein vor das andere. Und die unrealistisch optimistischen Fans haben noch zu Beginn der 2. Halbzeit des Spieles gegen Bulgarien mit einem Anteil von über 70% an einen Sieg der Nati geglaubt. Ausser Wöfli waren meiner Ansicht nach alle Spieler ungenügend. Sie werden von unseren "Sachverständigen" masslos überschätzt. Es handelt sich in Gottes Namen um zweit- oder drittklassige Fussballer, wenn man den internationalen Massstab ansetzt. Das ist so und wird auch eine ganze Weile so bleiben. Düstere Prognosen, die indes von abslout untergeordneter Bedeutung sind. Die Welt kommt ohne unsere Fussballer aus. Uns plagen andere Sorgen. Fussball bleibt in der Schweiz Nebensache. Das soll auch so bleiben.

Die politischen Parteien sind daran, mit mehr oder weniger glücklichen Parolen den Wahlherbst einzuläuten. Alle Parteien sind überzeugt, ihren Wähleranteil steigern zu können. Wo bleiben denn da die Verlierer? Die wird es bestimmt geben. Nicht die Grünen, denke ich und auch nicht die SVP. Es bleiben noch ein paar andere Parteien, welche aller Voraussicht nach in den sauren Apfel beissen müssen.

Heute wurde die "Aula Sandbänkli" eingeweiht. Eine gelungene Verbindung von alt und neu. Angeblich sind bereits viele Buchungen für Events und private Feste eingegangen. Die Frage, welche anderen Festlokale unter der neuen Attraktion leiden müssen, bleibt offen. Ich bezweifle, dass aus Bischofszell eine eigentliche Festgemeinde wird.

20.3.11

Japan und Libyen stehen im Zentrum des Weltgeschehens. An beiden Orten sind Tragödien im Gange, deren Ende und Ausgang nicht abzusehen sind. Einen grossen Unterschied gibt es: Tod und Verwüstung in Japan wurden nicht von Menschenhand geschaffen. Hier hat die Natur zugeschlagen. Für das unermessliche Leid in Libyen sind Menschen um den Gadaffi-Clan verantwortlich. In Japan keimt ein wenig Hoffnung, dass die nukleare Katastrophe doch nicht ganz so arg ausfällt, wie in den schlimmsten Szenarien beschrieben. Wenig Hoffung und Zuversicht indes herrscht in Nordafrika. Trotz des militärischen Eingreifens westlicher Mächte, werden Mord und Totschlag weitergehen, solange es Gadaffi und seine Schergen gibt. Japan können wir moralisch und finanziell unterstützen; für Libyen können wir meiner Ansicht nach nichts tun - nur hoffen, dass das Verbrecher-Regime ein baldiges Ende findet.
Im Übrigen hält sich der grösste Kritiker Helvetiens, Jean Ziegler, erstaunlich zurück. Er war (und ist?) bekanntlich ein Verehrer von Gadaffi. Vielleicht hat er in der Zwischenzeit eingesehen, dass er mit seinen Hasstiraden gegen gewisse schweizerische Institutionen nicht immer richtig lag. Vielleicht muss er seine freundschaftliche Haltung gegenüber dem Libyen-Regime etwas korrigieren. Nur: wer den Gelehrten Ziegler ein wenig kennt, weiss, dass er unbelehrbar ist. Er ist einer, der immer recht hat. Punkt.

Mehr als die Hälfte der Schweizer wünschen sich in diesen Tagen den Ausstieg aus der Atomenergie. Wetten, dass es in 5 Jahren wieder etwas anders aussieht!

Roger Federer war im letzten halben Jahrzehnt der beste Botschafter für die Schweiz. Das ist keine Frage. Leider, leider ist sein Stern im Sinken - nicht rasant, aber andauernd. Es gibt im Moment zumindest 2 Tennisspieler, die ohne Zweifel stärker sind: Rafael Nadal und Novak Djokovic. Bleibt zu hoffen, dass Roger national in der Weltrangliste nicht nach hinten durchgereicht wird, obwohl es im Moment den Anschein macht. Wer glaubt daran, dass einer der besten Tennisspieler aller Zeiten und mehrfacher Weltsportler noch einmal die Nummer 1 wird oder nochmals eines der 4 Grand-Slam-Turniere gewinnt? Die Hoffnung stirbt zuletzt. Wir müssen uns im Sport auf die Zeit nach Roger Federer vorbereiten.

In 6 Tagen spielen die Schweizer Fussballer gegen Bulgarien. Falls die Schweiz an der nächsten EM mitmachen will, muss sie den nicht allzu renommierten Gegner schlagen. Mir fehlt der Glaube an einen Sieg, auch wenn Alexander Frei heute gegen GC seiner Ansicht nach ein Weltklassetor geschossen hat. Quizfrage: wer ist im Moment Trainer der Mannschaft Bulgariens?? Ein Mann, eben 50, der in den letzten 20 Jahren vor allem mit Frauengeschichten auf sich aufmerksam gemacht hat. Auch eine Möglichkeit, die Medienpräsenz hoch zu halten.

13.3.11

In Anbetracht der himmelschreienden Tragödie in Japan verkümmern unsere vermeintlichen Pobleme zu unscheinbaren Mauerblümchen. Es fehlen die Worte, das Ausmass und die Folgen dieses Riesenunglückes einigermassen zu beschreiben. Einmal mehr zeigt sich, dass die Menschheit vieles, aber nicht alles erreicht; dass es die Menschheit fertig bringt, das Klima in nachteiliger Weise zu verändern; dass die Menschheit fähig ist, technische Wunderwerke zu verwirklichen; dass die Menschheit imstande ist, Gebäude aus dem Boden zu stampfen, die höher sind als unser Hörnli. Gegen die Naturgewalten indes haben wir nichts, aber auch gar nichts zu bestellen. Hier zeigt sich dramatisch, in apokalyptischer Weise gar, wie bescheiden, wie unfähig und wie machtlos wir dastehen, wenn die Natur zuschlägt. Wir können uns besinnen, wir können trauern, wir können mitfühlen - ändern können wir nichts mehr.

Die Diskussion um die AKW's wird neu aufgerollt. Der atomare Gau in Japan spielt den Gegnern in die Hände. Auch wenn wir keinen Tsunami zu befürchten haben: wer garantiert uns, dass uns nicht schon morgen ein schweres Erdbeben heimsucht? Wer kann mit Sicherheit dafür bürgen, dass unsere Atomkraftwerke einem schweren Erdbeben gewachsen sind? Wer möchte behaupten, dass es keine Alternativen zur Atomenergie gäbe? Diese Alternativen sind mit Sicherheit realisierbar. Wenn nicht heute, dann eben morgen. Japan zeigt uns drastisch, dass man die Geister, die man gerufen hat, nicht mehr los wird. Nicht so schnell jedenfalls. Hüten wir uns davor, den vielleicht schnelleren, aber risikoreichen Weg einzuschlagen, wenn sich eine langsamere, aber sichere alternative Route anbietet.

11.3.11

Zu den Bischofszeller Stadtratswahlen äussere ich mich nicht mehr - komme was da mag. Dieses Kapitel ist für mich definitiv abgeschlossen. Zu dem, was ich geschrieben habe, stehe ich ohne Wenn und Aber.

Dass Dario Cologna sich die Unterform auf die WM aufgespart hat, erstaunt vor allem jene, die sich ein wenig mit Sport beschäftigen. Damit an einer Weltmeisterschaft die beste Leistung erbracht werden kann, müssen viele, viele Details zusammenpassen: die Form des Athleten, welche eine absolute Gesundheit voraussetzt; die Aufbauarbeit des Trainers; die perfekte Taktik der Betreuer; das Wettkampfglück und der Formzustand der Gegner. Bei Dario Cologna haben verschiedene Komponenten zum Misserfolg beigetragen. Wenn daraus die richtigen Lehren gezogen werden, kann es in Zukunft bessere Resultate geben. Hoffen wir es.
Über die Schweizer Skidamen weitere Worte zu verlieren, lohnt sich nicht. Wenn es den Fahrerinnen und Betreuern nicht gelingt, im Riesenslalom,
der Basisdisziplin, auch nur eine einzige Athletin in den zweiten Lauf zu bringen, lässt dies zumindest auf den ersten Blick auf schlechtes Training und vielleicht auch auf eine zweifelhafte Einstellung der Damen schliessen. Ein Trost bleibt: schlechter kann es wohl kaum mehr werden. Und: wird Lara Gut wohl für immer ein Riesentalent bleiben, das sich im entscheidenden Moment nicht durchzusetzen vermag? Beispiele dieser Art gibt es genug - auch in anderen Sportarten.

6.3.11

Bischof Huonder, Carlo Janka, Simon Ammann, Peter Stamm, Othmar Hitzfeld, die CVP Schweiz: Namen, welche die heutige Sonntagspresse zieren. Unterschiedlicher könnten die Charaktere nicht sein.

Bischof Huonder und seinen General-Vikar Grichting wünschen sich nicht wenige ins Erzbistum Liechtenstein. Sie fänden dort mit Erzbischof Haas einen gewichtigen Gesinnungsgenossen. Wahrscheinlich wird es beim Wunschdenken bleiben. Der selbstgefällige Bischof wird sich von den Regierungen der betroffenen Kantone kaum zurecht weisen lassen. Rom hört die bedenklichen Signale besorgter Katholiken aus der Schweiz nicht. Wozu auch?

Carlo Janka: vom Operationstisch aufs "Stockerl". Ein schönes Bild! Was viele Experten schon immer gewusst hatten: ein gesunder Carlo Janka ist noch immer ein hervorragender Skifahrer, den die Schweiz dringend braucht. Er ist neben Didier Cuche der einzige Siegfahrer. Ein wenig erstaunt es schon, dass die Diagnose der Herzrhythmusstörungen mit einiger Verzögerung gestellt wurde. Monatelang wurde von einem verschleppten Virusinfekt gesprochen. Nun gibt man sich im Kreise der zuständigen Betreuer und Ärzte etwas zugänglicher und meint, der Ursprung der Rhythmusstörungen könnte ein Virusinfekt gewesen sein. Möglich. Im Übrigen fragen sich nicht wenige, welche den Skisport verfolgen, ob man Fahrer wie Grünenfelder oder Berthod weiter unterstützen soll. Ein einziges gutes Resultat neben einem Dutzend Abstürzen ist doch ein bisschen wenig. Was meinen Sie?

Vor einiger Zeit habe ich geschrieben, das Schweizer Damen-Ski-Team befände sich in einer Abwärtsspirale. Das war eine zu optimistische Sichtweise. Mittlerweile muss man von einem eigentlichen Absturz reden. Ein Platz unter den ersten 10 wird bereits als Erfolg gefeiert. Was ist nur los mit den Damen Fabienne Suter, vor zwei Jahren als Riesentalent gehandelt, Lara Gut, Dominique Gisin usw.?
Irgend etwas stimmt in diesem Team nicht. Ob ein erneuter Trainierwechsel hier Abhilfe schaffen kann? Leidet die Stimmung unter der Selbstüberschätzung? Hat sich hier ein Zirkel von Mimosen zusammengefunden? Wer weiss das schon? Warten auf das grosse Reinemachen nach der Saison. Ob es dazu kommt?

Weiter unten kann man nachlesen, dass ich mich geirrt hatte: die Nordischen haben dank Simon Ammann doch noch eine Medaille geholt. Sein zweiter Sprung war super. Hoffentlich springt er weiter. Sonst sieht es ganz, ganz bös aus im nordischen Sektor. Springernachwuchs fehlt. Der Abgang von Andreas Küttel fällt nach dessen miserablen Resultaten in diesem Jahr nicht ins Gewicht. Die Langläufer kommen nicht vom Fleck. Und Dario Cologna wird aller Voraussicht nach auch heute im 50-er nicht vorne mitmischen können. Immerhin wurde die 4 x 10 km Staffel nicht überrundet.

Der Thurgauer Peter Stamm, in Winterthur sesshaft, kommt heute in der Press gross heraus. Noch habe ich keines seiner Werke gelesen. Die heutigen Interviews haben mir aber Appetit gemacht. Unter dem Titel "Ehret einheimisches Schaffen" werde ich mir wohl das eine oder andere Werk zulegen.

Der SFV (Schweizerische Fussbalverband) hat den Vertrag mit dem Super-Trainier Othmar Hitzfeld vorzeitig bis ins Jahr 2014 verlängert. Warum nur? Sein Leistungsausweis mit unserer Nati liest sich bestenfalls als durchzogen. Vom Verband ist zu vernehmen, man setze auf Kontinuität. Nur: wenn man die letzten Resultate als Basis für die Kontinuität sieht, kann man nur den Kopf schütteln. Was haben unsere Kicker in den letzten Spielen für einen Mist geboten! Kontinuität in Ehren. Hier wäre sie geradezu verheerend. Nun: die grossen Denker sucht man im SFV vergebens. Es wäre ja erstaunlich, wenn bei der Verbandsführung jene Qualitäten vorhanden wären, die auch unseren Spielern fehlen....

Dass die CVP Schweiz schwere Zeiten durchmacht, weiss nun bald jeder, der sich ein wenig mit der Politik beschäftigt. Es wird nicht besser werden. Die Wahlen werden den Abwärtstrend bestätigen. Das "C" hat definitiv ausgedient. Der Partei fehlen grosse Persönlichkeiten. Die Familienpolitik hat sich nicht durchgesetzt. Ein Zusammengehen mit einer anderen Partei ist wohl die einzige Lösung, um ein bescheidenes Überleben zu sichern. Dazu müsste aber ein neuer Name ohne das "C" (= reine Makulatur) gefunden werden.

Noch ein bisschen Lokalpolitik: wir Bischofszeller fragen uns, wie es um die Wahlbeschwerde steht? Kommt ein zweiter Schritt oder wird der Protest still und leise begraben? Zu wünschen wäre eine solche Lösung auch für die nach wie vor arg in der Kritik stehenden Verfasser der Einsprache. Sie sind in Bischofszell - trotz der Fastnacht und der Beteiligung einer Dame - nach wie vor die Prügelknaben.

1.3.11

Zwei Facts, die leicht vorauszusehen waren, haben heute Schlagzeilen gemacht: die Unterform von Dario Cologna und die Entlassung von Uli Forte als Trainer des FC St. Gallen. Zur Ehrenrettung unseres Super-Langläufers darf man wohl die schlechte Wachsarbeit des zuständigen Teams anführen. Diese hat sich in der Wahl total vergriffen und Steigwachs aufgetragen. Allerdings bin ich der Meinung, dass DC auch nicht mehr die grossartige Januarform ausspielt. Ich wäre überrascht, wenn er selbst mit schnellen Skis im 50-er gut klassiert wäre. Dass die Staffel sich nach hinten orientieren muss, steht nach den Ergebnissen in den Einzelläufen fest. Ich hoffe, dass sie nicht überrundet wird.... Sind Sie auch der Ansicht, dass die Nordischen ohne Medaille heimkehren werden? Zu befürchten ist es, weil auch die Form von Simi Ammann eher nicht mehr stimmt.
Auch mit den neuen Übungsleitern wird der FC St. Gallen kaum vom Fleck kommen. Mit dem Ausscheiden des Trainers steigt die Qualität der Spieler und des Spiels nicht automatisch. Ein gewisser psychologischer Effekt dürfte für kurze Zeit wirksam sein - und dann? Für die wenigsten ist es ein Unglück, wenn der FC SG absteigt. Die Clubverantwortlichen zeichnen sich auch nicht durch ein
Champions-League-Niveau aus. Oder etwa doch?
Kommt der Frühling oder kommt er nicht? Er kommt bestimmt. Nur weiss niemand, wann. Erste Vorboten sind da: am frühen Morgen hört man bereits wieder zaghafte Vogelstimmen. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass sich der Winter, der keiner war, verabschieden muss. Übrigens: ab circa 5 Uhr morgens sind die ersten Gezwitscher zu vernehmen. Nachprüfen!

26.2.11

Quo vadis, FC St.Gallen? Wohin wohl? Eine Liga tiefer hat es noch genug Platz. Vermutlich wird der Trainer in die Wüste geschickt: "business as usual". Man kann für oder gegen Herrn Forte sein. Nur soll mir mal einer sagen, wie man mit Spielern, die von anderen mittelmässigen Clubs auf das Abstellgeleise geschoben wurden, eine halbwegs spielstarke Mannschaft gemäss Schweizer Masstab bilden soll. Der FC St. Gallen bzw. sein Umfeld scheint ohnehin eine Wundertüte zu sein: kaum auf wundersame Weise dem Konkurs entronnen, liegt schon wieder Geld für Spieler bereit (welche sonst niemand will).

Haben Sie vielleicht Ausschnitte aus den Spielen Internazionale Mailand gegen Bayern München oder gar das Spiel Bayern gegen Borussia Dortmund gesehen? Donnerwetter! Da war etwas los. Beste Unterhaltung auf hohem fussballerischen Niveau. Sowas gibt es auf unseren Fussballplätzen nie zu sehen. Zugegeben: bis auf Basel haben alle unsere Clubs in der höchsten Liga sehr bescheidene Budgets. Borussia Dortmund indes beweist, dass man eine hervorragende Mannschaft auch mit jungen Spielern aus dem eigenen Nachwuchs auf einen Toplevel bringen kann.

Wo bleiben unsere U-17-Weltmeister 1 Jahr nach dem epochalen Erfolg? Nirgends. Kaum einer hat es zum Stammspieler geschafft, weder hier noch im Ausland. Vielleicht braucht es einfach noch mehr Geduld. Vielleicht verschwinden sie in der Versenkung.

Vitus Huonder
, der Bischof von Chur, macht nicht zum ersten Mal negative Schlagzeilen. Von einem Kirchenmann würde man ein Beispiel an Toleranz, Aufrichtigkeit und Nächstenliebe erwarten. Weit gefehlt. Was hier im Moment abgeht, hat mit christlichem Verhalten nichts, aber auch gar nichts zu tun. Da können auch die beschwichtigenden Worte seines Sprechers Gracia nichs ändern. Hier wird in der katholischen Kirche einmal mehr viel Geschirr zerschlagen, das nicht mehr zu kitten ist. Wen verwundert es, dass immer weniger Katholiken den Weg in die Kirche finden, wenn unsere Vorgesetzten sich vor allem durch Zwist und Streit in Szene setzen? Wenn das so weitergeht, können die immer weniger Priester ihre Messe nur noch für sich selbst und ein paar Unentwegte feiern. Vielleicht gehen den romhörigen Schweizer Kirchenmännern erst dann die Augen auf, wenn sie sich zum Beispiel bei Firmungen alleine gelassen in der Kirche wiederfinden oder pro Jahr noch eine kirchliche Hochzeit mit ihrem Segen begleiten dürfen.
Obwohl ich mit den konservativen Kirchenführern grosse Mühe bekunde, würde ich niemals aus der Kirche austreten. Die Kirche sind wir - nicht die sturen und ehrgeizigen Bischöfe, welche am Volk vorbei predigen. Wer soll denn dafür sorgen, dass es irgend einmal, vielleicht in ferner Zunkunft, besser wird, wenn nicht wir kritischen Katholiken? Natürlich ist es einfacher, die Türe hinter sich zuzuknallen und zu denken: nach mir die Sintflut! Nicht Resignation ist gefragt - sondern Reformation im wahrsten Sinne des Wortes.

Als blutjunger Arzt habe ich einmal an einem katholischen Missionsspital im damaligen Rhodesien (heute Zimbabwe) einen mehrmonatigen Einsatz als unbezahlter Freiwilliger erlebt. Abends habe ich oft mit den dortigen Missionspatres - alles Schweizer aus der ehemaligen Bethlehem Mission Immensee - über Gott und die Welt diskutiert. Ein Satz, der mir geblieben ist, war der: Rom ist weit, weit weg! Damit brachten die Priester zum Ausdruck, dass man sich nicht unbedingt an die Befehle aus Rom halten muss, um sich und andere glücklich zu machen. Wie wahr, erst recht heute.

Leider erweist sich meine Prognose, was die Leistungen von
Dario Cologna betrifft, bis jetzt als richtig. Heute wurde er 24. Auch ohne seinen Patzer im letzten Aufstieg hätte er gegen den momentan besten Langläufer der Welt, Petter Northug, keine Chance gehabt. Der Norweger versteht es wie kein zweiter, seine Höchstform an wichtigen Anlässen wie Olympia oder WM auszuspielen. Wirft man einen Blick auf die schlechten Ergebnisse der übrigen Schweizer, dann dürfte die Stafffel, welche unlängst einen ersten, sensationellen Weltcupsieg gefeiert hatte, unter ferner liefen klassiert werden.

25.2.11

Sportlich stehen wir nicht erst heute mit abgesägten Hosen da: Simi hat die erhoffte Medaille auf der kleinen Schanze nicht geholt; jene Skicracks, die weder krank, noch verletzt sind, drohen im Mittelmass zu versinken; ob Dario Cologna nach dem missglückten WM-Start noch auf Touren kommt, steht noch nich fest; dass Roger Federer schon lange nicht mehr der King auf dem Platz ist, wissen wir nicht erst seit der erneuten und ganz und gar ernüchternden Niederlage gegen Djokovic! Die Bobfahrer, nicht gerade Vertreter einer breit abgestützten Volkssportart, kriegen die Kurve im Eiskanal auch nicht mehr so richtig.
Schliesslich finden die wichtigen europäischen Fussball-Clubwettbewerbe in der entscheidenden Phase ohne Schweizer Beteiligung statt. Schade? Wohl kaum, wenn man die fehlende Klasse jener Fussballprofis kennt, die auf unseren Plätzen umherirren. Nur gut, dass Schwingen fast ausschliesslich in der Schweiz betrieben wird. Sonst wären wir vermutlich auch hier nicht mehr lange an der Spitze. Kopf hoch, liebe Leidgenossen! Es geht hier nur um Sport. Und ein sportlicher Verlierer ist mehr wert als ein überheblicher Sieger. Das gilt nicht nur im Sport. Politiker und Wahlverlierer könnten einiges für die kaum noch vorhandene Popularität tun, wenn sie wenigstens ab und zu einen kleineren oder grösseren Fehler zugäben. Sich gar entschuldigen für einen Fehltritt indes braucht etwas mehr! Übrigens: ich habe noch keinen einzigen Bischofszeller getroffen, der sich nicht über den Wahlrekurs geärgert hätte! Es waren bei Gott nicht nur solche Personen dabei, die JM die Stimme gegeben hatten. Was habe ich eben geschrieben über sportliche Verlierer usw.??

19.2.11

Auf meine Meinungsäusserung vom 15.2.11 auf dieser Seite habe ich einige Rückmeldung erhalten - eine davon kritisch, die anderen durchaus positiv. Leider hat mir ein Mitglied aus den "glorreichen 4" nicht auf die Homepage ins Gästebuch geschrieben, sondern eine private E-Mail zukommen lassen. Schade: ich hätte den Kommentar im Originalzustand gerne auf meiner Homepage veröffentlicht. Ganz offensichtlich wollte dies der Verfasser nicht. Auch in Ordnung.
Der Flyer "por Bischofszell" ist im Umlauf. Einige Privatpersonen haben sich ein Herz gefasst und fordern alle jene Bürgerinnen und Bürger, welche aus Bischofszell wieder ein friedliches Städtchen machen wollen, auf, tatkräftig mitzuwirken. In der ersten Aktion bitten die Urherber darum, einen positiven Bericht über Stadt und Leute zu verfassen und diesen an die E-Mail-Adresse
"pro.bischofszell@bluewin.ch" zu schicken. Weitere Aktionen sollen folgen. Aus meiner Sicht endlich, endlich wieder einmal eine positive Nachricht. Ein Lob den Urhebern.

Wie befürchtet, wird es an der Ski-WM bei einer einzigen Medaille bleiben. Ein Desaster? Nein. Lediglich ein weiteres Zeichen dafür, wie bescheiden in diesem Jahr die Resultate unserer Cracks waren. Bei den Männern gab es den einen oder anderen Lichtblick. Didier Cuche lässt grüssen. Bei den Damen nur Schatten. Sie befinden sich in einer leistungsmässigen Abwärtsspirale. Zudem war die Form der meisten Athletinnen und Athleten am wichtigsten Wettkampf der Saison am schlechtesten. Muss da nicht die Qualität des Trainings und die Kompetenz der Trainer hinterfragt werden?? Hat sich der Machtkampf in den Teppichetagen negativ auf Trainer und Sportler ausgewirkt? Wir können nur anerkennend nach Osten schielen und vor allem dem österreichischen Frauenteam, das 4 von 5 Titeln geholt hat, neidlos gratulieren. Da sind Wettkampftypen dabei, die sich angenehm von der einen oder anderen Mimose in unserem Team unterscheiden. Was ist nur los bei den skifahrenden Töchtern Helvetias? Pleiten, Pech und Pannen. Dies die Situation in einer Kurzfassung. Ein Trost bleibt: viel schlimmer kann es nicht mehr werden. Und vielleicht hat der Schnee im nächsten Winter eine andere Farbe...

17.2.11

Besorgte Bischofszeller sind daran, eine Bewegung "pro Bischofszell" auf die Beine zu stellen. Ziel dieser losen Gruppierung ist es, unser Städtchen möglichst rasch aus den Negativ-Schlagzeilen heraus zu führen und die positiven Seiten unseres Lebensraumes in den Vordergrund zu stellen. Bereits haben sich viele Bewohner zum Mitmachen bewegen lassen. Eine gute Sache, wie ich meine. Je schneller sich Friede und Toleranz breit machen, desto besser für uns alle.
A propos Toleranz: mein klares Votum vom 15.2.11 gegen jene Mitbewohner, welche die Wahl von JM anfechten wollen, war auch nicht gerade von Toleranz getragen. Vielleicht muss diese Tugend dort weichen, wo es um Überzeugungen geht.

16.2.11

Hintergrundinformationen bringen ein bisschen mehr Licht hinter die Aktion der 4 Aufrechten, die am Stuhl von Josef Mattle sägen wollen. Meine Quelle verrate ich nicht. Sie ist aber höchst authentisch. Ich kann nur sagen: Pech gehabt! Für einmal war die Reaktion zu schnell. Und nun stehen die Protestierenden allein gelassen im Regen. Zusätzliche Sympathien haben sie sich bei der Bevölkerung weiss Gott keine geholt. Falls Anklage erhoben wird, stellt sich die Frage, was im schlimmsten Fall passieren kann. Ein Verweis? Eine Busse? Eine bedingte Strafe? Grund für die Anklage ist nicht das Wahlresultat an und für sich, sondern der offensichtlich nicht korrekte Umgang mit den Wahlzetteln bzw. den Urnen. Auch wenn gegenüber der bisherigen Praxis nichts verändert wurde, heisst dies nicht a priori, dass das Vorgehen bisher richtig war. Wenn ein Fehler begangen wurde, soll dieser geahndet werden. Deswegen aber die Wahlen in Frage zu stellen, geht doch ein bisschen zu weit. Die nächsten Tage werden zeigen, wie die endlose Geschichte, die nur Verdruss schafft, weiter geht. Ich hoffe auf ein rasches und schmerzloses Ende - zum Vorteil aller Beteiligter.

Im Übrigen wünsche ich Herrn Limoncelli nur eines nicht: dass er von den Wahlhelfern nach verlorenem Kampf wie eine heisse Kartoffel fallen gelassen wird mit erheblichen Nachwehen psychischer und finanzieller Art. Der letzte Verlierer vor 4 Jahren, Herr Marty, hätte da manche Geschichten auf Lager, die nicht gut anzuhören sind.

15.2.11

Peinlich, lustig oder lächerlich - lächerlich, lustig oder peinlich? Welch ein Teufel hat wohl jene Komiteemitglieder geritten, welche die Stadtammannwahl anfechten wollen? Ob bei den Wahlen wirklich geschummelt wurde, vermag ich nicht zu beurteilen. Dass Personen, denen man ein gewisses Demokratieverständnis zutrauen würde, die Wahl von JM nicht akzeptieren wollen, erstaunt nicht wenige. Dass aber die Person, um die es geht, nämlich Ralph Limoncelli, von dieser unüberlegten Nacht- und Nebelaktion überhaupt nichts wissen möchte, haut wohl den stärksten Eskimo vom Schlitten! Sie haben dem Ex-Kandidaten einen Bärendienst erwiesen, der vermutlich noch unangenehme Folgen haben wird. Eines muss man den Schöpfern dieses "Epos" lassen: sie haben das wohl schönste Eigentor der Bischofszeller Geschichte geschossen. Dagegen sind die versiebten Elfmeter der Schweizer Fussballnati geradezu Muntermacher. Ei, ei, ei.... Wie kann man nur? Wollten die 4 Eidgenossen die Demokratie retten? Oder waren sie vom Gedanken beseelt, sich auf eine sehr, sehr unglückliche Weise zu profilieren? Oder trieb sie die Überzeugung, mehr als der Hälfte der Bischofszeller zu zeigen, wo der Barthli den Mist - pardon - den Most holt? Weiss der Kuckuck, was diese durch und durch fragwürdige Aktion soll. Anstatt den Versuch zu wagen, das noch immer lodernde politische Feuer zu löschen, haben sie es mit Benzin übergossen. Es ist nicht meine Art, anderen Menschen (nichtmedizinische) Ratschläge zur erteilen. Für einmal komme ich von meinem Credo ab: liebe Leute, ziehen Sie die Beschwerde oder was es auch immer ist, möglichst schnell zurück! Sie könnten den Ärger, den Sie mittlerweile bei einer Mehrheit unserer Mitbewohner heraufbeschworen haben, vielleicht ein wenig dämpfen. Vielleicht?

14.2.11

Ist einmal der Wurm drin, geht gar nichts mehr. Damit meine ich die Leistungen unserer Skifahrer. Es ist zu befürchten, dass es bei der einen Silbermedaille bleiben wird. Dass der Routinier Zurbriggen heute nicht zum ersten Mal versagt hat, erstaunt Insider nur wenig. Etwas mehr Verständnis bringt man für unsere neue Abfahrtshoffnung Feuz auf, der zum ersten Mal an einer Elite-WM startet. Er wird seinen Weg machen, sofern er von schweren Verletzungen verschont bleibt.
Wer soll im Riesen oder im Slalom Edelmetall holen? Janka kommt wohl nicht in Frage - und dann? Berthod vielleicht? Eher nein. Bei den Damen darf mit grosser Sicherheit davon ausgegangen werden, dass sie bestenfalls die eine oder andere Athletin unter die ersten 10 bringen. Dazu braucht es aber noch Glück.
Was ist falsch gelaufen? Wurden das Training zu wenig auf die WM ausgerichtet? Weshalb geht es mit unseren Damen in den letzten 2 Jahren nur noch bergab? Sind falsche Trainer am Werk? Fehlt es an mentaler Stärke?? Selbstüberschätzung? Wer weiss das schon. Gewiss, die Verletzungshexe hat bös zugeschlagen. Dies aber nicht nur bei den Eidgenossen. Die Österreicher können ein Lied davon singen. Weil bei unseren Nachbarn die Spitze breiter ist (welch ein Widerspruch!!), wiegen die Ausfälle nicht so schwer. Einerlei: die Welt geht nicht unter. Und die Presse und die Sachverständigen müssen Diskussionsstoff haben. Worüber sollen sie denn sonst schreiben? Die nächste WM kommt bestimmt - mit schwachen oder starken Vertretern unseres Landes. Trüb sieht es indes aus, wenn D. Cuche am Ende dieser Saison zurücktreten sollte. Wir haben niemand, der in die Bresche springen kann. Im Moment nicht.

13.2.11

Die Bischofszeller Behördewahl ist vorbei. Sieger und Verlierer sind bekannt. Dass es Josef Mattle nochmals geschafft hat, kommt doch einer kleinen Überraschung gleich. Leid kann einem der unterlegene Kandidat tun, der mit Sicherheit die Qualitäten für das Amt eines Stadtammanns mitgebracht hätte. Vielleicht hat er sich zu sehr auf die schönen Worte und zuversichtlichen Prognosen der Wortführer und Parteipräsidenten verlassen. Der gescheiterte Herausforderer ist noch jung. Sein politischer Weg ist keineswegs verbaut. Und wenn er aus diesem Wahlkampf und der Niederlage die richtigen Lehren zieht, kann er es noch weit bringen. Bischofszell ist nicht der Nabel der Welt.

Einmal mehr hat sich gezeigt, dass sich der mündige Stimmbürger einen Deut um die Parteiparolen kümmert. Das ist gut so und beweist, dass die Parteien in vielen Situationen nicht mehr als ein notwendiges Übel sind. Leider, leider.


12.2.11

Wenn Sie morgen Sonntag, den 13.2.11, zu den Siegern in den Stadtratswahlen gehören, freuen Sie sich darüber. Bleiben Sie aber fair und schauen Sie nicht verächtlich auf die Verlierer herab. Es gibt wohl kein schlimmeres Vergehen, als Verlierer und Schwache auszulachen und zu verhöhnen. Wenn Sie aber verloren haben, nehmen Sie es nicht allzu tragisch; denn weder unsere Gesundheit, noch unser Leben hängt vom Ausgang dieser Ausmarchung ab. Am Montag, den 14.2.11, ist die ganze Aufregung Schnee von gestern, sofern es nicht zu einem Unentschieden kommt. Dies wäre ein schlechtes Ergebnis für alle: für die Kandidaten, deren Hoffnung nicht erfüllt wurde; für die Drahtzieher und Helfer im Hintergrund, welchen für einen zweiten Wahlgang neue Argumente fehlen.
Hoffen wir, dass der Richtige gewinnt. Zum Wohle für uns und unser beschauliches Städtchen, dem Zwist und Streit nicht gut bekommen.

Übrigens: wir haben an der Ski-WM eine Medaille gewonnen. Nicht die richtige, wie viele von uns meinen. Ob noch eine weitere dazu kommt, wissen wir nicht. Wir lassen die Hoffnung nicht absterben.

Ein Wort zu Carlo Janka: wenn ich die Berichte unter dem medizinischen Aspekt interpretiere, leidet unser grossartiger Skiathlet an Herzrhythmusstörungen, welche im Anschluss an einen Virusinfekt auftreten können. Hauptmerkmal ist ein unregelmässiger Herzrhythmus mit einer viel zu hohen Frequenz bereits in Ruhe. Dies führt zu einer massiven Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit, die sich vor allem bei starker körperlicher Beanspruchung sehr unangenehm bemerkbar macht. Kommt dazu, dass diese Störung nicht konstant vorhanden ist, sondern in unregelmässigen Abständen auftritt und dann auch wieder verschwindet. So war es möglich, dass Carlo Janka trotz dieses Defektes zwischendurch einen Riesenslalom als Dritter beenden konnte. Medikamente helfen bei dieser
nicht ganz seltenen Störung unzuverlässig und fallen oft durch erhebliche Nebenwirkungen auf. Eine gute Chance auf eine definitive Heilung bringt die sogenannte Katheterablation, ein modernes Verfahren, welches das Reizleitungssystem im Herzbereich günstig beeinflusst.

11.2.11

Nach einer längeren Pause - die Winterferien waren wunderbar - möchte ich mich kurz 3 Themenkreisen zuwenden: 1) Stadtratswahlen; 2) Schweizer Fussballnati; 3) Ski-WM.

1) Stadtratswahlen
Hier interessiert fast nur, wer der neue Stadtammann sein wird: der altgediente Chef oder der Emporkömmling, der hier in Bischofszell seine Sporen abverdienen möchte. Je näher der Wahltermin rückt, desto schwieriger wird es, eine Prognose zu stellen. Fast scheint mit, die Lager seien etwa ausgeglichen. Die jüngeren Bürger stimmen eher für Herrn Limoncelli, die älteren vielleicht eher für Josef Mattle. In weniger als 48 Stunden sind wir klüger - oder auch nicht! Droht ein 2. Wahlgang? Wer weiss das schon. Ob der Rivalität an der Spitze scheint es fast unerheblich, wer künftig die Sitze im Stadtrat einnehmen wird. Ein bisschen schade, aber wahr. Bischofszell wird nicht untergehen. Bischofszell lebt.

2) Schweizer Fussballnati
In den letzten Jahren habe ich jeweils nur Ausschnitte der Auftritte der Schweizer Auswahl gesehen. Weil dieses Länderspiel während meiner Ferien stattfand, hatte ich leider Musse und Zeit, mich fast 2 Stunden lang zu wundern. Zu wundern über eine "Leistung" unseren Spitzenfussballer, die eher einer Arbeitsverweigerung gleich kam. Ein so schlechtes Spiel einer Schweizer Nati habe ich wohl noch nicht gesehen. Hochbezahlte Profis, die nicht imstande sind, im Mittelfeld unbedrängt einen erfolgreichen Pass über 10 m zu spielen. Kläglich, beschämend, zum Ko... Das "Lieblingskind" Alex Frei hätte ruhig zu Hause bleiben können. Wir haben ja noch andere, die einen Elfmeter leicht und locker verschiessen können. Eine Zeitung hat wohl nicht ganz unrecht, wenn sie schreibt, der Penalty unseres Superstars Inler sei eher ein Rückpass an den Torhüter gewesen. Da lob' ich mir die Grümpelturniere. Dort stimmt zumindest der Einsatz. Auch wenn die Teilnehmer keine Millionäre sind.
Und diese ideenlose und dümmliche Mannschaft möchte an die EM?? Kaum zu glauben. Keine Bange: sie wird die Qualifikation nicht überstehen. Wenn die Nummer 22 der Welt gegen die Nummer 163 im FIFA-Ranking froh sein muss, dank eines guten Torhüters nicht verloren zu haben, sagt dies wohl alles. Fragen müssen sich auch der Fussballverband und der hochgelobte Trainer, was es für einen Sinn macht, eine so unmotivierte Elf in ein Freundschaftsspiel zu schicken. Zudem sei die Frage erlaubt, warum Herr Hitzfeld an Alex Frei festhält, nachdem dieser ja nur noch 2 Spiele mit der Nationalelf bestreiten möchte. Es bleibt das Geheimnis des Trainers, der in den letzten Wochen mehr Aufhebens um seine Vertragsverlängerung gemacht hat als mit überzeugenden Darbietungen seiner Spieler.
Rhetorische Frage: würden Sie den Vertrag mit dem berühmten Trainer vorzeitig verlängern?? Wo bleibt sein Leistungsausweis??

3) Ski-WM
Wir sind die Leder-Nation par excellence. Wir haben immerhin schon 3 vierte Plätze, welche mit der Ledermedaille belohnt werden. Bei den Damen wird es wohl dabei bleiben. Oder glauben Sie, dass es in der Abfahrt doch noch Edelmetall gibt? Ich tippe eher auf einen vierten Platz von D. Gisin. Lara Gut, welche mit ihrem mutigen Slalomlauf womöglich eine Medaille geholt hätte, wird wegen ihrer Knieverletzung eher nicht an den Start fahren können. Im Slalom wird keine unserer Damen (wohl nur 2 am Start) in den vorderen Regionen zu finden sein.
Und bei den Herren? Vielleicht schafft es D. Cuche morgen Samstag bei total veränderten Bedingungen auf das "Stockerl". Läuft sein Ski dieses Mal - im Superski hatte er mit Sicherheit nicht das schnellste Material an den Füssen -, kann er mit einer fehlerlosen Fahrt den Sprung auf das höchste Podest schaffen. Zu gönnen wäre es ihm.
Was nur ist mit Carlo Janka los? Da wird seit vielen, vielen Monaten von einer Viruserkrankung gesprochen. Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Aus der Distanz gesehen, könnte die Symptomatik auch zu einem Übertrainingszustand passen - im Anschluss an eine Viruserkrankung. Eine mögliche Erklärung. Im jetztigen Zustand wird er den Titel als Riesenslalom-Weltmeister nicht verteidigen können. Die Anforderungen sind zu hoch. Zu hoch für einen nicht ganz gesunden Athleten.
Wären Sie konsterniert, wenn die Schweizer an dieser Ski-WM ohne Medaille blieben? Eine nicht ganz unrealistische Möglichkeit. In ein paar Jahren sieht es wieder etwas besser aus. Junge Fahrerinnen und Fahrer haben mit 11 Medaillen an der Junioren-WM ihr Potential angedeutet. Und welche Nation verkraftet schon den Ausfall von Jahrzehnte-Talenten wie Beltrametti und Albrecht?

29.1.11

Wie ich an anderer Stelle erwähnt hatte, erscheinen tagtäglich neue Leserbriefe zu den Stadtratswahlen. Leider ist den Literaten der Stoff ausgegangen: alte Weisheiten werden lauwarm aufgetischt, neue Argumente für oder gegen die Wahl von JM gibt es nicht! Die Fronten im "Wahlkampf" scheinen sich an Ort zu bewegen. Die Strategie der Gegner des aktuellen Chefs ist leicht zu erkennen. Ob sie eher nützt oder langweilt, haben Sie, liebe Leser und Wähler zu entscheiden. Wer der neue General sein wird, wissen wir in gut 2 Wochen. Die Siegessicherheit der Parteioberen und Wortführer könnte sich als trügerisch erweisen. Denn: eine Überraschung ist nicht auszuschliessen.

23.1.11


Aus mir nicht klaren Gründen hat mein Web-Programm einige Beiträge und Kommentare "verschluckt" - weiss Gott warum. Halb so schlimm. Es waren ja nicht unbedingt Weisheiten, auf welche die Menschheit sehnlichst gewartet hätte.

So fahre ich denn aktuell dort fort, wo ich vor 10 Tagen aufgehört hatte.

Jeden Tag kann sich der geneigte Leser in der "Thurgauer Zeitung" Leserbriefe zu den Bischofszeller Wahlen zu Gemüte führen. Die Stimmen, welche Josef Mattle um keinen Preis mehr als Stadtammann dulden wollen, überwiegen. Allerdings hört man seit Wochen immer wieder die gleichen Argumente, welche allein dadurch, dass man sie ständig wiederholt, nicht an Überzeugungskraft gewinnen. Die Stichwörter: Kolese, Kreisel, Stadtschreiber, Verkehrsplanung, Stimmung im Rathaus usw. Es macht wenig Sinn, auf alle Beiträge einzugehen. Die eine oder andere Bemerkung möchte ich aber doch anbringen:

- Der Präsident einer Ortspartei wiederholt die Worte des bekannten Redaktors, der Stadtschreiber sei "beliebt" gewesen. Man könnte ebenso gut das Gegenteil behaupten, je nach dem, welcher Gruppe man Gehör schenken möchte. Eine Umfrage hat meines Wissens im Städtchen nicht stattgefunden.
- Im gleichen Leserbrief wird die Geschichte bemüht: bereits vor 5 Jahren sei der damalige Stadtschreiber durch den Stadtammann zum Rücktritt "bewogen" worden. Eine Tatsache, die JM fast als Verbrechen angelastet wird. Der Leserbrief-Schreiber hat ein kleines Detail vermutlich bewusst auf der Seite gelassen: 1 Jahr nach dieser "Schandtat" wurde der Stadtpräsident trotz grossen Widerstandes seitens bekannter Kreise mit einem absoluten Glanzresultat von gegen 70% der Stimmen in seinem Amt bestätigt. Kein Kommentar! Denken kann jeder.
- Immer wieder wird die Stimmung im Stadthaus als schlecht beschrieben, vorwiegend von Leuten, welche die wahre Situation nicht kennen. Auch hier straft die neutrale Untersuchung die Besserwisser Lügen: über 70% der Mitarbeiter sind zufrieden. Lügt die Statistik oder jemand anders?
- Haben Sie gewusst, dass unser Stadtammann im Ausland "brillante Reden" hält? Sapperlot, kann ich da nur sagen. Offensichtlich gibt es Leute unter uns, welche JM zu Anlässen ins nahe Ausland begleiten. Sonst könnten sie ja kaum eine solche Feststellung unter die Menschheit streuen. Dass er ob dieser grossartigen Auftritte zu wenig Zeit für seine Hausaufgaben zur Verfügung hat, mag stimmen. Also Josef: ab sofort ist es Dir verboten, im Ausland "brillante Reden" zu halten. Setz' Dich hinter Deine vordringlichen Aufgaben und lass andere im Ausland für Bischofszell werben. Vielleicht stellt sich einer der neuen Stadträte als "Aussenminister" zur Verfügung.
- Ein besorgter Bürger stellt in seinem Leserbrief die Frage, ob es "christlich" seit, einen 61-jährigen Menschen seiner Anstellung zu berauben. Mit Sicherheit ist dies weder christlich, noch ethisch. Aber: was hat denn die heutige Politik noch mit "christlich" zu tun? Das war vor Zeiten sicher etwas anders. Zwar gibt es noch die eine oder andere "C-Partei". Beweisen diese C-Politiker im In- und Ausland mehr Ethik, mehr Charakter, mehr Moral, mehr Toleranz, mehr Grossherzigkeit, mehr Nächstenliebe? Sind sie überhaupt noch Vertreter des Christentums? Dass ich hier keine Antwort geben kann, versteht wohl jeder. Gemäss neuesten Umfragen befindet sich die CVP Schweiz im Sinkflug. Der Traum von 2 Vertretern (Mann oder Frau) im Bundesrat ist ausgeträumt. Wenn der Trend anhält, wird es in 20 Jahren wohl keinen CVP-Vertreter mehr im Bundesrat geben. Ein Verlust? Vielleicht. Vielleicht aber auch nicht.

Wie die Wahlchancen nach der Podiumsdiskussion stehen, weiss ich nicht. Ich denke aber, dass die Meinungen weitehend gemacht sind. Die wenigen Unentschlossenen lassen sich vielleicht noch für die eine oder andere Seite gewinnen. Sie könnten das Zünglein an der Waage spielen. Also: in 3 Wochen an die Urne!

Gehören die Waffen ins Zeughaus oder in die Wohnung? Die Befürworter und Gegner sind fast gleich stark. Ich lasse die Katze nicht aus dem Sack, was meine Einstellung betrifft. Nur soviel: ich habe keine Waffe zuhause. Wozu auch? Ich gehöre keinem Schützenverein an und frage mich, wie lange es zB. das "Feldschiessen" noch gibt. Schiessen liegt nicht im Trend.




29.12.10

Die Neuerungen, welche die Umstellung der "Praxis im Sandbänkli" zum "SWICA-Gesundheitszentrum" bringen, sind zum Teil auf der Site in der Seitenleiste aufgeführt. Die eine oder andere Angabe fehlt noch. Spätestens am 3.1.11 sollten alle Veränderungen bekannt sein.

Zu einem persönlichen Anliegen: wenn Sie davon überzeugt sind, dass ein Äusserung, eine Kritik oder einfach ein Statement meinerseits nicht in Ordnung ist oder der Wahrheit nicht ganz entspricht, sind Sie höflich eingeladen, Ihre Ansicht und Ihre Meinung auf eben dieser Homepage unter die Leser zu bringen. Sie wählen dazu unter der Rubrik "Gäste" das "Gästebuch" aus und fahren mit dem Cursor bis zur roten Aufforderung "hier klicken..." usw. Wenn die Ausührungen nicht unter der Gürtellinie sind, werde ich sie 1:1 auf meine Site übernehmen. Ich betrachte dieses Verhalten als einen Akt der Fairness. Nur Mut!

28.12.10

Eine ganze Reihe E-Mails sind zu meinen Äusserungen im "Marktplatz" und auf meiner Homepage eingetroffen. Nicht alle waren wohlwollend - ausnahmslos aber fair. Ich möchte mich bei allen, die mir geschrieben haben, herzlich bedanken. Dass jemand, der austeilt, auch einstecken muss, versteht sich von selbst. Es freut mich deshalb aussserordentlich, dass es bisher keine einzige Kritik gab, welche mich persönlich verunglimpft hätte. Immer ging es den Schreibenden um die Sache und um leichte oder deutliche Korrekturen zu meinen Kommentaren. Und nicht selten war die Kritik berechtigt.

26.12.10

Wir, die ganze Familie Giger, und das Praxisteam wünschen allen Lesern, allen die uns kennen und allen Patienten ein gesegnetes und frohes Neues Jahr. Möge Ihnen das Glück hold und die Zukunft wohl gewogen sein. Wir bedanken uns für die guten Wünsche und das Wohlwollen, das wir immer wieder in reichem Masse erfahren. Vergelt's Gott!

Vor 4 Jahren hatte ich mit ein paar wenigen Gleichgesinnten zusammen ein "Kommitee pro Josef Mattle" ins Leben gerufen. Viele erinnern sich, dass der alte Stadtpräsident mit einem Glanzresultat auch zum neuen gewählt wurde. Nun haben die Promoter von Ralph Limoncelli die Idee kopiert und ebenfalls ein Kommitee gegründet. Zum Einen freut es die Gründerväter der Idee; zum Anderen wird sich zeigen, ob die Nachahmer einen ähnlichen Erfolg einfahren werden. Zweifel sind nicht erwünscht, wohl aber erlaubt.
Beim Bündnis für den neuen Kandidaten RL handelt es sich um eine reine
Zweckgemeinschaft mit dem Ziel, den bisherigen Chef in die Wüste zu schicken. Das ist legal; das ist erlaubt; das ist gelebte Demokratie. Nur, wenn man einen zweiten Blick auf die ad-hoc-Formation zugunsten des neuen Kandidaten wirft, wird jedem, der die hiesigen Verhältnisse ein bisschen kennt, klar, dass darunter Männer sind, die sich sonst nichts zu sagen haben. Aber eben: ein gemeinsames Ziel führt oft Charaktere zusammen, die weit voneinander entfernt sind. Ob das gut geht? In 2 Monaten haben wir die Antwort.

22.12.10

Langsam aber sicher tauchen Kandidatinnen und Kandidaten für den Stadtrat auf. Hoffentlich werden es bald noch mehr. Hut ab vor jenen Menschen, die sich in dieser nicht leichten Situation für die Aufgabe melden. Der Wähler dankt es.

Ich hatte kurz eine Passage auf meiner Homepage, welche hier nicht hingehört. Darin hatte ich Christian Steiner in unfairer Weise abqualifiziert. Ich habe den Text entfernt und CS um Verzeihung gebeten. Ich hoffe, dass die unerfreuliche Angelegenheit, die ich zu verantworten habe, damit erledigt ist. Ich habe mir fest vorgenommen, künftig keine Äusserungen mehr zu machen, welche die betroffene Person beleidigen. Dass ich nun zu jedem und allem schweigen werde, ist nicht zu erwarten. Alles käme in unserer nicht mehr gerade ehrenhaften Gesellschaft noch schlimmer heraus, wenn es keine Rufer in der Wüste gäbe....


20.12.10

Christian Steiner, der sich als Kandidat für die Stadtbehörde zurückgezogen, und der Stadtschreiber, der sich von Bischofszell verabschiedet hat, legen Wert darauf, dass ich die eine oder andere Äusserung in meiner Homepage korrigiere, weil die Fakten etwas anders gelagert seien. Es ist mir ein Anliegen, mich bei den Herren zu entschuldigen, sofern ich ihnen Unrecht getan habe. Bei Herrn Steiner ist es so, dass er die Dinge aus einem anderen Blickwinkel sieht als ich. Mit grosser Sicherheit habe ich nichts geschrieben, was nicht der Wahrheit , wie sie mir präsentiert wurde, entspricht. Falls doch, müsste ich meine Informanten ins Gebet nehmen, was ich vermutlich auch tun werde. Es liegt mir fern, jemand aus persönlichen Gründen zu diffamieren. Als Nicht-Politiker ohne Ambitionen auf ein Amt habe ich persönlich ja nichts zu verlieren - bis auf die Glaubhaftigkeit. Bei Herrn Müller, dem ehemaligen Stadtschreiber, möchte ich mich für meinen Fehler entschuldigen: ich habe fälschlicherweise geschrieben, ihm sei gekündigt worden. Das entspricht nicht den Tatsachen. Er hat selber gekündigt, weil er das Verhältnis zu seinem Chef als untragbar empfunden hat. Ich habe den Fehler im betreffenden Artikel korrigiert. Sorry.

Vielleicht darf ich noch erwähnen, dass ich mich keiner Partei (mehr) gegenüber verpflichtet fühle. Ich hoffe, dass es den Verantwortlichen gelingt, möglichst viele Kandidaten für den Stadtrat zu finden, damit wir eine echte Auswahl haben. Entscheidend für mich sind Können, Charakter und Format. Nichts mehr und nichts weniger.

18.12.10

Als aufmerksamer Beobachter im Hintergrund fallen mir Ereignisse und Vorgänge auf, welche einen Teil der Bischofszeller nicht kalt lassen. In den nächsten Tagen werden die folgenden Zeilen da und dort zu lesen sein:

"Bischofszeller Zustände" oder die Gedanken eines kritischen Bürgers

Dem aufmerksamen Beobachter ist nicht entgangen, dass kaum ein Tag vergeht, in welchem nicht über den amtierenden Stadtpräsidenten geschrieben wird. Dass der lokale Redaktor in den letzten Jahren kein gutes Wort über Josef Mattle zu Papier gebracht hat, ist nicht nur mir aufgefallen. Die in mehr oder weniger regelmässigen Abständen veröffentlichten Artikel haben nur das eine und einzige Ziel, den Gemeindevorsteher systematisch zu demontieren. Von Objektivität, von Sachlichkeit, von Nüchternheit keine Spur! Nur die eine Seite kommt zu Wort; nur die negativen Schlagzeilen haben Gewicht; nur Gift und Galle zeigen beim unvoreingenommenen Leser eine gewisse Wirkung. Die Moral bleibt auf der Strecke. Bedeutet dem Journalisten von heute die Wahrheit nichts mehr, wenn sie seinen Absichten zuwider läuft? Ein kleiner Trost nur, dass das Niveau viel tiefer nicht mehr sinken kann.

In der halben Ostschweiz sind die "Bischofszeller Zustände" zu einem geflügelten Wort geworden. Darunter sind die weitherum bekannten Dissonanzen im Stadtrat zu verstehen, welche seit Jahr und Tag das Regieren in unserem kleinen Städtchen schwer machen. Zu einfach ist es, die Schuld an der Misere dem Stadtammann allein in die Schuhe zu schieben. Wenn eine Kollektivbehörde versagt, gibt es nicht nur einen einzigen Schuldigen. Vielmehr sitzt dann die ganze Mann- und Frauschaft auf der Anklagebank. Alle Mitglieder mit Ausnahme des Präsidenten dürfen sich gegen die nicht immer falschen Vorwürfe wehren. Nur dem Chef ist es aus Gründen der Diskretion und des Amtsgeheimnisses nicht möglich, sich zu verteidigen. Niemand wird behaupten, dass Josef Mattle über die vielen Jahre hinweg und vor allem im Verlaufe der letzten Wochen ohne Fehl und Tadel war. Niemand wird ihn als Engel auf Erden bezeichnen. Niemand wird ihm attestieren, dass er den Stadtrat immer souverän geführt hat. Aber: wäre dies in Anbetracht der "Flexibilität" der Mitglieder unserer Behörde überhaupt möglich gewesen? Hat er alles, gar alles falsch gemacht? Hat er Bischofszell in den Abgrund geführt? Wurden nicht einige seiner vielen guten Ideen realisiert? Nur, wer berichtet schon davon?

Schenkt man den neuesten Worten des Bischofszeller Redaktors nur ein bisschen Glauben, was manch einem sicherlich nicht so leicht fällt, dann war unser Stadtschreiber, der seine Stelle gekündigt hatte, ein Heiliger aus der ersten Reihe! Was der nicht alles für Bischofszell getan hat! Selbstlos bis hin zur Aufopferung! Und dann diese fast tonnenweise Dankesschreiben, welche beinahe zum Kollaps der Post und zum Absturz des Internets geführt hätten. Donnerwetter! Ein Prachtkerl! Ein Prachtkerl? Keine dunkle Seite? Keine Fehler? Keine Aktionen hinter dem Rücken des Chefs? Keine Unterlassungen? Keine Halb- und Unwahrheiten? Die Zeit wird die Verhältnisse ins richtige Licht rücken. Dann ist es allerdings für den angeklagten JM vermutlich zu spät.

Alle ehemals bedeutenden Bischofszeller Parteien haben sich für einen neuen Stadtammann und damit für einen Neubeginn entschieden. Wenn gewisse Wortführer schon die Absicht äussern, neu anfangen zu wollen, müssten dann nicht auch die beiden bisherigen Stadtratsmitglieder auf eine Wiederwahl verzichten? Macht es Sinn, eine Frau im AHV-Alter, welche wie ihr wieder kandidierender Kollege an den Animositäten im Stadtrat nicht unbeteiligt war, erneut ins Rennen zu schicken? Tun sich CVP und SP so schwer, eine wählbare Person zu finden? Der unabhängige und mündige Stimmbürger wird sich wohl überlegen, wem er sein Vertrauen schenken will. Dabei wird er sich kaum den Mund verbieten lassen und blindlings der Wahlempfehlung der Parteioberen folgen.

Über die Qualitäten des jungen Gegenkandidaten wurde schon viel geschrieben. Ohne Zweifel bringt er gute Voraussetzungen mit. Dagegen ist nichts einzuwenden. Die Frage, ob er sich Bischofszell als kurze Zwischenstation auf dem Weg zu höheren Zielen ausgewählt hat, bleibt offen. Immerhin ist Bischofszell zuzeit noch in der Kantonsregierung vertreten. Für einmal ist Spekulieren erlaubt....

12.12.10

Das politische Leben in Bischofszell bleibt für die nächsten Monate interessant. Herr Steiner hat sich zurückgezogen und möchte weder Präsident noch Stadtrat werden. So verbleiben im Augenblick die beiden bekannten Kandidaten. Es werden mit Sicherheit weitere Zeitungsartikel erscheinen, welche den bisherigen Stadtammann in die Hölle wünschen und den neuen Anwärter in den Himmel heben. Ob die Entscheidung schon gefallen ist? Wohl kaum. Sonst könnte sich ja die vermeintliche Siegerseite bequem zurücklehnen und der Dinge harren, die da (nicht?) kommen. Finden Sie nicht auch, dass der Schwarz-Weiss-Malerei die Farbe abgeht? Finden Sie nicht auch, dass die bisherigen Schriftwerke allzu einseitig waren? Finden Sie nicht auch, dass hinter der eher umstrittenen Stimmungsmache vorwiegend Leute stehen, die mehr Einfluss auf die Stadtregierung nehmen wollen? Vielleicht täusche ich mich. Vielleicht bin ich im Unrecht. Vielleicht sehe auch ich die Sache zu einseitig. Die Wahlen werden die Fragen beantworten.

9.12.10

Die Würfel sind gefallen; die Katze aus dem Sack. Wenn nicht noch ein wilder Kandidat ins Rennen steigt, wird es bei den Bischofszeller Stadtratswahlen zu einem Zweikampf um das Präsidium zwischen den Herren Mattle und Limoncelli kommen. Offensichtlich hat der 3. Bewerber, Herr Steiner, eingesehen, dass er nicht den Hauch einer Chance gehabt hätte. Eine kluge Einsicht.
Würde man auf die Parteipräsidenten und die paar aktiven Mitglieder der jeweiligen Parteien hören, wäre die Wahl entschieden, noch ehe sie stattgefunden hat. Alle haben sich in seltener Eintracht auf den neuen Kandidaten eingeschworen. Die unheilige Allianz hat entschieden, Josef Mattle zum Abschuss frei zu geben. Wenn der Schuss nur nicht nach hinten hinaus geht! Denn, die meisten Wähler aus Bischofszell sind weder Parteimitglieder noch folgen sie blindlings den Parolen jener gescheiten Leute, die alles besser wissen (wollen). Wenn man sich das veröffentlichte Sündenregister unseres Stadtammanns zu Gemüte führt, wird man den Eindruck nicht los, dass es nicht eine einzige positive Eigenschaft gäbe, die es verdienen würde, erwähnt zu werden. Noch ist nicht aller Tage Abend; noch ist das Rennen nicht entschieden; noch haben sich jene Menschen, die JM weiterhin unterstützen, nicht zu Wort gemeldet. Wie heisst es doch so treffend: wer zuletzt lacht....

Dass die Schweizer Clubfussballer international keinen Fuss vor den anderen bringen, hat man gestern Abend beim Spiel Bayern München gegen Basel hautnah miterleben können. Die hochgelobten Torschützen, im eigenen Land gerne mit Weltklasse geadelt, haben auf der ganzen Linie versagt. Es fehlt ihnen schlicht und einfach an Klasse. Ist das schlimm? Überhaupt nicht. Unser Fussball ist und bleibt bescheiden. Immerhin ein Auffangbecken für Profis aus aller Herren Länder, die ihrer internationalen Drittklassigkeit wegen in einem guten ausländischen Club keinen Stammplatz gefunden haben. Entwicklungshilfe der besonderen Art..... Übriges: wissen Sie vielleicht, wieviele echte Schweizer beim FC Basel spielen? Nein? Schauen Sie sich einmal die Aufstellung an. Allerdings sieht es bei den anderen Clubs der oberen Ligen nicht viel anders aus.

6.12.10

Wird die Luft für den amtierenden Stadtammann dünn, nachdem sich mit einer Ausnahme alle Vorstände der massgebenden Parteien für den neuen Kandidaten ausgesprochen haben? Auf den ersten Blick ganz sicher! Auf den zweiten? Abwarten. Das Heu ist noch nicht in der Scheune, das Holz noch nicht im Ofen. Vielleicht erhebt sich da und dort noch die eine oder andere Stimme für Josef Mattle. Denn, ganz alles kann er ja nicht falsch gemacht haben, wie es uns die Wortführerer der Gegnerschaft weismachen wollen. Zudem stellt sich der eine oder andere kritische Bürger mit Recht die Frage, was mit jenen bisherigen Mitgliedern des Stadtrates geschehen soll, die erneut kandidieren?? Haben diese unser Vertrauen verdient? Meiner persönlichen Ansicht nach überhaupt nicht. Im weiteren macht es wohl kaum viel Sinn, eine Frau wieder zu wählen, die im AHV-Alter steht. Wenn die Stimmungsmacher schon auf die Parole "jung" setzen, müssten sie zumindest ein bisschen konsequent sein und nach jüngeren Kandidatinnen und Kandidaten Ausschau halten. Konsequent sein heisst manchmal auch, den unbequemeren Weg wählen. Heisst manchmal auch, parteipolitische Überlegungen in den Wind zu schlagen. Wo finden sich die mutigen unter den Königsmachern? Suchen wir sie vergebens? Vielleicht gibt es in den nächsten spannenden Wochen eine Antwort.

2.12.10

Die Mehrheit der Bischofszeller möchte kein Holzkraftwerk. Das Volk hat entschieden. Schade, schade lamentieren die Befürworter; gut so, jubeln die Sieger. Ein wahrscheinlich gutes Projekt wurde bachab geschickt, weil es den betroffenen Anwohnern gelungen ist, viele Stimmbürger für ihr Anliegen zu gewinnen. Die grundsätzlich konservative und allem Neuen gegenüber kritische Bischofszeller Mentalität hat sich nicht zum ersten Mal durchgesetzt. Ob eine derartige "Negativ-Haltung" für die Zukunft Gutes verspricht? Wohl kaum. Potentielle Investoren werden sich hüten, in Bischofszell Geld in die Planung eines grösseren Projektes zu investieren, wenn sie davon ausgehen müssen, dass Bischofszell der Zukunft misstraut und im Zweifelsfall nein sagt. Wird unser Städtchen zur reinen Schlafstätte? Was geschieht wohl, wenn es der BINA in naher Zukunft nicht mehr so gut gehen sollte? Wieviele junge Menschen verlassen Bischofszell, weil sie keine Perspektiven sehen? Wie hoch wird das Durchschnittsalter der Einheimischen in 10 oder 20 Jahren sein? Ohne eigenen Nachwuchs sieht unsere Zukunft düster aus, sehr düster sogar.
Vielleicht handelt es sich hier um die Worte eines Realisten oder gar Pessimisten, den man nicht ernst nehmen darf. Vielleicht. Vielleicht aber um Gedanken, welche die eigene Gartenmauer überwinden und in eine nahe Umgebung blicken, in der sich nichts verändert. Gleichstand ist Rückschritt. Bewegen wir uns wo möglich rückwärts?

Im Augenblick sind 3 Kandidaten für das Amt des Stadtammanns bekannt. Gut möglich, dass sich die Zahl der Bewerber in den nächsten Wochen noch erhöht. Über die Chancen der 3 Männer zu spekulieren ist müssig, da noch nicht bekannt ist, wer für wen Stimmung machen wird. Eines ist sicher: noch gibt es keinen klaren Favoriten. Wohl aber einen eindeutigen Anwärter auf den 3. Rang, was in diesem Falle keinen Podestplatz bedeuten würde.

27.11.10

Sie haben es sicher bemerkt: ich habe die eine oder andere Foto unseres aktuellen Praxisteams in die Homepage aufgenommen. Dass ich für einmal Hahn im Korb bin, soll die Männer nicht neidisch machen.

Advent - Vorbereitung auf Weihnachten. Zeit der Besinnung, Zeit der inneren Einkehr, Zeit über sich und die Welt nachzudenken. Der ursprüngliche Sinn des Advents ist uns völlig verloren gegangen. Der Lauf der Zeit macht vor nichts halt. Die Besinnung ist dem Konsum gewichen; das christliche Gedankengut wurde dem Geschäftssinn geopfert; die stille Einkehr wird durch die laute Geschäftigkeit übertönt. Grund zur Trauer? Eher Gelegenheit, sich Fragen zu stellen. War früher alles besser? Wie geht es weiter? Niemand weiss es.

In Bischofszell - vermutlich auch anderswo - gibt es die "Interpartei", eine ad-hoc-Formation, die aus den Präsidenten und Vorstandsmitgliedern der Ortsparteien gebildet wird. Diese Interpartei hat nun einen valablen Gegenkandidaten für das Amt des Stadtpräsidenten gefunden. Der Name des Auserwählten ist mir bekannt. Die Öffentlichkeit wird wohl demnächst informiert. Was ist vom Vorgehen der Hobbypolitiker zu halten? Jeder wird seine eigene Meinung bilden. Als Wortführer einer anderen Gruppierung werde ich zusammen mit den Gleichgesinnten demnächst die Strategie für die Stadtratswahlen im Februar 11 festlegen. Soviel sei verraten: die Stadträtinnen und Stadträte, die zur Wiederwahl antreten, werden keinen leichten Stand haben.

Der Name "Praxis im Sandbänkli" hat am 31.12.10 ausgedient. Schade - aber unumgänglich. Ab dem 1.1.11 muss man sich an den Namen "SWICA Gesundheitszentrum Bischofszell" gewöhnen. Wetten, das die vertraute Bezeichnung noch lange in den Köpfen unserer langjährigen Patienten und Patientinnen haften bleibt. Offen gestanden: ein wenig Trauer kommt bei mir schon auf.

21.11.10

Bischofszell hat der Kolese-Stiftung einen Korb gegeben. Wohl eine gute Lösung. Als wenig Informierte hatte man bei der ganzen Sache ein ungutes Gefühl. Aus und vorbei. Schluss.

Zwei Vertreter namhafter Bischofszeller Betriebe (BINA und HAURI AG) haben sich ganz klar für das Holzkraftwerk ausgesprochen. Gewichtige Stimmen von Männern, die etwas zu sagen haben. Die Befürworter jubeln, die Gegner machen bisher die Faust im Sack. Die SP nimmt Rücksicht auf die betroffenen Bewohner und erklärt Stimmfreigabe. Ganz sicher auch kein falscher Entscheid. Es wird kommen wie es kommen muss. Bleibt zu hoffen, dass der demokratische Entscheid, der bald fallen wird, von Siegern und vor allem von den Verlierern mit Fairness und Würde entgegengenommen wird.
Dass der Stadtammann aus der lokalen CVP ausgetreten ist, haben wir nach unserer Rückkehr aus Afrika erfahren. Ein Schritt, der jeder versteht, welcher den kurvenreichen Kurs der Ortspartei in den letzten Jahren verfolgt hat. Die Partei nennt sich immer noch "christlich". Theorie und Praxis stehen sich da frontal gegenüber. Kein weiterer Satz zum Widerspruch von Theorie und Praxis. Nur noch soviel: ich kenne noch 2 andere, nicht ganz unbedeutende Personen in Bischofszell, die per Ende Jahr den Austritt aus der Ortspartei geben. Dabei wird es vermutlich nicht bleiben....

18.11.10

Kolese, Holzkraftwerk, Umzonungen, baldige Wahlen - in Bischofszell ist der Teufel los, möchte man im ersten Augenblick meinen. Die Suppe wird nicht so heiss gegessen, wie sie gekocht wird.
Aber hübsch der Reihe nach:

Kolese hat wohl keine Chance! Das Eigenleben, welches die Stiftung als eines ihrer Ziele vorgibt, führt zur Ein- oder Ausgrenzung, je nach dem, von welchem Standpunkt aus man die Situation betrachtet. Das Resultat ist das gleiche: ein Dorf im Dorf. Wer will dies schon? Und niemand hat bisher nachgefragt, woher das viele Geld kommen soll. Es wäre zumindest interessant zu wissen, wer als Geldgeber hinter dem fragwürdigen Projekt steht. Ist das ganze vielleicht nur eine Luftblase, nur Schall und Rauch?
Nachdem zwei Stadträte, die dem Projekt zumindest wohlgesinnt waren, den Gegenwind verspürt hatten, haben sie fluchtartig die Seiten gewechselt - gerade so, wie es Wendehälsen gut ansteht! Und einer unter ihnen möchte noch Stadtpräsident werden. Allerhand. Zupass kommt den beiden Deserteuren die nicht eben gute Stimmung im Stadtrat. Und wieder einmal ist an allem der Chef schuld:
er hätte zu schlecht informiert, wichtige Dossiers zurückbehalten und der Unwahrheiten mehr. Wie wäre es mit ein bisschen Eigen-Initiative? Hätte nicht die Möglichgkeit bestanden, sich vorgängig zu informieren? War dies vielleicht zu aufwändig? Einfach die Schuld immer einem anderen in die Schuhe zu schieben, ist eine denkbar fiese Variante. Es stünde einem, der sich zu Höherem berufen fühlt, wohlan, vielleicht auch einmal einen Eigenfehler zuzugeben. Aber dazu braucht es Charakter.

Das Holzkraftwerk steht noch nicht, noch lange nicht. Die Argumente der Befürworter und Gegner neutralisieren sich. Es besteht die grosse Gefahr, dass das gute Augenmass auf beiden Seiten verloren geht und die Abstimmung fast zu einer Glaubensfrage wird: glaubt man den überzeugenden Voten der Befürworter oder neigt man eher auf die Seite der zahlreichen Gegner? Als Laie weiss man nicht so recht, wem man glauben soll. Viele Bischofszeller werden voraussichtlich einen emotionalen Entscheid treffen, weil sie einfach nicht wissen, auf wen sie mehr hören sollen. Mir geht es im Übrigen fast gleich, obwohl ich mich nicht für ausgesprochen dumm halte (kann eine Selbsttäuschung sein...). Wem ich meine Stimme gebe, bleibt hier unbeantwortet.

Die Umzonungen haben zumindest einen indirekten Zusammenhang mit den beiden aufgeführten Projekten. Meines Erachtens schüfe die Neu-Einteilung gute Voraussetzungen für ein organisches Wachsen der Gemeinde. Mit einem "JA" vergibt man nichts. Die chronischen Nein-Stimmer sind mit meiner Äusserung sicher nicht einverstanden. Halb so schlimm.

Was wurde nicht schon alles über die bevorstehenden
Stadtratswahlen geschrieben?! Wieviel Zeit und Tinte vergeudet! Alle Stadträtinnen und Stadträte haben sich auf Sepp Mattle eingeschossen. Das war vor 4 Jahren auch so. Und wenn jene Kandidatinnen und Kandidaten, die schon damals nicht mehr mit JM zusammen arbeiten wollten, nur ein klein bisschen konsequent gewesen wären, hätten sie die Wahl damals nicht angenommen. Doppelzüngigkeit ist in der Politik die am weitesten verbreitete Eigenschaft. Man ist bereit, Schwüre zu brechen und über Leichen zu gehen, wenn es dem eigenen Vorteil dient. Und die "Volksvertreter" sind längst ausgestorben; die Eigeninteressen sind das Credo.

Fussball wurde auch wieder einmal gespielt. Gar nicht mal so schlecht gegen einen bescheidenen Gegner. Für einmal wäre ein Sieg der Schweizer Nati verdient gewesen. Alex Frei hat sich auf seine eigene Art und Weise rehabilitiert. Wetten, dass er im Team bleibt!

15.11.10

Ganz offensichtlich sind viele Patienten, die nicht Mitglieder bei der SWICA sind, verunsichert: sie haben von ihren Kassen die Mitteilung erhalten, dass Dr. Giger aus dem Hausarztmodell ausgestiegen sei und somit den Kranken, die weiter unsere Praxis besuchen, die vorgesehene Prämienvergünstigung nicht mehr gewährt werden könne. Ganz offensichtlich war im Brief, den unsere Patienten von der SWICA erhalten hatten, nicht die ganze Wahrheit dargelegt worden. In der Zwischenzeit wissen wir, dass die CSS beim von der SWICA gezimmerten Hausarztmodell nicht mitmacht. Gemäss Auskunft von Entscheidungsträgern der SWICA sind fast alle anderen Kassen dabei. Dies bedeutet konkret, dass vor allem für die CSS-Versicherten nur die Wahl zwischen höheren Prämien, einem Übertritt zur SWICA oder einem Wechsel des Hausarztes bleibt. Jene Patienten, die aus wirtschaftlichen Gründen dem Hausarztmodell treu bleiben müssen, tun uns sehr, sehr leid. Viele jahrelange Beziehungen gehen in Brüche - ein aus meiner Sicht hoher Preis für meinen Entscheid für die SWICA.

Frau Dr. Greiner und das ganze Praxisteam haben während meiner Ferienabwesenheit grossartig gearbeitet. Herzlichen Dank. Das ausnahmslos positive Echo von Seiten der Patienten zeigt mir, dass die Praxis auch ohne mein Mitwirken hervorragend funktioniert. Das beruhigt. Das tut gut. Das lässt für die Zukunft hoffen.

An der Grippefront ist es bis jetzt ruhig geblieben. Ganz im Gegensatz zur hektischen Nervosität im letzten Jahr. Ein Ansturm auf die Grippeimpfung hat nicht stattgefunden. Wir können den Bedarf gut abdecken.

22.10.10

Die organisatorische Umstellung auf das SWICA-Zentrum ist in vollem Gange. Vieles bleibt beim alten, manches wird neu. Am meisten Mühe wird uns wohl die Einführung der neuen Praxis-Software bereiten. Zwar gehören wir seit 6 Jahren zu den noch immer wenigen Praxen in der Schweiz (weniger als 20%), welche mit einer elektronsichen Krankengeschichte (KG) arbeiten. Eine teure Investition damals, die wir aber keine Sekunde bereut haben. Niemals würden wir zum alten, "verjährten" System zurückkehren. Klar, dass wir nach einer gewissen Angewöhnungszeit auch das neue Programm in den Griff bekommen werden. Dass wir neues Personal zur Seite gestellt bekommen, hat mit den längeren Öffnungszeiten zu tun. Die Personalfragen werden künftig ohne mein Zutun gelöst. Eine erste, grosse Erleichterung für mich. Zudem werde ich mich ab dem 1.1.11 daran gewöhnen müssen, am Morgen 30 Minuten Pause zu machen. Ob ich dies nach 32 Jahren ohne Sprechstunden-Unterbruch schafffen werde? Wie heisst es doch so schön: man ist nie zu alt, Neues zu lernen..

Gute Kunde für die Angestellten: wegen Umstellungsarbeiten müssen wir die Praxis zwischen Weihnachten und Neujahr schliessen. Bisher habe ich unter den Mitarbeiterinnen keine gefunden, welche ob dieser Nachricht Tränen vergossen hätte.....

Bereits haben wir mit den Grippeimpfungen begonnen. Etwas früher als geplant. Überlegungen zur Imfpung finden Sie unter der Rubrik "Fachliches".

16.10.10


Für einmal lag ich mit meinen Fussball-Tipp völlig daneben. Auch wenn die Leistung der Nati keinesfalls glorreich war und der Sieg erst durch einen eher geschenkten Penalty gesichert werden konnte, gab es mit den 3 Punkten eine reiche Ernte gegen einen sehr, sehr biederen Gegner. Vielmehr zu reden als der Sieg gab und gibt die causa Frei. Dass sich der Trainer OH hinter Frei stellt, ist nur schon deshalb logisch, weil er damit sein stures Festhalten an einem Spieler rechtfertigen muss. An einem Spieler, der seit vielen, vielen Länderspieln neben den Schuhen steht und kaum noch einen Ball trifft. An einem Spieler, welcher den Spielfluss hemmt und kaum noch einen Freistoss vernünftig tritt. An einem Spieler, der offensichtlich wie sein Coach nicht einsehen möchte, dass er auf internationalem Niveau schon längst nicht mehr mithalten kann. Ein freiwilliger Rücktritt von AF wäre für alle die beste Lösung. Nicht aus Trotz gegen die Pfiffe, sondern aus der Überzeugung heraus, dass die spielerischen Mängel selbst in einer schwachen Mannschaft unübersehbar sind. Die vielen Tore sind Vergangenheit. Wann endlich kommt auch OH zu dieser Einsicht?

Die "grosse" Politik gibt nach den Bundesratswahlen nichts her. Die lokale Presse bzw. der lokale Redaktor scheint im Kampf gegen den amtierenden Stadtammann das erste Pulver verschossen zu haben. Nun werden die Gewehre nachgeladen. Bleibt abzuwarten, welche negativen Eigenschaften als nächstes journalisch aufbereitet werden. Vielleicht finden wir in den nächsten Wochen auch einmal eine positive Meldung über unseren Stadtammann. Wenn die Hoffnung nicht wäre...
Im Hintergrund werden von allen Parteien Kandidaten und Kandidatinnen für den Stadtrat gesucht. Ich selber beteilige mich auch an der Suche. Dabei achte ich allerdings weder auf eine allfällige Parteizugehörigkeit, noch auf die Herkunft. Für mich zählen nur Können und Charakter. Viele, viele Bewohner unserer kleinen Stadt hätten die Fähigkeiten und die Voraussetzungen, die gestellte Aufgabe zu übernehmen. Nur wenige wollen aber wirklich. Es ist ein Zeichen der Zeit, dass immer weniger Menschen bereit sind, irgend ein Amt zu übernehmen, sie es nun bezahlt oder ehrenamtlich. Oft braucht es intensive Überzeugungsarbeit. Noch haben wir Zeit. Noch ist nicht alles verloren. Noch bleibt die Hoffnung. Und wenn Sie, liebe Leserin, lieber Leser, gerne im Stadtrat mitmachen möchten, dürfen Sie sich vertrauensvoll an mich wenden. Diskretion ist für mich selbstverständlich.

Ob das Holzkraftwerk kommt?? Für mich als Laien, der die Argumente der Gegner und Befürworter einigermassen kennt, ist es schwierig, klar Stellung zu beziehen. Auch von den Experten bekommt man ja konträre Argumente zu hören. Für Bischofszell und unseren Wald wäre das Werk wohl ein Segen. Für die Anwohner - so viele sind es nicht - eher ein Fluch. Die BINA könnte Unmengen an Öl einsparen. Die Umwelt würde es danken. Nur: wer ist schon bereit, dies zu glauben, wenn ihm das Gebäude die Aussicht auf die Stadt raubt? Allerdings zweifle ich daran, ob die betroffenen Bewohner im Lettenquartier jede freie Minute den Blick Richtung Bischofszell Stadt schweifen lassen. Mit oder ohne Kraftwerk. Und so oft im Jahr können wir den Balkon auch nicht geniessen. Vermutlich wird noch viel geschrieben und geredet, bis es zur Abstimmung kommt. Die Entscheidung wird vermutlich eng werden. Und meine Stimme? Abwarten.

9.10.10

Nachher ist man immer klüger! Lohnt es sich überhaupt noch etwas über die sehr, sehr schwachen Schweizer Fussballer zu schreiben? Man darf es nun glauben oder nicht:
gestern Morgen, Stunden vor dem Spiel Montenegro-Schweiz, war ein Pat., bekennender Fussballfan (ML), in meiner Praxis. Wir beide gaben Tipps über den bevorstehenden Match ab. Ich tippte auf einen 1:0 Sieg der Montenegriner! Ich fügte aber an, dass die Schweiz noch einen Elfmeter verschösse - wie damals vor vielen Jahren gegen Aserbeidschan Murat Yakin. Nun, unsere Mannschaft ist . einfach schlecht. Schlicht und ergreifend. Ohne Rasse, ohne Klasse, ohne Witz, ohne Kreativität. Null und nichts! Soll man sich darüber ärgern? Es lohnt sich nicht. Die Schweiz wird in der FIFA-Weltrangliste langsam aber sicher auf einen Platz um die 50 bis 60 abrutschen. Dorthin gehören wir im Moment auch. Sicher nicht an die EM, sicher nicht auf Platz 21. Man kann nun auch den Trainer in die Pflicht nehmen. Das bringt nichts. Uns fehlen einfach gute Spieler. Und, dass Frei in der Nati keine Tore mehr schiesst, ist wohl bekannt. Sollte man ihn nicht einmal draussen lassen? Zum Beispiel gegen Wales? Wer soll für ihn spielen? Haben Sie vielleicht eine Idee? - Ach ja, mein Tipp gegen Wales! Im besten Fall ein 0:0.

Die lokale Presse, das heisst der lokale Redaktor UB, lässt am Stadtammann keinen guten Faden. Nicht einen dünnen. Hat er wohl einmal gegen ihn ein Gefecht verloren? Erinnert er sich an die letzten Wahlen, als seine nicht gerade edlen Bemühungen die Wiederwahl nicht verhindern konnten? Wenn er schreibt, JM sei das letzte Mal "gut" gewählt worden, hat er ein schlechtes Gedächtnis oder eben - wie nicht ganz selten - ungenügend recherchiert: meines Wissens wurde noch nie ein Bischofszeller Stadtammann so gut gewählt.... Von wegen "gut" gewählt. Ein Journalist sollte über der Sache stehen und nicht die Sachlichkeit zugunsten der subjektiven Gefühle vermissen lassen. Immerhin: es kann schlimmer nicht mehr werden. Ich selber kenne nicht einen einzigen Menschen, auch keinen von der Presse, der nur, nur schlechte Eigenschaften hätte. Es braucht Charakter und Mut, einem Gegner zur Abwechslung einmal ein Lob auszusprechen. Aber darauf warten wir wohl vergeblich.

6.10.10

Die Wogen haben sich geglättet; jene Wogen, die nach der Bekanntgabe meines Entscheides, die Praxis per 1.1.11 an die SWICA zu verkaufen, aufgebrandet waren. Eine Aussprache in fairem Rahmen hat zu einer Beruhigung der Lage geführt. Differenzen sind geblieben. Differenzen, die sich aus der Sache ergeben. Damit können wir alle leben.
Die eine oder andere Erläuterung scheint mir notwendig zu sein, wie sich aus Fragen besorgter Patienten ergibt. Ich fasse die wichtigsten Fakten kurz noch einmal zusammen:

1. nur die Praxis mit den Einrichtungen, dem Mobiliar und den Medikamenten und Instrumenten geht an die SWICA über;
2. das Haus bleibt im Besitz der Familie Giger;
3. das Personal wird von der SWICA übernommen;
4. was mich betrifft, so habe ich mich vertraglich verpflichtet, 3 Jahre mit einem Vollpensum für die SWICA weiter zu arbeiten;
5. die Leitung der Praxis bleibt in meinen Händen;
6. alle Patienten, wirklich alle, unabhängig von der Kassenzugehörigkeit, sind herzlich eingeladen, unsere Praxis in Anspruch zu nehmen.

Vor allem bei den ausländischen Patienten herrscht eine gewisse Unsicherheit vor. Mehrmals wurde mir in einer zufälligen Begegnung eröffnet, wie schade es sei, dass ich per Ende 2010 aufhören würde..... Es ist mir jeweils gelungen, die Besorgnis zu zerstreuen.

Mehr zu reden in Bischofszell gibt im Moment der Knatsch im Rathaus! Klar doch! Wahlen stehen ins Haus. Da ist doch der eine oder andere bereit, auf den Stadtammann los zu schiessen, in der Hoffnung, er könnte das Amt nach den Wahlen im Februar oder März 2011 übernehmen. Und wenn in der lokalen Presse der hiesige Redaktor schreibt, der ausgemusterte Stadtschreiber sei beim Volk "beliebt" gewesen, hat er die gelobte Person offensichtlich verwechselt - oder aber, er kennt die wahre Stimmung bei der Bevölkerung nicht. Es wäre nicht das erste Mal, dass der Journalist nicht die Stimmung bei den Bischofszellern, sondern sein eigenes Wunschdenken zu Papier bringt. Ein Verhalten, das vielleicht dazu dienen soll, die Weichen in jene Position zu bringen, welche dem Schreiberling in den Kram passt. Papier ist geduldig. Auch die Unterlage, auf welcher ich jetzt schreibe....

Nicht nur die Spatzen pfeifen es seit Jahren von den Dächern, wie schlecht die Stimmung im Stadtrat sei. Zu einfach ist es wohl, den üblen Zustand in unserer Regierung dem Stadtammann allein in die Schuhe zu schieben. Zu einseitig sind die Informationen, welche bisher in der Presse verbreitet wurden. Zu grobschlächtig ist es wohl, den Seelenzustand der Mitarbeiter/innen im Rathaus als fast depressiv zu bezeichnen. Und daran soll alleine der Chef schuld sein? Dass der Führungsstil nicht in jedem Falle als tadellos bezeichnet werden kann, darf angenommen werden. Dass sich alle Stadtratsmitglieder - auch die beiden Damen von der CVP - vor Monaten in einem gemeinsam abgefassten Brief in scharfen und wenig schmeichelhaften Worten gegen Josef Mattle ausgesprochen haben, ist mittlerweile bekannt. Dass nun einer, der während Jahren immer wieder versichert hat, er würde niemals gegen den Stadtammann antreten, "plötzlich" eine Kehrtwende macht, erstaunt nur jene, welche diesen Beteuerungen geglaubt hatten. Ich gehöre nicht dazu.

Mit Bekannten und Gesinnungsfreunden werde ich mich noch vor Ende Jahr zusammensetzen und das weitere Vorgehen planen. Eines ist sicher: "ungeschoren" kommt der bisher einzige Gegenkandidat nicht über die Runden.

26.9.10

Auf der privaten Seite habe ich ein paar Fotos von unserer Kurzreise nach Split hochgeladen. Vielleicht hat der eine oder andere Leser Freude daran.

Im Übrigen hat die gute Stimmung, welche normalerweise unter den Bischofszeller Ärzten herrscht, unter meinem Entschluss, die Praxis per 1.1.11 an die SWICA zu verkaufen, deutlich gelitten. Dabei werden unter den Kollegen Halbwahrheiten und Spekulationen herumgeboten, über die ich nur den Kopf schütteln kann. Dass die SWICA nicht herkommt, um eine marode Praxis zu übernehmen, ist selbstverständlich. Dass sie das diagnostische und therapeutische Angebot im Laufe der Jahre erweitern möchte, ist auch leicht zu verstehen. Dass sie dabei den wirtschaftlichen Standpunkt berücksichtigt, erstaunt keinen. Dass in diesem Bestreben dem SWICA-Arzt Abklärungs- und Therapievorschriften gemacht werden sollen, stimmt hingegen
nicht. Die ärztliche Entscheidungsfreiheit ist mir vertraglich
zugesichert.
Sauer aufgestossen ist manch einem Kollegen und vielleicht auch der einen oder anderen Kollegin das Schreiben, welches der SWICA-Generaldirektor der lokalen Presse zukommen liess. Dieser Text konnte zugegebenerweise als Propagandaschrift ausgelegt werden. Nur: diese Aktion wurde von der SWICA gestartet. Dass die eine lokale Zeitung mit der Mitteilung über den SWICA-Deal vorher bei den Kollegen angekommen war, als mein Brief, ist ein Versehen, für welches ich höflich um Entschuldigung bitte. Das war ein Fehler, der zu vermeiden gewesen wäre. Sorry.
Ich selber werde mich aus als künftiger SWICA-Arzt (in den Augen mancher Kollegen ein Schimpfwort) kollegial und fair wie bisher verhalten. Ich habe mich mit klaren Worten gewehrt und meine Position offen dargelegt. Für mich ist die Diskussion abgeschlossen. Ich werde mich dazu nicht mehr äussern, weder schriftlich, noch mündlich.

Was die Wahlen in den Bundesrat betrifft, lag ich nicht ganz richtig. Vielleicht bin ich einem Wunschdenken erlegen. Der Thurgau war schon immer bernhörig. Er wird es auch bleiben. Daran ändern die beiden Bundesratsmitlieder aus dem Kanton Bern nichts.

Und was macht der FC St. Gallen? Vermultich ist er auf dem besten Weg, die Liga am Ende der Saison zu verlassen. Dies aus rein sportlicher Sicht. Und wenn das nötige Kapital nicht aufgetrieben werden kann, fällt der Traditionsclub noch eine Liga tiefer. Würde dann die Ostschweiz untergehen? Wohl kaum. Zu unbedeutend ist der Fussball hierzulande. Gut so!
Übrigens: haben Sie begriffen, wer in diesem Club das Finanzielle unter sich hat? Haben Sie verstanden, wie die verschiedenen Gesellschaften miteinander verbunden sind? Wer wem wieviel schuldet?
Ich muss gestehen, dass ich den Durchblick nicht geschafft habe. Ob die Beteiligten noch klar sehen?

20.9.10

Die lange Funkstille hat wohl damit zu tun, dass sich nur wenig Vorkommnisse für einen Zusatzkommentar eignen. Vielleicht die eine oder andere Bemerkung zum Fussball oder zum Tennis oder doch zu den bevorstehenden Bundesratswahlen? Beginnen wir mit dem Fussball: meiner Meinung nach hatten wir in den letzten 10 Jahren nie mehr eine so schwache Nationalmannschaft. Es war zum Wegschauen, wie unsere wehrlosen Kicker von keineswegs überragenden Engländern an die Wand gespielt wurden. Hätten die Profis von der Insel ernst gemacht, hätte es eine peinliche Schlappe abgesetzt. Aber die noblen Engländer waren nett mit uns. Sie wollten uns nicht demütigen. Dass vor dem Match über 60% der befragten Schweizer von mindestens einem Unentschieden sprachen, zeigt ganz klar auf, wie sehr die aktuelle Elf überschätzt wird. Dabei finden wir keinen einzigen Klassespieler, keinen der international auffällt, keinen der in einem ausländischen Club eine Leaderrolle innehat.
Bestenfalls Mitläufer oder dann eben "Bänklidrücker"... Die nächste EM wird ohne uns gespielt. Da bin ich mir sicher. Wir haben in dieser Verfassung an einem grossen Turnier nichts, aber auch gar nichts verloren.

Roger Federer, der mit Rafal Nadal nicht mehr mithalten kann, hat mit seinem Verzicht dem Schweizer Daviscup-Team zum Abstieg aus der obersten Kategorie verholfen. Soll man den alternden Superstar darob kritisieren und verurteilen? Gegen Kasachstan 0:5 unterzugehen, kommt einem Fiasko gleich, gehört doch der zentralasiatische Staat nicht eben zu den Tennis-Weltmächten. Spielt es überhaupt eine Rolle, mit wem und gegen wen die Schweiz in diesem Tennis-Team-Wettbewerb spielt? Bleibt der Erfolg aus, ist das Interesse ohnehin bei fast Null. Dabei hatten sich einige Funktionäre dahin gehend geäussert, in den nächsten Jahren den Sieg im Daviscup anzustreben. Haben diese Herren den Mund nicht etwas gar voll genommen? Roger Federer wird kaum noch besser; Stanislav Wawrinka verliert ohnehin jeden kapitalen Match. Und ein guter 3. Spieler ist in der Schweiz derzeit nicht zu finden. Wer also soll es richten?? Der Wunsch ist wohl der Vater des Gedankens. Oder: die Hoffnung stirbt zuletzt.

Wer schafft den Sprung in den Bundesrat? Vielleicht müsste man sich noch vorher die Frage stellen: spielt es überhaupt eine Rolle, wer die 7 Sitze in Bern einnimmt? In der Landespolitik bleibt so oder so alles beim alten. Da kommt es doch nicht darauf an, wer von wem den Sitz einnimmt. Politisch wird die Schweiz ihr Mauerblümchendasein weiter pflegen, unabhängig davon, wer in Bern das Sagen hat. 5 Frauen und 2 Männer? Warum nicht? Oder doch 2 Vertreter aus dem Kanton Bern? Die halbe Ostschweiz würde sich vermutlich über die Wahl von Frau Keller-Sutter freuen. Eben: weil sie eine der Unsrigen ist. Die Wahlen werden vermutlich spannend. Mehrere Wahlgänge sind möglich. Die SVP wird leer ausgehen. Die CVP hat wohlweislich auf eine eigene Kandidatur verzichtet. So kommt denn alles, wie es kommen muss: die gleiche Parteienzusammensetzung mit anderen Sitzhaltern. Spannend? Nicht allzu sehr. Meine Prognose: Somaruga und Keller-Sutter

4.9.10

Der neue Gesundheitsminister in Bern hat sich bisher nicht verlauten lassen. Bedeutet dies nun Gutes oder Böses? Viel mehr kann man uns "Mohikanern", uns, den letzten Ärzten in freier Praxis, wohl nicht mehr wegnehmen - bis auf die Selbstdispensation, den Verkauf der Medikamente in der Praxis. Dabei ist allen, die sich mit dem Gesundheitswesen befassen, aber auch allen bekannt, dass der Medikamentenverkauf in der Praxis der einfachste, bequemste und auch billigste (!) Weg ist, die Patienten mit der nötigen Arznei zu versorgen. Seit vielen Jahren zeigen auch unverfälschte (gibt es überhaupt solche?) Statistiken auf, dass die Medikamentenkosten pro Patient in jenen Kantonen am
tiefsten
sind, welche die Selbstdispensation pflegen. Fallen für einen Grundversorger auf dem Land die Einnahmen aus dem Medi-Verkauf weg, gibt es keinen einzigen Arzt mehr, der als Kleinunternehmer aufs Land zieht. Er würde dann weniger verdienen als ein Primarlehrer, hätte grosse Investitionen getätigt und müsste weiterhin Nacht- und Wochenenddienste leisten. Von bezahlten Ferien gar nicht zu reden....Die Pestalozzis sind ausgestorben. Definitiv.
Zukunft haben jene Praxen, in welchen sich mehrere Ärzte zusammen finden. In welcher Form und auf welche Art, das werden die nächsten Jahre zeigen. Eine gute Möglichkeit bietet sicherlich die SWICA, welche landauf landab nidergelassene Mediziner sucht, die zur Zusammenarbeit in dieser oder jener Form bereit sind. Dann kommen auch wieder Ärzte in die
Provinz, weil sie von einer geregelten Arbeitszeit, von einem adäquaten Lohn und von guten Arbeitsbedingungen ausgehen können. Investitionen fallen weg; das "Solo"-Dasein, eine aussterbende Praxisform, hat ein Ende. Dass die SWICA die Zeichen der Zeit als erste erkannt hat und die nötigen Konsequenzen zieht, darf man ihr nicht zum Vorwurf machen. Der Erste ist der Beste! Die nächstplatzierten müssen sich am Leader messen. Vielleicht erkennen dies mit der Zeit auch die Vorstandsmitglieder der Ärztegesellschaft des Kantons TG, welche die SWICA als eine
Gefahr und die mitmachenden Ärzte als schwarze Schafe sehen. Immerhin: die schwarzen Schafe sind sich einer gewissen Aufmerksamkeit sicher. Nicht die schlechteste Option, meine ich.

Vor wenigen Tagen hat sich die Thurgauer Presse mit dem unausweichlichen Ärztenotstand in unserem Landkanton befasst. Auch unser Gesundheitsminister kam zumindest indirekt zu Wort. Wer sich die Mühe genommen hat, den Text auch zwischen den Zeilen zu lesen - eine Schreibart, zu der ich mich hingezogen fühle - , dem wurden zumindest zwei Standpunkte klar: 1. der Kanton TG beteiligt sich nicht am Aufbau von Gruppenpraxen oder Gesundheitszentren; 2. Pioniere, wie die SWICA, sind nicht unwillkommen(vorsichtige Formulierung). Damit ist auch gesagt, dass der Kanton und die führenden Köpfe der Ärztegesellschaft nicht immer der gleichen Meinung sind. Vielleicht sind Dr. F. Schweizer, Weinfelden, und meine Wenigkeit für den zuständigen Regierungsrat gar keine schwarzen Schafe. Einerlei.

Fast hätte ich es vergessen: die Schweiz hat gegen Australien wiedermal kein Tor geschossen! Wen wundert's? Dass Alex Frei den Elfmeter verschossen hat, passt gut ins Gesamtbild. Gegen Österreich mit einer blamablen Leistung unverdient 1:0 gewonnen. Gegen die Australier ein Unentschieden. Und in 3 Tagen will man die Engländer schlagen. Keine Übermannschaft, auch wenn Bulgarien 4:0 abgefertigt wurde. Wer nur soll die Tore schiessen? Wer soll die Engländer daran hindern? Der einzige Klassemann im Team ist im Moment der Trainer. Auch er nicht ohne Fehl und Tadel. Benaglio schwächelt. Die Verteidigung ist unsicher. Ein Mittelfeld haben wir nicht! Und die nominellen Stürmer schiessen nur gegen schwache Verteidiger Tore. International sind sie ohne Bedeutung. Warum sind sie wohl in der Bundesliga nicht mehr zum Einsatz gekommen? Pessimismus? Realismus? Meine bescheidene Meinung: wir werden gegen die ersatzgeschwächten Engländer verlieren. Wenn Ostern und Weihnachten zusammen fallen, schaffen die Boys vielleicht ein 0:0. Es müssten einige Wunder geschehen, damit wir die EM-Quali schaffen. Ich glaube nicht daran.

22.8.10

Was realistische Ostschweizer Schwingerfreunde befürchtet haben, ist eingetreten: der neue Schwingerkönig kommt aus dem Bernbiet. Die Dominanz der Schwinger aus dem NOS-Verband ist vorbei. Für längere Zeit voraussichtlich, wenn man die aktuelle Stärke der Schwinger aus den verschiedenen Verbänden in Betracht zieht. Der Berner Nachwuchs drängt seit einigen Jahren nach vorn. Die Innerschweizer sind nicht ganz zu vorderst, in der Breite aber sehr zu beachten. Die Koryphäen aus dem Nordostschweizer Lager sind alle über 30 und nicht mehr in Bestform. Wäre da nicht noch Jörg Abderhalden, sähe es ganz bös aus. Stefan Fausch hat nach einem miserablen Wettkampf mit 3 Niederlagen in 4 Kämpfen die Schwingerhose an den Nagel gehängt. Nöldi Forrer ist nach seinen diversen Verletzungen nicht wieder der alte und wird vielleicht auch aufhören. Und dann? Dann machen sich eine Handvoll Athleten bemerkbar, die zwar gut sind, den Bernern aber das Wasser nicht reichen können. Die Wengers, Stuckis und Sempachs fehlen uns. Wie es in zwei bis drei Jahren aussieht, weiss allerdings niemand. Also: hoffen auf wieder bessere Tage.

Mir und meiner Frau wurden zum Geburtstag von guten Freunden 2 Eintrittskaren zum Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest (ESAF) in Frauenfeld geschenkt. Was für ein Erlebnis!! Nicht zu beschreiben! Das Wetter, die Thurgauer Arena, die Stimmung, die Zuschauer und die Schwinger! Haben Sie schon erlebt, dass fast 50'000 Menschen die Schweizer Hymne singen? Das geht unter die Haut. Das gibt feuchte Augen. Das erlebt man vielleicht nur einmal. Es gibt keine Worte, die solche Augenblicke auch nur annähernd beschreiben könnten. Darum lasse ich es.

Auch einmalig: jeder Zuschauer ist der Freund des anderen. Da wird nach vorne und nach hinten und nach den Seiten mitgeredet. Dass man sich dabei duzt, ist die selbstverständlichste Sache der Welt. Man findet zueinander, ohne sich zu kennen. Man fühlt sich unter seinesgleichen. Man gerät ins Fachsimpeln, ohne es zu merken. Schön, einfach schön. Ein Erlebnis, das auch dann noch in der Erinnerung haften bleibt, wenn viele andere Geschehnisse und Erfahrungen gelöscht sind. Ein ganz herzliches Dankeschön an unsere "Sponsoren".

Die fleissigen Organisatoren haben ein Fest auf die Beine gestellt, welches seinesgleichen sucht. Sie haben für den Schwingsport, für Frauenfeld und den eher beschaulich-bescheidenen Kanton Thurgau grosse Ehre eingelegt. Wer ist schon imstande, ein Fest für wohl gut eine Viertel Million Menschen aus dem Boden zu stampfen und auch noch auf sichere Beine zu stellen? Eine Leistung, die nicht hoch genug eingeschätzt werden kann und die einen überzeugten Thurgauer fast ein bisschen stolz macht. Niemand, aber auch gar niemand ist imstande, die immense Arbeit zu werten, die von
Tausenden von Helfern für das einmalige Fest geleistet wurde. Hut ab! Bravo! Merci! So rasch wird es wohl in unserer Heimat Ähnliches nicht mehr geben. Hoffentlich dauert es aber nicht wieder 44 Jahre bis zum nächsten Eidgenössischen Schwingfest. Es käme für mich sicherlich zu spät.....

9.8.10

Die Ferien sind vorbei; der Alltag hat uns wieder. Unsere neue Ärztin hat bereits einen ersten starken Eindruck erhalten, was bei uns in der Praxis so alles los sein kann. Hoffen wir, dass ihr nicht der Appetit vergeht..
Alle Mitarbeiterinnen sind gesund und frohgemut an die Arbeit zurückgekehrt. Das kommt nicht nur dem Chef, sondern vor allem den Patienten zugute.

Die ersten Reaktionen unserer Patienten auf die Veränderungen, die Ende Jahr anstehen, waren ohne Ausnahme positiv. Zum Einen sind sie ganz offensichtlich froh darüber, dass ich noch nicht in Pension gehe; zum Anderen sind sie beruhigt, dass es nach meinem Abgang mit der Praxis weiter geht, wenn auch in etwas anderer Form. Die mir gegenüber wohlwollende Einstellung unserer Klienten gibt mir recht. Die Patienten sind meine Richter, die Patienten sind meine Wähler, die Patienten zahlen meinen Lohn, die Patienten sorgen mit ihrer Treue und ihrem Vertrauen dafür, dass es mir gut geht. Das tröstet mich über die vereinzelten, nicht eben netten Kommentare weniger Kollegen hinweg.

3.8.10

Was bedeuten "Ferien" für einen viel beschäftigten Arzt? Ganz einfach: keine Termine! In den Tag hinein leben und von Stunde zu Stunde entscheiden, was man tun und was man lassen möchte.
Ferienzeit = terminfreie Zeit. Wunderschön und erholsam. Zeit für die Hobbies, Zeit für Wanderungen, Zeit fürs Schwimmen, Zeit für Besuche, Zeit für Freunde, Zeit für Ausfahrten.

Vor einer guten Woche habe ich meine rechnerische Pensionierung mit Verwandten und Freunden gefeiert. Es war ein schönes Fest mit gutem Wein und hervorragendem Essen. Hans Maag und seinem Team sei Dank. Leider war das Ende des Festes nach Mitternacht dann etwas abrupt, nachdem wir mit Schrecken feststellen mussten, dass unser Haus, das zum Teil offen stand, von hinterhältigen Dieben
heimgesucht worden war. Das viele Bargeld, das ich zur Bezahlung der Festivitäten abgehoben hatte, war ebenso weg wie alte Uhren (Omega Speedmaster, Platinswatch usw.) und fast der gesamte Schmuck meiner Frau. Bis gegen den frühen Morgen war die Polizei im Haus. Ich hatte es in Anbetracht der sehr, sehr widerlichen und auch traurigen Umstände versäumt, die letzten Gäste zu verabschieden. Für dieses vielleicht verständliche Missgeschick möchte ich mich entschuldigen. Im Übrigen ist die Chance, dass wir von den gestohlenen Objekten je wieder etwas zurück bekommen werden, bei Null. Und entwendetes Bargeld, das leicht zu finden ist, bezahlt keine Versicherung. Immerhin: nur Sachschaden! Gott sei Dank!

In weniger als eine Wocher beginnt eine neue Ära im Sandbänkli. Frau Dr. Greiner stösst zum Team. Wir heissen sie nochmals herzlich willkommen. Ab dem 1.9.10 arbeitet unsere jüngste Tochter
Rebecca als Praxismanagerin bei uns. Auch ihr gilt unser herzlicher Willkommensgruss. Und ab dem 1.1.11 sind wir dann der
SWICA unterstellt. Ich freue mich darauf, nach gut 30 Jahren Kleinunternehmertum Arbeitnehmer mit einer kurzen 40-Stundenwoche (theoretisch....) zu werden. Wie bereits früher erwähnt, werden die Patienten von der Neu-Orientierung nichts mitbekommen. Sicher aber ist - und das zählt vor allem -, dass die Zukunft für meine Patienten gesichert ist.

Im Übrigen sind die Kommentare zum Verkauf der Praxis - das Haus ist nicht betroffen, wir bleiben im Sandbänkli -, einigermassen human ausgefallen. Was nach den Ferien noch kommt, weiss niemand. So oder so: meine Entscheidung, hinter der ich ohne Wenn und Aber stehe, war die einzig
richtige. Zu den Gewinnern dieser Entwicklung gehören die Patienten, die Mitarbeiterinnen und meine Familie. Und Verlierer? Gibt es solche? Ich kann und mag diese Frage nicht beantworten. Die Zukunft wird der Richter sein.

29.7.10

Das Präsidium der Thurgauischen Ärztegesellschaft hat - wie von mir erwartet - in einem Rundschreiben alle Mitglieder davor gewarnt, mit der SWICA in Übernahmeverhandlungen einzutreten. Dr. A. Schweizer und meine Wenigkeit werden als abschreckende Beispiele namentlich zitiert. Ich nehme diese Kritik einigermassen gelassen zur Kenntnis. Denn bisher ist es der Ärztegesellschaft nicht gelungen, auch nur eine
einzige Praxis im Kanton vor dem Aus zu retten. Die Gemeinde Berg lässt grüssen. Ist den hohen Vertretern der Thurgauer Ärzte denn noch immer nicht klar, dass dem Lädelisterben auf dem Land das
Praxissterben folgt? Was haben diese Damen und Herren für Alternativen anzubieten? Gar keine. Mit schönen Worten und dem Aufruf zur Solidarität (zu welcher?) ist es wohl nicht getan. Zwar hätte ich meine Praxis auch ohne die SWICA noch einige Jahre weiterführen können. Und dann? Dann wäre es fast sicher zur definitiven Schliessung gekommen mit sehr schlimmen finanziellen Konsequenzen für mich. Sie dürfen 3 Mal raten, ob mir dann jemand aus der erlauchten Gesellschaft zu Hilfe geeilt wäre. Solidarität in Ehren.....
Für meine Patienten, für mein Personal und für mich ist die Zusammenarbeit mit der SWICA eine einmalige Chance, die ich aus Überzeugung genutzt habe. Auf weitere Schikanen und Anfeindungen von Seiten der Ärzteschaft bin ich gefasst. Ich werde mich wie bisher mit aller Kraft für die Praxis und meine Patienten einsetzen. Die Nebengeräusche überhöre ich; meine Kritiker sind die Patienten und nicht irgend welche Mitglieder einer Behörde, die machtlos zusehen muss, wie sich die medizinische Versorgung auf dem Lande fortlaufend verschlechtert. Ich kann für mich in Anspruch nehmen, im bescheidenen Rahmen etwas dagegen unternommen zu haben. Das ist doch auch etwas....


28.7.10

Vor wenigen Tagen habe ich das Pensionsalter erreicht - Grund genug, um bei guter Gesundheit weiter zu arbeiten. Das Weiterbestehen meiner Praxis konnte ich dank der SWICA sichern. Ab dem 1.1.2011 wird aus der Praxis im Sandbänkli ein "SWICA Gesundheitszentrum" . Dies unter der Voraussetzung, dass ich die Praxis in den nächsten 3 Jahren in der bewährten Art und Weise weiter führe. Was heisst das für die Patienten, für die Mitarbeiterinnen und für mich? Kurz: es bleibt alles, wie es war. Die Kunden sollten überhaupt nichts vom Wechsel merken; die Mitarbeiterinnen werden alle weiter beschäftigt und ich selber bleibe der Chef der Praxis. Somit bleibt im Betrieb und nach aussen alles beim alten. Interne Prozesse werden der neuen Situation angepasst. Die Sprechstunden werden nach und nach etwas grosszügiger geregelt. Der Mitarbeiterstab wird je nach Bedarf ergänzt. Ich selber muss mich an eine wöchentliche Arbeitszeit von 40 Stunden gewöhnen.
Die SWICA wird alle jene Patienten, welche in den Jahren 2009 und 2010 die Praxis besucht hatten, mittels eines separaten Schreibens über die neuen Verhältnisse aufklären. Von grösster Wichtigkeit ist die Tatsache, dass die neue Praxis wie bisher allen Patienten offen steht, unabhängig davon, bei welcher Kasse sie versichert sind.

21.7.10

Heute mittag um 12 Uhr haben wir die Ferien mit einem gemeinsamen Mittagessen in der Waldschenke eingeweiht. Der Praxisbetrieb ruht bis Montag, den 9.8.10. Dann öffnen wir ein neues Kapitel in der schon gut 30-jährigen Geschichte der Praxis im Sandbänkli. Auf den Start von Frau Dr. Simone Greiner freut sich das ganze Team. Wir alle, die wir sie in der Zwischenzeit etwas besser kennen gelernt haben, sind überzeugt, dass es sich um eine fachlich und menschlich hervorragende Ärztin handelt.
Ab dem 26.7.10 gibt es an dieser Stelle Neuigkeiten, die den einen oder anderen Leser wohl in Erstaunen versetzen. Soviel sei verraten: ich bleibe der Praxis erhalten.

Von der Fussball-WM berichte ich nicht mehr. Auch den anderen "Experten" ist der Stoff ausgegangen. In der Zwischenzeit hat die nationale Meisterschaft ihren Betrieb aufgenommen. Und siehe da: Alex Frei, der Totalausfall an der WM, hat im ersten Spiel 2 Tore geschossen. Es geht doch, möchte man meinen. Ja, aber nur dann, wenn man Verteidiger gegen sich hat, die höheren Ansprüchen nicht genügen. Wie heisst es doch so schön: unter den Blinden ist der Einäugige König! Die internationalen Transfergerüchte um Alex national sind meiner Ansicht nach aus der Luft gegriffen. Oder würden Sie vielleicht einen Spieler kaufen, der an der WM gegen nicht immer Klasse-Gegenspieler keinen Stich gemacht hat?

SOMMERFERIEN: 22.7. - 9.8.10

11.7.10

Vor dem Final, für welchen ich Spanien leicht favorisiere, äussere ich mich ein letztes Mal zur Fussball-WM. Nachher lasse auch ich sie Geschichte sein...

Deutschland hat in meinen Augen den schönsten Fussball gezeigt. Die Mannschaft hätte im Final gute Figur gemacht. Es hat nicht sollen sein. Warum nur hat der Trainer oder wer auch immer die erfolgreiche Taktik gegen Spanien geändert? Respekt? Angst? Taktische Massnahme? Für einen nicht Eingeweihten ist es nicht möglich, die Ursache für dieses Verhalten zu finden. Vielleicht hat Trainer Löb den gleichen Fehler gemacht wie O. Hitzfeld im Schweizer Spiel gegen die Chilenen. Schade, schade. Nicht nur ich hätte die BRD gerne als Weltmeister gesehen, unbesehen davon, wie unüberhörbar der Jubel über dem See gewesen wäre....Fazit: es gibt wohl im Moment keine andere Mannschaft, welche über ein ähnliches Potential verfügt wie die deutsche. Da sind junge hungrige Spieler dabei, die frech von der Leber weg spielen, als ob dies die leichteste Sache der Welt wäre. Man glaubt, ihnen die Spielfreude anzusehen. Ein halbes Dutzend könnte man locker aufzählen. Da kommen einem fast die Tränen, wenn man auf die sehr, sehr bescheidenen Aussichten unserer Nationalmannschaft blickt. Im Moment sieht es sehr düster aus. Nur gut, dass sich auch "Experten" täuschen können. Hoffen wir es für einmal.

Die FIFA um Kaiser Blatter hat ein weiteres Eigentor geschossen: sie liess verlauten, die Schiedsrichter an der WM seien sehr gut gewesen. Haben diese Leute andere Spiele und andere Unparteiische gesehen? Eine solche Arroganz, eine solche Selbstherrlichkeit, eine solche Missachtung der Realität kennt man sonst nur von einigen Bankmanagern und wichtigen Politikern. Unserem Herrrn Sepp Blatter rate ich, in Afrika zu bleiben. Er findet dort sicher den einen oder anderen Despoten und Diktator, der zu seinem Charakter hervorragend passen würde. In der Schweiz würde ihn wohl niemand vermissen. Was Roger Federer für die Schweiz im positiven, verkörpert Sepp Blatter im negativen Sinn.

Ein weiteres Fazit: die grossen Stars v o r der WM sind zu den grossen Verlierern a n der WM geworden: Ronaldo, Rooney, Kaka, Messi, Drogba usw.

4.7.10

Wenn Deutschland so weiter spielt, bleiben für die anderen 3 Mannschaften nur noch Brosamen übrig. Was ist dies doch für ein himmelweiter Unterschied, das biedere Handwerk der Schweizer Fussballer erdulden zu müssen und sich wenige Zeit später am Traumfussball der deutschen Spieler ergötzen zu dürfen! Krass, kann man da nur sagen; sehr krass. Den Job von Hitzfeld, der gegen Chile meiner Ansicht nach mit der Hereinnahme von Behrami und Frei einen kapitalen Fehler begangen hatte, möchte ich um kein Geld. Denn, die Aussichten, dass die Schweiz in nächster Zeit weniger schlecht sein wird, sind sehr trüb. Eine kleine Hoffnung bleibt: die Leistung, welche unsere Nachbarn gegen Argentinien gezeigt haben, können sie wohl nicht jeden Tag wiederholen.

3.7.10

Auch "Experten" können sich täuschen..... Brasilien ist weg vom Fenster. Natülich könnte man sich nun wieder mit einem krassen Schiedsrichter-Fehlentscheid herausreden; denn, Brasilien hätte im Verlaufe der 1. Halbzeit beim Stande von 1 : 0 einen Penalty erhalten müssen. Ohne Wenn und Aber. Das sackrobe Foul eines Holländers im eigenen Strafraum wurde unverständlicherweise vom japanischen Schiri nicht geahndet. Wer weiss, wie das Spiel bei einem Penaltypfiff ausgegangen wäre. Eben: wenn und aber.....

Meine eigene negative Rangliste dieser WM hat sich ein bisschen verändert. Ich würde heute folgende Reihung vornehmen, von Note 1 aufwärts (1 = unbrauchbar):

1. FIFA-Funktionäre inkl. Boss
2. Schiedsrichter
3. Torhüter und die Schweizer Mittelfeldspieler und "Stürmer"
4. die Superstars wie Ronaldo, Rooney, Drogba, Torres, Messi usw.

30.6.10

Wer wird Fussballweltmeister? Wie weitere 5 Millionen Schweizer zähle auch ich mich zu den Experten. Meine bescheidene Meinung? Es gibt für mich 3 Kronfavoriten:

1. Brasilien, das noch über die meisten Reserven verfügt;
2. Spanien als wohl spielfreudigste und offensivste Mannschaft;
3. Deutschland mit dem geradliningen Spiel nach vorne und den tödlichen Konter-Angriffen.
Und Argentinien? Und Holland? Und... und. Auch möglich.

Dass der weltbeste Schiedsrichter, Herr Busacca, nicht mehr pfeifen darf, wirft ein weiteres schiefes Licht auf die FIFA und deren Präsidenten SB. Die afrikanische Politik hat Druck ausgeübt, nachdem unser Schiedsrichter bei seinem einzigen Einsatz Südafrika benachteiligt haben soll... Dies zumindest die Meinung der ahnungslosen Politiker und des zügellosen Trainers Pereira aus Brasilien. Seine Meinung: ohne den Schiri aus der Schweiz wäre die Mannschaft aus Südafrika weiter gekommen. Vielleicht? Nun muss man wissen, dass der greise und senil-starrsinnige Sepp Blatter ohne die Unterstützung der afrikanischen Verbände die Wiederwahl, die ansteht, wohl nicht mehr schaffen würde. Also muss man den korrupten Funktionären, die auch in der Politik mitmischen, auf die eine oder andere Art entgegenkommen. Ist doch logisch!

Im Übrigen haben die irren Stadienbauten Hunderte von Millionen mehr gekostet als budgetiert. Und wohin ist das Geld, das nicht für die Bauten gebraucht wurde, geflossen? In die Taschen der durch und durch korrupten Funktionäre und Politiker. Eine Tatsache, die nicht neu ist; eine Tatsache, die man zur Kenntnis nimmmt; eine Tatsache, gegen die niemand etwas unternimmt. Die FIFA schneidet sich doch nicht ins eigene, wenn auch verdorbene Fleisch.

25.6.10

Das war's dann! Wie von Realisten befürchtet und von mir vorausgesagt, ist die Schweiz an der WM in Südafrika sang- und klanglos ausgeschieden. Ein Weltklassetrainer ist nicht imstande, fehlende Klasse im Team zu überspielen. Die Schweiz war wohl eines der schwächsten Teams an diesem Turnier und hat ein Weiterkommen - trotz des historischen "Betonsieges" gegen Spanien - einfach nicht verdient. Keinem einzigen Spieler kann das Etikett "internationale Klasse" angeheftet werden. Zu bieder, zu bescheiden waren die Leistungen. In der jetzigen Zusammensetzung ist die Mannschaft wohl am Ende. Vielleicht kommen die Talente aus der U17 in den nächsten Jahren zum Zug. Vielleicht.
Für die Schweiz als Land und Nation ist das Scheitern weiss Gott kein Unglück. Der Stellenwert des Fussballs ist glücklicherweise nicht so hoch wie in anderen Ländern. Da haben wir doch ganz andere Probleme zu bewältigen. Packen wir es an.

21.6.10

Was Realisten befürchtet haben, ist eingetreten: die Schweiz hat gegen Chile verloren - unglücklich zwar, aber verloren. Der Gründe gäbe es viele. So frage ich mich, weshalb unser Trainer OH
Alex Frei gebracht hat. Er war ein Totalausfall. Nicht zum ersten Mal. Dass Behrami vom Platz musste, war sicherlich ein Tiefschlag. Bereits vorher hatten die Schweizer keinen Stich gegen die schnellen und theatralischen Chilenen. Die kläglich vergebene Chance von Derdiyok in der 90. Minuten passt gut ins Gesamtbild. Die bessere Mannschaft hat gewonnen. So soll es auch sein. Und die Schweiz wird wohl nach der Vorrunde die Heimreise antreten. Denn: wer soll gegen Honduras 2 Tore schiessen? Vielleicht Yakin? Oder Nkufo? Oder Frei???
Der schwächste Mann auf dem Platz war mit Abstand der saudi-arabische Schiedsrichter, würdevoll unterstützt durch seine niveaugleichen Assistenten. Es ist ein Verdienst unseres FIFA-Gottes Sepp Blatter, dass Pfeifenmänner aus der ganzen Welt an der WM einen Auftrag erhalten, unabhängig davon, was für einen negativen Leistungsausweis sie mitbringen. Wahrscheinlich würde der Saudi-Unparteiische (?) bei uns nicht einmal bei einem Grümpelturnier pfeifen. Herr Blatter hat uns Schweizern einen Bärendienst erwiesen. Dies wird den überheblichsten aller Walliser - neben Alt-Bundesrat PC - wenig stören.

20.6.10

Fussball, Fussball und nochmals Fussball. Dass ich mit meinem Tipp bezüglich des Abschneidens der Schweizer Fussball-NM komplett neben den Schuhen stand, mögen mir jene verzeihen, die nun vom Weltmeistertitel träumen. Wer würde das bestreiten: gegen Spanien haben wir viel, viel Glück gehabt. Weihnachten, Ostern und Pfingsten an einem Tag! Wann wiederholt sich ein solches Fussballwunder? Nicht so schnell. Denn, wenn wir 100 Mal gegen Spanien spielen, verlieren wir sicher 90 Mal, spielen vielleicht 7 Mal unentschieden und gewinnen 3 Mal. Dies zumindest eine Hochrechnung aus der bisherigen Statistik. Wie geht es weiter? Noch sind wir nicht bei den 16 Besten. Noch haben wir gegen Chile keine Punkt geholt. Noch steht nirgends geschrieben, dass wir gegen Honduras die Oberhand behalten. Die Leistung, die unsere Spieler gegen Spanien erbracht haben, werden sie kein zweites Mal erbringen können. Die Hoffnung auf ein Weiterkommen hat sich mit Sicherheit verbessert.
Soll unser Trainer OH die Mannschaft umstellen, weil Frei und Behrami wieder fit sind? Bloss das nicht, würde ich ausrufen, wenn ich etwas zu sagen hätte; denn "never change a winning team" gilt noch immer als eiserne Regel. Und - ich wiederhole mich - die eher bescheidenen Leistungen, welche Frei in den letzten Spielen gezeigt hatte, rufen eher nicht nach einer Einwechslung. Zudem sind die defensiven Mängel eines Behrami bekannt. Gegen Chile sind wir ja nicht in der Favoritenrolle und müssen vor allem in der Verteidigung fehlerarm spielen. Dies meine unbedeutende Meinung.

Was fällt sonst noch auf an dieser WM?

- Temperaturen zwischen minus 10 und gut 20 Grad plus,
- zum Teil sehr schwache Torhüter, welche entscheidende Treffer einkassieren; Benaglio gehört nicht dazu;
- einige miserable Schiedsrichter, die dafür verantwortlich sind, dass die eine oder andere Mannschaft unberechtigterweise nach Hause fahren muss;
- keine überragenden Feldspieler, welche aus dem Kollektiv hervorstechen;
- ein Rooney in Unterform, ein Messi ohne entscheidenden Einfluss, ein
Ronaldo, der bisher einen einzigen Super-Schuss aufs Tor abgegeben hat - und viel, viel Durchschnitt;
- einzelne Spiele, die so langweilig sind, dass man gerne den Sender wechselt;
- Mannschaften, die in der Qualifikation super gespielt haben und nun um ihre Form ringen (England und zum Teil sicher auch ein bisher sehr glückhaftes Holland).

Worüber würden wir reden, gäbe es den Fussball nicht? Über das ausströmende Öl, das weiterhin unzählige Leben vernichtet; über die Boni der Banker, die so hoch sind wie nie zuvor; über unsere Politiker, die nach der Pause Ja stimmen, nachdem sie kurz zuvor mit Vehemenz noch ein Nein vertreten hatten; über die Bischofszeller Rosenwoche, die bisher vom Wetter nicht eben beglückt wurde; Stoff genug - zum Teil aber etwas aus der Mode.

13.6.10

König Fussball regiert einen Teil der Welt. In einem Monat ist alles vorbei: man kennt den Sieger und die Verlierer. Dass unsere Schweizer Mannschaft sich eher auf einen kurzen Aufenthalt einstellen darf oder muss, glauben nicht nur die Pessimisten. Denn: eine so mittelmässig-bescheidene Mannschaft hatten wir bei den letzten grossen Turnieren, bei welchen immerhin das eine oder andere Spiel gwonnen wurde, nicht. Uns fehlt ein international anerkannter und bewährter Spieler vom Kaliber eines Chapuisat oder Vogel. Unsere Natispieler sind in ihren ausländischen Mannschaften nicht dominierend, von einzelnen guten Spielen abgesehen. Schon eher kann man sie als Ergänzungsspieler einordnen, die ab und zu einen guten Tag erwischen. Wer soll in diesem Team die Führung auf dem Platz übernehmen, wenn
Frei auch noch ausfällt? Allerdings hatte dieser in den letzten Partien noch mehr Bälle verstolpert als üblich. Vielleicht muss man im Nachhinein eher von einem Glücksfall als von einem Ausfall reden. Vielleicht nur.... Ob die unverbesserlichen Optimisten obenaus schwingen?

Und die Favoriten? Dazu gehören die üblichen Verdächtigen wie Spanien, Brasilien, Argentinien und wohl auch Deutschland - d i e Turniermannschaft schlechthin. Dass uns Schweizern lieber ist, wenn unsere Nachbarn nicht so weit kommen, ist eine Tatsache, die kaum weg zu diskutieren ist. Uns sind die Deutschen dann am liebsten

, wenn sie nicht so viel Erfolg haben.

31.5.10

Das Meer stirbt - und die Mächtigen schauen zu. Wir Menschen sind in der Lage, die Welt zu zerstören. Wir sind in der Lage, auf den Mond zu fliegen. Wir sind vermutlich auch fähig, auf dem Mars zu landen. Die angeblich grösste Macht dieser Welt, die Vereinigten Staaten, sind indes ausserstande, ein Bohrloch in der Tiefe des Meeres zu stopfen. Die Dauerkatastrophe, der wahrscheinlich Millionen von Lebewesen zum Opfer fallen, gehört bald zum Alltag wie der Regen oder die Sonne. Wie weit haben wir es gebracht! Es ist zum Heulen! Anstatt alles, was in der Macht der Regierungen steht, zu unternehmen, schiebt man sich gegenseitig die Schuld zu. Ein Trauerspiel, dessen Ende nicht abzusehen ist. Zurück bleiben nur Verlierer: Tiere, Natur, Umwelt, Menschen. Wir brauchen uns gar nicht vor einem von Gott herbeigeführten Weltuntergang zu fürchten. Wir kriegen das schon selber hin.


16.5.10

Der Frühling lässt auf sich warten. Das nasskalte Wetter hinterlässt Spuren. Während die Pollengeplagten eher eine ruhige Zeit verbringen, melden sich öfter als zu dieser Jahreszeit typisch Patienten mit Erkältungskrankheiten. Nicht nur den Bienen und Vögeln fehlt die Sonne; auch wir Menschen vermissen sie je länger je mehr. Und auch die kommende Woche verheisst nichts Gutes. Vielleicht sind dann die letzten Maitage noch von solcher Wetterart, wie wir uns das vorgestellt hatten. Einen Vorteil bringt die Wetterlage: bisher gab es meines Wissens in der Schweiz noch keine Badeunfälle....

1.5.10

Infos für alle Schweizer Fussballfans, die an die WM in Südarfika reisen

"Tropimed", ein führendes Informationsportal für Tropenkrankheiten, gibt in seiner neuesten Ausgabe von heute, 1. Mai 10, neue Empfehlungen für die Besucher der
Fussball-WM in Südafrika heraus. Die wichtigsten Fakten:

1. In allen Städten, in welchen Spiele ausgetragen werden, ist die Malaria nicht (oder fast nicht) vorhanden.
2. Die Fussball-WM findet im südafrikanischen Winter statt. Die Malaria-Gefahr ist in dieser Jahreszeit kleiner.
3. In keiner Austragungsstadt ist ein Malariaprophylaxe notwendig.
4. Bei Besuchen des Krügerparkes wird die Mitnahme eines Malaria-Notfallmedikamentes empfohlen.
5. Notwendig ist eine Malairaprophylaxe beim Besuch der Nachbarländer Mosambik, Simbabwe und Sambia.

Die Grippesaison in Südafrika fällt mit der Fussball-WM zusammen. Man glaubt die Erreger der Influenza A zu kennen. Dennoch: eine Empfehlung für die Impfung wird nicht herausgegeben.

Achtung: in Südafrika beträgt die HIV-Prävalenz (so viele Frauen tragen das Virus) bei Frauen zwischen 15 und 49 Jahren 29%. Ungeschützter Verkehr ist lebensgefährlich, wie eigentlich allen bekannt sein dürfte....

Generell empfehle ich allen Fussballfans, die ins wunderbare Land Südafrika reisen, möglichst bald mit dem Impfausweis den Hausarzt aufzusuchen, damit allfällig fehlende Impfungen nachgeholt werden können. Es geht vor allem um die Kinderlähmung, den Starrkrampf und die Hepatitis.

Was das Fussballerische
betrifft, darf sich auch ein Doktor, der sich generell im Sport ein wenig auskennt, zu einer Prognose verführen lassen. Eines steht für mich fest: die Schweiz wird nicht Weltmeister. Ich bin mir fast sicher, dass unsere Mannschaft nach der Vorrunde wieder heimreisen darf, mit wenigen bis keinem Pünktli im Gepäck. Die letzten Spiele zumindest haben aufgezeigt, auf welch bescheidenem Niveau die aktuelle Mannschaft spielt. Und keiner der Spieler, die für die Nati kicken, nimmt in seinem Club eine entscheidende Rolle wahr. Wenn die Hoffnung nicht wäre! Wie hatte doch damals Sepp Herberger gesagt:
der Ball ist rund - und damit wohl gemeint, dass er in alle Richtungen rollen kann, vielleicht auch ins gegnerische Tor.

25.4.10

Von den Bauern ist bekannt, dass sie im Jammern Weltspitze sind. Sie beklagen sich schon, noch ehe der Hagel einen Grashalm gekrümmt hat. Das ist nicht neu. Neu aber ist, dass die Landwirte um die Spitzenposition in der dubiosen Rangliste fürchten müssen: sie werden von uns Ärzten hart bedrängt! Jammern und Wehklagen füllen mittlerweile halbe Seiten in den verschiedenen Druckerzeugnissen.
Wann haben Sie zum letzten Mal einen erfrischenden und erfreulichen Bericht über einen Arzt oder über eine Landpraxis gelesen? Wann hat sich zum letzten Mal ein Grundversorger mit einer optimistischen Vision und einem hoffnungsvollen Blick in die Zukunft in den Massenmedien vernehmen lassen? Sie erinnern sich nicht? Dann lesen Sie vielleicht die falschen Zeitungen.... Spass beiseite:
es gehört mittlerweile fast zum Alltag, dass wir uns über die schlechteren Bedingungen und die finanziellen Einbussen beklagen. Wo und bei wem auch immer. Wie soll da ein junger Arzt auf die Idee kommen, seine Zukunft auf dem Land zu planen? Woher nimmt er den Mut, das Wagnis "Landpraxis" einzugehen, wenn er immer nur negative Meldungen vorgesetzt bekommt?

Erst vor wenigen Tagen hat sich der Thurgauer Gesundheitsminister auf der Titelseite der bekanntesten hiesigen Zeitung dahin gehend geäussert, dass die Einzelpraxis ein Auslaufmodell sei. Wahrscheinlich hat der Regierungsrat ja recht; wahrscheinlich. Aber: wem dient es, diese Tatsache an so prominenter Stelle breit zu schlagen? Die Verfasser des Artikels haben übersehen, dass sich eine Gruppenpraxis nicht in jedem Falle und nicht in jedem Dorf realisiern lässt. Kleinere entlegene Dörfer, welche bisher ihren Dorfarzt geniessen durften, stünden dann plötzlich ohne medizinische Versorgung da, weil die Patientenzahlen für eine Gruppenpraxis zu klein sind. Weitere Wege für den Kranken und längere Anfahrzeiten für den Arzt sind vorprogrammiert. Die Lösung? Abwarten. Vielleicht setzt wieder einmal eine Trendwende ein, mit der niemand gerechnet hatte.

11.4.10

Ganz offensichtlich hat die CVP-Spitze davon Wind bekommen, dass die Wähler der Partei davon laufen. Die nächsten Wahlen werden dies mit grosser Wahrscheinlichkeit zeigen. Was tun in einer solch eher ungemütlichen Lage? Vor allem dann, wenn erfolgversprechende parteipolitische Argumente fehlen? Man begibt sich auf Nebenschauplätze und versucht zum Beispiel, das Gesundheitswesen mit verheissungsvollen Projekten neu zu erfinden. 5 "Gesundheitszonen" lautet die neue Botschaft. In jeder dieser Zonen soll ein grosses medizinisches Zentrum mit allen diagnostischen und therapeutischen Optionen stehen. Stellen Sie sich das vor: an 5 Zentren werden Herzen transplantiert; an 5 Zentren werden sämtliche Chemotherapien angeboten; an 5 Zentren werden die teuersten Maschinen installiert; an 5 Zentren wird alles angeboten, was irgendwie möglich ist. So weit, so gut. Nur: wer soll das bezahlen? Die Partei mit der grandiosen Idee vielleicht? Die Kantone oder der Bund oder die Kassen oder alle zusammen? Und der gesunde oder kranke Bürger? Dabei würde es vollständig genügen, wenn in der Schweiz für die Herztransplantation 2 Zentren zur Verfügung stünden. Auch für andere seltene und aufwändige Eingriffe würden 2 spezialisierte Spitäler genügen. Das ist eigentlich jedermann bekannt. Nur: Spitzenmedziner und Spitzenpolitiker sind damit nicht einverstanden. Die Spitzenmediziner nicht, weil sie wohl Teilpfründen abgeben müssten und damit Ruf und Geld verlören; die Spitzenpolitiker nicht, weil ihr Einfluss wegen verlorener Verwaltungsratsmandate und dergleichen geschmälert würde. Der kluge Menschenverstand bleibt einmal mehr auf der Strecke.

Immer wieder werden Stimmen laut, die eine Einheitskrankenkasse analog zur SUVA einführen möchten. Dass ein solcher Vorschlag im Parlament keine Chance hat, ist all jenen sonnenklar, welche wissen, wieviele unserer National- und Ständeräte mit den verschiedenen Kassen irgendwie verbandelt sind und für wenig Arbeit viel Geld kassieren. Kein Politiker wird wohl jenen Ast absägen, auf welchem er sich gemütlich eingerichtet hat. Könnte das Volk und nur das Volk über eine Einheitskasse abstimmen, sähe die ganze Angelegenheit wohl völlig anders aus.

Ein paar Worte zu der mit Recht viel gescholtenen UBS: die Grossbank zahlt wieder Boni in Milliardenhöhe (!!!!) aus, ist aber von sich aus nicht bereit, dem Bund die von ihr verschuldeten Kosten in der Höhe von ein paar Milliönchen zurück zu zahlen. Dass die UBS in ihrer unmoralischen Haltung zum Teil noch von liberalen Politikern unterstützt wird, sprengt dem Fass den Boden aus. Wo sind Moral und Ehre geblieben? Gibt es noch Manager mit einem Gewissen? Wohin führt die grosse Gaunerei? Der Zürcher Freisinn hat die Swissair gebodigt; der Zürcher Freisinn ist Hautpschuldiger am UBS-Debakel; der Zürcher Freisinn führt sich weiterhin so auf, als hätte er nur ein einziges Ziel: alles zugrunde richten, was bisher funktioniert hat. Nur gut, dass der Einfluss der Zürcher Aristokraten immer kleiner wird.

Kleine Bürger wie ich, können da wenig ausrichten. Immerhin habe ich meine nicht sehr intensiven Geschäftsbeziehungen mit der UBS definitiv abgebrochen. Wenn das noch weitere 100'000 "Kleine" tun, wird das die ehemals grosse UBS zu spüren bekommen. Die Rache des kleinen Mannes.....
5.4.10

Langsam aber sicher haben auch die Massenmedien begriffen, dass wir einem krassen Ärztemangel entgegensteuern. Die Gründe sind vielfältig und zum Teil bekannt. Schuld daran sind nicht nur die Politiker, welche seinerzeit einen Zulassungsstopp verordnet hatten. Eine allfällige Lockerung käme zwar spät, sehr spät, könnte aber vielleicht mittelfristig zu einer Verbesserung der Lage beitragen. Dass mehr Frauen als Männer das Medizinstudium bewältigen, ist leider nicht nur von Gutem, weil
weniger als die Hälfte der Ärztinnen den Beruf nach Abschluss des Studiums auch voll ausübt.
Betroffen sind in erster Linie, aber nicht nur, die Grundversorger in ländlichen Regionen. Zu dieser unheiligen Entwicklung tragen aber nicht nur die Ärztinnen bei, welche den Schritt in die Praxis nicht machen wollen oder können (Familie), sondern die in jeder Beziehung
schlechteren Bedingungen: grosser finanzieller Aufwand mit einem gewissen Risiko; längere Arbeitszeiten als im Spital; grössere Verantwortung; Notfalleinsätze in der Nacht und über die Wochenenden und - nicht zuletzt - deutlich schlechtere Verdienstmöglichkeiten im Vergleich mit den Spezialisten. Alle diese Fakten sind längst bekannt. Nur haben die Entscheidungsträger, wer auch immer diese sein mögen, die nötigen Korrekturen bisher nicht angebracht. Diese werden weiter auf sich warten lassen, weil man auf anderen "Schlachtfeldern" bessere Möglichkeiten sieht, sich zu profilieren. Und die nächsten Wahlen kommen bestimmt.

Man darf der Thurgauer Regierung mit ihrem Direktor im Gesundheitswen, Bernhard Koch, sicher ein Kränzchen winden, weil sie sich ganz klar für uns Grundversorger einsetzt. Vor allem im Kampf um die Selbstdispensation setzt sich die kantonale Gesundheitsdirektion vehement für uns ein. Bleibt zu hoffen, dass sich der Einsatz in Bern lohnt. Ein herzliches Dankeschön von einem überzeugten Landarzt, der für ein politisches Amt nie die nötige Begeisterung aufbringen konnte. Und wer, wie ich, sein Herz oft auf der Zunge trägt, hätte ohnehin nie eine Chance gehabt, eine politische Karriere zu machen..... Schade oder nicht? Meine Patienten sind mir für die aus ihrer Sicht richtige Entscheidung dankbar.

27.3.10

An der politischen Front ist Ruhe eingekehrt. Eine trügerische Ruhe? Die Ruhe vor der Sturm? Sind neue Angriffe auf die Grundversorger geplant oder werden die Vorschläge, die der Walliser alt-Bundesrat PC praktisch zu Dogmata erklärt hatte, wieder zur Diskussion gestellt? Wie verhalten sich die Thurgauer Parlamentarier in Bern? Können wir von deren Seite Hilfe, zumindest moralische Hilfe erwarten? Eigentlich müssten sich unsere Vertreter im National- und Ständerat für uns Landärzte einsetzen, wenn sie bei den kommentden Wahlen eine Chance haben wollen. Warum dies? Ganz einfach: die Mehrheit, eine grosse Mehrheit unserer Bevökerung steht hinter uns und wäre bereit zu helfen, wenn sie nur könnte. Diese Menschen, die uns mit Wohlwollen begegnen und unsere Arbeit auch schätzen, sind auch die Wähler. Es wird sich unter diesen Voraussetzungen wohl kaum ein Politiker wagen, sich gegen uns Praktiker auf dem Land zu stelllen, in welcher Art auch immer. Ob es - wie so oft in der Politk - bei Lippenbekenntnissen bleibt, wird die nahe Zukunft zeigen.

18.3.10

Am 12.4.10 treffen sich einige Ärzte aus dem östlichen Kantonsteil, um über das weitere Vorgehen in Sachen Notfalldienst zu reden. Dass eine definitive Lösung noch Zeit brauchen wird, liegt zum einen in der Sache, zum anderen bei den Ärzten, welche sich selten genug auf eine Lösung einigen können. Wie heisst es doch so treffend: Not lernt beten. Eine alte Wahrheit, mit der man heutzutage wohl keinen Staat mehr machen kann.

7.3.10

Im Kanton Thurgau, dem "Riesengebilde" mit immerhin fast einer Viertelmillion Einwohnern, sind weiterhin mindestens 5 Modelle für die Abwicklung der Notfälle in Betrieb. Ein Zustand, der für Patienten und Ärzte gleichermassen unbefriedigend ist. Für die Patienten, weil sie sich je nach Notfallkreis mit einem anderen System anfreunden müssen. Für die Ärzte, weil bei einer allfälligen Verpflichtung eines ärztlichen Mitarbeiters die Organisation des NF-Dienstes eine entscheidende Rolle spielt. Wir mit unserem Bischofszell-Sulgen-Modell sind da von vorneherein stark benachteiligt, weil wir nach wie vor unseren Notfalldienst nach dem alten Muster leisten. Das heisst: mehrere Male im Monat 24-Stunden-Dienst für ein doch relativ grosses Gebiet. Auf die Dauer wird sich "unser" Modell nicht halten. Meiner Ansicht nach muss es das Ziel sein, eine Einheitslösung für den ganzen Kanton zu finden - je schneller desto besser. Die Regierung ist gefordert, wenn wir Ärzte es nicht schaffen, hier einen Konsens zu finden. Nicht verschwiegen sei, dass hinter den Kulissen einiges in Bewegung ist. Als Optimist glaube ich fest daran, dass spätestens ab dem Jahre 2011 eine Einheitslösung mit der einen oder anderen Variante Einzug halten wird.

Wir Ärzte haben die Möglichkeit, zum alten Abrechnungssystem zurückzukehren. Das heisst, die Rechnungen werden nicht mehr an den Kunden, sondern an die Krankenkasse geschickt. Noch ist die Entscheidung über das weitere Vorgehen nicht gefallen. Für unsere Praxis brächte das neue-alte System grosse administrative Vorteile, verbunden mit Kosteneinsparungen.

25.2.10

Wie gehen wir gegen Patienten vor, die im Notfall zu uns kommen und dann nicht bezahlen? Können wir diese offenen Rechnungen an die Wohngemeinde oder an eine Institution schicken, die uns unter die Arme greift? In den meisten Fällen müssen wir auf das wohlverdiente Honorar verzichten, weil niemand, aber auch gar niemand für den Verlust aufkommen will. Unter diesem Gesichtspunkt ist es verständlich, dass gewisse Ärzte dazu übergegangen sind, von Patienten, die sie nicht kennen, von vorneherein 100 Franken zu verlangen. Auf diese Weise können die Verluste ein wenig gemindert und gemildert werden. In unserer Praxis im Sandbänkli hat dieses Vorgehen bisher nicht Einzug gehalten. Wir haben auch nicht im Sinne, diese Massnahme einzuführen. Im Übrigen sind es nicht nur Ausländer, welche für die verursachten Kosten nicht gerade stehen. Der Schweizer Pass bürgt noch lange nicht für einen guten Charakter, ebenso wenig wie ein akademischer Titel.

Wie es um die Selbstdispensation, also um die direkte Abgage der Medikamte in der Praxis, steht, weiss zur Zeit keiner. Pessimisten glauben, dass die Medikamentenabgabe durch die Ärzte eher früher als später fallen wird; Optimisten gehen davon aus, dass man uns diese Einnahmequelle nicht auch noch stehlen kann. In der Sonntagspresse vom letzten Wochenende wurden wir Ärzte wieder einmal pauschal als Pillenhändler dargestellt. Das wenig differenzierte Urteil eines sensationshungrigen Journalisten stützte sich offensichtlich auf die Aussage eines anonymen Arztes, der zu Protokoll gegeben haben soll, zwei Drittel seiner Einkünfte aus dem Verkauf von Medikamenten zu generieren. Wenn das alles stimmen sollte, dann handelt es sich beim betreffenden "Arzt" tatsächlich um einen "Pillenfritz". Schande über ihn!

Die CVP, die sich gerne Familienpartei schimpft, bereitet offensichtlich eine Vernehmlassung vor, in welcher sie sich nur in Ausnahmefällen für die Medikamentenabgabe durch den Hausarzt ausspricht.
Erlaubt soll die Abgabe in Berggebieten und entlegenen Tälern sein; überall dort also, wo sich niemals ein Apotheker zeigen liesse. Die "Familienpartei" trägt damit eine grosse Mitverantwortung am Tod des Landarztberufes. Nun muss man wissen, dass ein führender Kopf dieser Strategie die Ehefrau des Apothekerpräsidenten ist.... Familienpartei? Wenn damit die "Vetterliwirtschaft" gemeint ist, stimmt es. Es ist nicht das erste Mal, dass ich an das CVP-Sekretariat in Bern eine E-Mail gesandt habe. Bisher habe ich nie eine Antwort bekommen. Was kümmern sich denn die gescheiten Leute aus dem Sekretariat in Bern um einen kleinen Doktor aus den entlegenen Thurgau? Was bildet sich die Basis denn überhaupt ein? Vielleicht bekommt die hochnäsige Spitze bei den nächsten Wahlen gehörig eines auf die Nase. Ich für meinen Teil - bisher CVP-Mitglied - weiss, was ich zu tun habe.

17.2.10

Im Verlaufe der letzten Wochen ist es zu kleinen Unstimmigkeiten mit wenigen Patienten gekommen. Der Grund: auf der Rechnung war zu erkennen, dass wir für telefonische Auskünfte eine bestimmte Position verrechnet hatten - legal und üblich. Allerdings haben wir nur dann etwas verlangt, wenn die MPA die Fragen nicht selbst beantworten konnte, sondern Frau Dr. Hupp oder Dr. Giger fragen musste. Das heisst, dass die Ärztin oder der Arzt während der Sprechstunde gestört werden musste. Neben der Störung war somit ein erheblicher Aufwand nötig, um die Telefonanfrage kompetent zu beantworten. Das gleiche Procedere würde in einer Anwaltspraxis gut und gerne das 10-fache kosten. Aber eben: wir sind keine Advokaten, sondern nur Ärzte...
Wir haben uns für ein neues Vorgehen entschieden:

kann die MPA die Anfrage ohne grossen Aufwand beantworten, bleibt sie gratis;
fühlt sich die MPA überfordert und benötigt sie für die Antwort den Sachverstand der Ärztin oder des Arztes, gibt sie dem oder der Anrufenden zu verstehen, dass nun Kosten anfallen würden und eine Konsultation ohnehin sinnvoller wäre. Somit liegt die Entscheidung beim Patienten.

Wir werden sehen, ob sich die neuen Lösung bewährt. Wenn nicht, gehen wir wieder über die Bücher.

15.2.10

Bereits haben Schweizer Top-Athleten 3 Goldmedaillen in prestigeträchtigen Disziplinen erobert. Vom Zuschauer aus gesehen, kann dies ruhig so weiter gehen, einerlei, welcher "D" nun das Edelmetall abholt. Wenn uns das Glück weiterhin ein bisschen hold gestimmt ist, wird noch der eine oder andere Platz auf dem Siegertreppchen von Schweizer Athleten oder Athletinnen eingenommen werden. Wie gut das doch tut in Anbetracht des Schlamassels, das unsere Banker in Nordamerika angerichtet haben! Es gibt sie noch, die Eidgenossen, die Ehre für unser Land einlegen, ohne für jeden Handstreich einen Millionenbonus zu kassieren. Roger Federer ist Gott sie Dank nicht allein auf weiter Flur.

7.2.10

Unter der Rubrik "PRIVATES"sind nun einie Fotos der Familie Giger Gulov hochgeladen.

3.2.10

Die aktuellen Diskussionen um das Bankgeheimnis haben wenig bis gar nichts mit der Medizin zu tun. Ein aufmerksamer und kritischer Bürger wird sich dennoch Gedanken über das Für und Wider machen. Dass die politischen Parteien in unserem Lande uneins sind, erstaunt überhaupt nicht. Immerhin haben sich namhafte Politiker jener Partei, die der UBS nahe steht, sehr differenziert zur Krise und deren Lösung geäussert. Die einen Patrioten fürchten, dass bei einer Aufhebung des Bankgeheimnisses der Bankplatz Schweiz schwere finanzielle Einbussen erleiden würde. Die anderen Patrioten sind der Ansicht, dass das Ansehen der Schweizer Banken, welches im Augenlick nicht gerade auf dem Höhepunkt steht, durch ein zumindest halbehrenhaftes Verhalten zur früheren Stärke zurückfände. Damit könnten die kurzfristigen finanziellen Nachteile mehr als aufgewogen werden. Wer hat recht?
Für mich steht eines fest: unsere massgebenden Politiker leben uns eine unheilige Doppelmoral vor. Auf der einen Seite machen sie die hohle Hand, wenn reiche Ausländer ihr Geld, das sie in ihrem Heimatland nicht ehrlich versteuert haben, in unserem Land parkieren möchten. Ein Vorgang, den man sicherlich mit unmoralisch und beschämend bezeichnen kann. Auf der anderen Seite schreien die gleichen Moralhüter laut auf, wenn die
deutsche Regierung eine CD mit brisanten Daten von einem zweifelhaften Datendieb kaufen möchte. Wo ist denn da der Unterschied? Ist das Eine vielleicht eine lässliche Sünde, das Andere eine schwere? Meiner Ansicht nach - ich schreibe hier als ungebundener freier Bürger - sollte das Bankgeheimnis möglichst rasch und vollständig fallen gelassen werden. Wir verlieren vielleicht eine ansehnliche Menge an schmutzigem Geld. Dafür gewinnen wir im Ausland mit der Zeit wieder an Ansehen, was auch unseren viel gescholtenen Banken zugute kommen wird.

Viele Bischofszeller geniessen diese Woche Winterferien. Das bekommen wir in der 2. Wochenhälfte ein bisschen zu spüren. Vor allem die Nachmittage sind weniger hektisch. Auch gut so. Andere Zeiten kommen bestimmt wieder.

21.1.10

Das schreckliche Erdbeben in Haiti führt uns dramatisch vor Augen, wie machtlos auch der reichtse Mensch der Naturgewalt ausgeliefert ist. Dass es fast immer die Ärmsten unter den Armen trifft, ist eine traurige Tatsache, die wir ohne Begründung hinnehmen müssen. Mit Bedauern und Mitleid allein ist den Überlebenden nicht geholfen. Die Glückskette ist in meinen Augen eine Möglichkeit, ein bisschen zur Linderung beizutragen. Auch wenn kritische Menschen meinen, das Geld komme ohnehin nicht an. Vielleicht ist dies auch nur eine Schutzbehauptung oder eine Entschuldigung für das Nichtspenden.

9.1.10

Wir haben das Neue Jahr gut angefangen. So, wie wir 2009 beendet haben. Natürlich sind auch wir neugierig, was das Jahr 2010 für Überraschungen bereit hält. Als Optimisten rechnen wir damit, dass es ein gutes Jahr geben wird. Dabei richten wir unseren Blick nicht in erster Linie auf die Wirtschaft, sondern auf die Gesundheit. Und meinen damit vor allem unsere Familien, unsere Mitarbeiter, unsere Verwandten und Bekannten. Dass wir auch unseren Patienten gute Wünsche entbieten, klingt vielleicht ein bisschen paradox. Denn, per definitionem sind "Patienten" eben Menschen, denen ein Teil der Gesundheit abhanden gekommen ist; zum anderen geht es dem Doktor sehr, sehr schlecht, wenn alle Kranken, von denen wir leben, mit einem Schlag gesund würden....(nicht so ernst gemeint).

2.1.10

Im Namen des Praxisteams und auch im Namen meiner ganzen Familie wünsche ich allen, die uns kennen, allen, die uns mögen und auch all jenen, die etwas Mühe mit uns haben, ein gesegnetes und erfolgreiches Neues Jahr. Dass der Wunsch nach einer stabilen Gesundheit an erster Stelle anzuführen wäre, wissen vor allem jene, die auf ärztliche Hilfe angewiesen sind und ein Wohlergehen nur noch vom Hörensagen kennen. Vielleicht hilft es Jenem, dessen Wünsche nur aufs Materielle ausgerichtet sind, wenn er den einen oder anderen Gedanken an Verwandte und Bekannte verschwendet, welche mit schweren oder gar unheilbaren Krankheiten darnieder liegen. Diesen schwergeprüften Menschen und deren Familien kann das Geld gestohlen bleiben. Sie wünschen sich vielleicht nur noch Tage ohne Schmerzen und fröhliche Stunden im Kreise guter Freunde. Fast ist es paradox, jenen Kranken, die im Innersten genau wissen, dass sie das Jahr 2010 nicht überleben werden, gute Wünsche für das Neue Jahr zu überbringen. Scheinbar nur ist es paradox; gute Wünsche, tröstende Worte, ein Blick, der Empathie verrät, vermögen in diesen schwierigen Situationen mehr zu bewirken als ein achtlos übergebenes Nötli.

23.12.09

Im letzten Jahr hatten wir uns erlaubt, die Praxis zwischen Weihnachten und Neujahr zu schliessen. Dies war ein einmaliger Versuch, der mit Sicherheit in den nächsten Jahren nicht wiederholt werden wird. Begründung: die Zeit vor der Schliessung war ebenso hektisch wie die unmittelbare Periode nach der Wiedereröffnung. Dazu kam beim Schreibenden das schlechte Gewissen auf, während dieser Tage nicht für die Patienten dagewesen zu sein. So sind wir in den letzten Dezembertagen wie üblich an den Werktagen für unsere Kranken im Einsatz. Dass wir gebraucht werden, haben die letzten sehr strengen Tage bewiesen.

Am 24.12.09 schliessen wir die Praxis am Mittag. Die Mitarbeiterinnen sind froh, dass ihnen noch die eine oder andere Stunde zur Vorbereitung des Heiligen Abends bleibt. Wir danken Ihnen für das Verständnis.

17.12.09

Die Mitmenschen meinen es wirklich gut - zu gut mit uns. Wir waren uns gar nicht bewusst, dass es unter den vielen Patienten, die wir behandeln, manch einen gibt, der uns nicht nur als "Geschäftspartner", sondern als Freund betrachtet. Diese Tatsache tröstet über die eine oder andere Enttäuschung hinweg, die uns gelegentlich widerfährt. Glücklicherweise bedrücken uns nur wenige Begegnungen, die nicht eben glücklich verlaufen sind. Erstaunlicherweise sind es nicht in erster Linie fachliche Unzulänglichkeiten, die uns angelastet werden; vielmehr sind es zwischenmenschliche Dissonanzen, die dazu führen, dass sich der eine oder andere Patient von unserer Praxis abwendet und sein Glück bei einem anderen Arzt sucht. Sie wissen ja: neue Besen......Einmal bringen wir dafür Verständnis auf und fühlen uns auch erleichtert. Ein anderes Mal haben wir keinen blassen Dunst, weshalb es zum Bruch gekommen ist.

6.12.09

Weder St. Nikolaus, noch der Schmutzli haben sich in der Praxis sehen lassen. Wäre doch mal eine Idee.. So oder so: immer zur Adventszeit wird das Praxisteam mit Geschenken überhäuft. Dass die Linie dabei nicht immer eine gute Figur macht, sei am Rande erwähnt. Dass wir uns über alle Geschenke ehrlich freuen, brauche ich nicht zu erwähnen. Dass die reiche Bescherung für uns alle zu einer Selbstverständlichkeit verkäme, braucht niemand zu befürchten. Ich möchte mich an dieser Stelle ganz ganz herzlich für die lieben Worte und die köstlichen Geschenke bedanken. Vergelt's Gott.

Von einer grossen Impffreude zu sprechen, wäre ein wenig verwegen. Immerhin melden sich jeden Tag besorgte Menschen, die sich gegen das Pandemievirus impfen lassen wollen. Meist haben wir genug Impfstoff. Dagegen ist die Vakzine gegen die saisonale Grippe im ganzen Land ausverkauft. Eine weitere Grosstat aus dem Reiche des abgetretenen Bundesrates aus dem Wallis.

15.11.09

Soll man eher lächeln oder sich kurz ärgern, wenn man zu hören und sehen bekommt, wie sich das Bundesamt (BAG) und die Gesundheitsdirektoren der Kantone die Schuld an der chaotischen "Nicht-Strategie" bei der Impfplanung vorwerfen? Einerlei: was sich hier abspielt, sucht seinesgleichen. Das BAG und die Swissmedic kämpfen um den ersten Platz in der Reihe der unfähigsten Unternehmen. Die ehrgeizige Expolitikerin an der Spitze der Swissmedic hat von den Aufgaben und Pflichten dieses turbulenten Ladens keine Ahnung, nicht einen blassen Dunst. Alt-BR PC hat es verstanden, die unfähigsten
Parteifreunde an die Spitze vieler seiner "Un-organisationen" zu stellen. Auch eine Möglichkeit, nach dem überfälligen Verschwinden von der politischen Bühne im Gespräch zu bleiben. Würde sich das pandemische Grippe-Virus dem Stil und Verhalten der erwähnten Organisationen anpassen, müssten wir uns auf eine riesige Katastrophe gefasst machen....

25.10.09

Zu meiner früher gemachten Aussage, über den bald abtretenden BR PC keinen kritischen Kommentar mehr zu verfassen, kann ich leider nicht stehen. Denn, was sich der Walliser in Bern in den letzten Tagen erlaubt hat, sprengt alle Grenzen der Vernunft und des Anstandes. Böse Zungen behaupten, der Vorsteher des Gesundheitsdepartementes wäre seinerzeit selber gerne Arzt geworden; nur hätte es ihm der zu tiefe IQ nicht erlaubt, das Medizinstudium zu ergreifen. Se non e vero e ben trovato... (auch wenn es nicht stimmen sollte, steckt eine gewisse Wahrheit in der Aussage). Einerlei: was treibt diesen Ärztehasser, der im Gesundheitswesen das blanke Chaos hinterlässt, dazu, die Landärzte mit aller Gewalt zu liquidieren? Wer hat ihm etwas zuleide getan, dass er sich derart rächen muss? Hat jemand aus unserem Kreise die selbstherrliche Majestät, die sich im Stile Robert Mugabes aus Zimbabwe aufführt, beleidigt? Bekanntlich lenken jene Politiker, die in ihrem eigenen Departement vollständig versagt haben, die Aufmerksamkeit auf Nebenschauplätze, um von der wahren Problematik abzulenken. Dies ist PC mit Sicherheit gelungen. Allerdings vermag er jene Personen, die vielleicht etwas mehr Substanz in ihrem Gehirn vorzuzeigen haben - das sind mit Sicherheit nicht wenige -, nicht zu täuschen. Zu offensichtlich sind die plumpen Machenschaften.

Wir Grundversorger sind auf den Ertrag aus dem Medikamentenverkauf angewiesen. Er stellt einen ansehnlichen Anteil unseres Lohnes dar. Wird die Selbstdispensation, welche vom Thurgauer Volk seinerzeit angenommen wurde, abgeschafft, wird kein Jungarzt mehr den Beruf eines Landarztes wählen. Wenn die Abstrafung der Grundversorger so weitergeht, ist das anspruchsvolle und vielseitige Metier dem Tode geweiht. "Ziel erreicht" liesse sich dann eine ungeliebte Stimme aus dem fernen Wallis vernehmen. Noch ist es nicht ganz soweit. Die Parlamentarier, deren Wankelmut nicht unbekannt ist, haben ein Wörtchen mitzureden. Vielleicht gar das Schweizervolk.

9.10.09

Prof. Zeltner, die rechte Hand von alt-BR PC, befindet sich auf seiner Abschiedstournee. Von seinem ehemaligen Chef hat er gelernt, ein äusserst positives Fazit über sein langjähriges Wirken zu ziehen. Dabei vergisst er die vielen Flopps, die ihm unterlaufen sind. Erwähnen möchte ich nur den desaströsen Entscheid vom Herbst 05: er liess wegen der befürchteten Vogelgrippe die international hochangesehene Schmuck- und Uhrenmesse platzen, nachdem die ausländischen Aussteller bereits in Basel angelangt waren.
Auf die Fehlentscheide, die vor allem wir Ärzte zu spüren bekamen, gehe ich nicht ein. Zu gross im Umfang und zu langweilig für die Leser.
Im Übrigen munkelt man nicht nur hinter vorgehaltener Hand, dass im Bundesamt für Gesundheit (BAG) jene Ärzte angestellt seien, die man sonst nirgends brauchen könnte..... Vielleicht nicht ganz falsch. Tatsache ist, dass wir es durchwegs mit Schreibtisch-Spezialisten zu tun haben, welche die Arbeit von uns Grundversorgern nur vom Hörensagen schlecht kennen. Es ist sehr, sehr zu bezweifeln, dass es unter dem neuen Bundesrat zu einer radikalen Neuorientierung kommen wird.

In allen Zeitungen steht in den letzten Tagen zu lesen, dass wir mit raschen Schritten einem grossen Ärztemangel entegegenlaufen. Die Gründe werden aufgezählt und kommentiert. Bereits heute sind von den Absolventen des Staatsexamens 60% weiblichen Geschlechtes. Fast die Hälte der Ärztinnen wird den Arztberuf nie über mehrere Jahre ausüben. Zudem entscheiden sich nur etwa 10% aller Mediziner für die praktische Arbeit auf dem Lande. Man muss kein Prophet sein um erkennen zu können, dass die Einzelpraxis auf dem Lande dem Tode geweiht ist. Wir älteren Semester gehören mittlerweile zu den Auslaufmodellen. Traurig - aber wahr.

3.10.09

Die Thurgauer Stimmbürger meinen es nicht gut mit der Regierung. Beide Vorlagen (Flat Rate und über die Neuorganisation der Zivilstandsämter) wurden bachab geschickt. Kommt dazu, dass sich die Regierung in den letzten Wochen nicht eben mit grossartigen Leistungen in den Vordergrund gedrängt hat. Hochstapler geniessen bei uns - vorübergehend - Narrenfreiheit. Und bei den Millionenverlusten des Elektrizitätswerkes hat man ein Bauernopfer gefunden... Ob bei der nächsten Wahl die Fehltritte der Regierung noch in der Erinnerung des Wählers präsent sind? Bei einigen sicherlich.

....
schon wieder Ferien! Warum denn nicht? Dr. Giger ist ab dem 5.10.09 für 2 Wochen nicht in der Praxis anzutreffen. Die Praxis im Sandbänkli bleibt offen und wird von Frau Dr. Hupp geführt. Ab dem 18.10.09 macht dann Frau Dr. Hupp 2 Wochen Ferien. Wie üblich, wird sie in die Ferne schweifen, gemäss dem Motto, warum denn in der Nähe bleiben, denn das Gute liegt so fern....

Was die KK-Prämien betrifft, hüllt man sich am Besten in Schweigen. Der Verantwortliche für dieses Disaster wurde in den Massenmedien mehrmals namentlich erwähnt. Und ich habe weiter vorne versprochen, einen bestimmten abtretenden BR nicht mehr zu kritisieren. Ich halte mich daran. Ich überlasse das nicht eben wohlwollende Kommentieren jenen, die von der Sache etwas verstehen.

27.09.09

Was bedeutet für uns Grundversorger das knappe Ja zur vorübergehenden Erhöhung der MWST zugunsten der IV?? Erniedrigt dieser Entscheid die Schwelle für neue Gesuche um Beiträge aus der IV? Wir wissen es nicht. Natürlich hoffen wir, dass wir nun nicht mit IV-Anträgen überhäuft werden, vorwiegend von Menschen, die von Vorneherein keinen reellen Anspruch geltend machen können.

Dass Fabian Cancellara nicht Strassenweltmeister werden würde, war zu befürchten, obwohl er wahrscheinlich der stärkste Fahrer im Felde war. In den letzten 2 Runden auf sich alleine gestellt, hatte er gegen die organisierte Gegnerschaft aus Italien und Spanien keine Chance. Nur schön, dass keiner aus einer jener Mannschaften Weltmeister wurde, deren oberstes Ziel darin bestand, den Titelgewinn unseres Schweizers zu verhindern. Und dass kein anderer Schweizer Fahrer mithalten konnte, überraschte niemand. Nur für uns Schweizer bedeutet es vielleicht etwas, an der Tour de Suisse eine Etappe zu gewinnen. International zählt ein solcher Sieg gar nichts. Die EPOchalen 90-er Jahre, in welchen die Schweizer Radrennfahrer den Gegnern um die Ohren fuhren, sind vorbei. Wir sind wieder soweit von der Weltspitze entfernt wie anno dazumal. Ausnahmen bestätigen die Regel. EPO lässt grüssen.

20.9.09

Ob sich mit dem neuen Bundesrat DB, der das Departement vom abtretenden BR PC übernimmt, für uns Ärzte etwas ändern wird, bleibt abzuwarten. Immerhin scheint der neue Mann gemäss ersten Eindrücken, nicht dialogfeindlich zu sein. Dies würde ihn sehr angenehm von seinem Walliser Parteifreund unterscheiden. Im Übrigen werde ich nun aufhören, über Bundesrat PC, der bald, bald von der Bühne verschwindet, zu lästern. Wie sagt doch der Lateiner: "de mortuis nihil nisi bene"... auf gut Deutsch und etwas frei übersetzt: über Tote - auch politisch Tote - soll man nur Gutes erzählen. Dies kann ich in diesem kokreten Fall beim besten Willen nicht, weshalb ich lieber schweige.

9.9.09

Für einmal keine Schelte für unsere Parlamentarier in Bern: die Praxisgebühr von 30 Franken, eine der vielen genialen Ideen von Bundesrat PC, wurde vom Nationalrat bachab geschickt. Bleibt zu hoffen, dass der Ständerat gleich entscheidet. Dann hätten wir für den Moment eine absolut widersinnige Verordnung, die uns Grundversorger administrativ und wohl auch moralisch schwer belastet hätte, vom Tisch. Dass wir uns anderen Regelungen, die uns nicht eitel Freude bereiten, beugen müssen, haben all jene erfahren, welche die Politik in Bern etwas verfolgen.

4.9.09

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) empfiehlt in einem ganz neuen Rundschreiben, mit den Impfungen für die "gewöhnliche" saisonale Grippe bereits jetzt zu beginnen. Weshalb vor allem die Risikogruppen berücksichtigt werden sollen, ist allerdings nicht ganz klar. Wir haben uns entschlossen, ab sofort
mit den Grippeimfpungen zu beginnen. Für Personen ab 65 bezahlt die KK; für die jüngeren Kunden kostet die Impfung nach wie vor 25 Franken.

Einen Vorteil kann man aus der neuen Strategie vielleicht herauslesen: falls dann Ende Oktober 09 der neue Impfstoff für die pandemische Grippe (= Schweinegrippe) auf den Markt kommen sollte, gibt es wohl keine medizinischen Interaktionen bei jenen Personen, welche die übliche Grippeimpfung vor Wochen erhalten hatten. Denn, niemand weiss, wie gut sich die beiden Impfungen vertragen und ob sie sich gegenseitig ev. negativ beeinflussen.

1.9.09

Kleine Veränderungen führen nicht selten zu grossen Ergebnissen. Ob dies bei meinem Internet-Auftritt auch zutrifft? Vielleicht bekomme ich die eine oder andere Reaktion. Ich würde mich darüber freuen.

30.8.09

Es stimmt schon: Petrus ist nach der verregneten Rosenwoche 09 über die Bücher gegangen und hat den Bischofszellern für ihr Städtlifest das beste Wetter geschickt, das er auf Lager hatte. Vielleicht sollten wir ihn doch zum Bischofszeller Ehrenbürger erküren. Dann hätten wir erneut Grund, Festivitäten zu veranstalten und müssten nicht wieder gut 10 Jahre auf eine Neuauflage des gelungenen Städtlifestes warten... Ideen und Leute sind gefragt.

Der samstägliche Notfalldienst war gut zu meistern. Nicht zuletzt deshalb, weil keine Opfer des Alkohols und von Schlägereien zu verarzten waren.

24.8.09

Über unsere Politiker kann man sich nur noch wundern.... Jeder (Schurken-)Staat bekommt von uns, was er sich wünscht. Die Schweiz sinkt vor jedem in die Knie, sobald er den Drohfinger erhebt. Die Schuldfrage spielt überhaupt keine Rolle. Drohen genügt und die Schweizer Geldquellen fliessen. Offensichtlich sind sie noch nicht versiegt. Nach der Würde geht uns das Geld verloren; nach dem Stolz die Selbstachtung. Wie weit haben wir es gebracht! Bald muss man sich schämen, Schweizer zu sein. Und die ehemals weniger privilegierten Länder lachen sich ins Fäustchen. Ich wiederhole, was ich an anderer Stelle schon aufgeschrieben habe:
"Vaterland kannst ruhig sein, deine Söhne schlafen".

13.8.09

Der Auftakt nach den Ferien ist geglückt. Die Assistentinnen arbeiten die Berichte und Vertreterscheine auf. Bis Ende Woche sollten wir a jour sein - wie man so schön sagt. Von der Schweinegrippe - auf neudeutsch "Influenza Pandemic infection H1N1" - haben wir bisher nicht viel mitbekommen. Wir haben unsere Verhaltensweise im Stillen und sehr diskret angepasst. Abwarten und cool bleiben, ist wohl nicht die schlechteste aller Devisen.


7.8.09

Alles hat ein Ende - auch Ferien. Am Montag, den 10.8.09, öffnet die Praxis im Sandbänkli ihre Tore. Wir sind auf einen grossen Ansturm gefasst, auch wenn uns die Schweinegrippe noch nicht eingeholt hat. Es ist gemäss den Experten nur eine Frage der Zeit, bis auch Bischofszell heimgesucht werden wird. Wird da nicht ein wenig übertrieben, was die körperlichen Gefahren und die wirtschaftlichen Konsequenzen betrifft? Bisher ist in der Schweiz kein Mensch an der Krankheit gestorben. Weltweit aber sterben tagtäglich Tausende von Kindern den Hungertod. Tausende von Menschen erleiden in der grossen Welt tagtäglich den Unfalltod. Tausende sterben auf unserem Planeten tagtäglich an Krankheiten, die man eigentlich heilen könnte, würden die wirksamen Mittel allen Bürgern dieser Erde zur Verfügung stehen. Hunderte von Menschen fallen in unserem kleinen Land jedes Jahr der "simplen" Grippe zum Opfer. Darüber redet man kaum. Hunderte von Leben werden in unserem kleinen Land duch (vermeidbare) Unfälle auf den Strassen und bei der Arbeit ausgelöscht. Das nehmen wir kaum zur Kenntnis. Nicht zu reden von den Bade- und Bergunfällen.

Konsequenz: man soll die neue Krankheit, welche beileibe nicht die letzte "Kreation" bleiben wird, ernst nehmen. Panik ist weiss Gott nicht angesagt. Im Übrigen werden die grossen Probleme nicht die Krankheitssymptome sein, sondern die administrativen Folgen. Was sollen wir Ärzte tun, wenn ein Arbeitgeber ein Zeugnis von einem wieder Genesenen verlangt, der gar nicht beim Arzt war??
Können wir an der Maxime "kein Zeugnis ohne Arztbesuch" festhalten? Eine zentrale Frage, die uns noch beschäftigen wird.....

17.7.09



Endlich einmal eine positive Meldung aus der Gesundheitspolitik: in dieser Woche wurden wir Ärzte von neuen Kürzungen und Einschränkungen, sprich Schikanen, verschont. Wohl nur deshalb, weil auch die "Grossen von Bern" gerne ein bisschen Ferien geniessen. Die relative Freude dürfte von kurzer Dauer sein, hat doch unser aller Liebling, Bundesrat PC, schon länger angetönt, dass er vor seinem von allen Seiten schwer bedauerten Abgang noch die eine oder andere Grosstat vollbringen möchte. Fast scheint es, als wolle er in diesen restlichen Wochen alles nachholen, was er über Jahre versäumt hatte. Schwer vorzustellen, dass dabei etwas Gutes herausschaut. Die 30 Franken Praxisgebühr, ein Unsinn, der fast eine Auszeichnung verdienen würde, sind noch nicht vom Tisch.
Mich würde nicht wundern, wenn die vielen Politiker, die mundgerecht verkünden, auf unserer Seite zu stehen, bei einer Abstimmung im Parlament dem Rädelsführer zustimmen würden. Der schlechten Beispiele gäbe es genug. Übrigens: wussten Sie, dass man auch ohne Rückgrat ein hohes Amt bekleiden kann?

5.7.09

"Ende gut - alles gut". Diese Weisheit gilt auf für die Bischofszeller Rosenwoche, der zum Schluss noch 3 schöne Tage beschieden waren. Glaubt man den Organisatoren, war der Besucheraufmarsch dem schlechten Wetter zum Trotz gewaltig. Über 50'000 Besucher sollen es gewesen sein. Nicht auszudenken, wieviele Menschen im nächsten Jahr bei schönem Wetter unser Städtchen besuchen werden....


27.6.09

Nicht nur böse Zungen behaupten, die Bischofszeller Rosen- und Kulturwoche 2009 würde als "Regen- und Kältewoche" in die Geschichte eingehen. Bleibt zu hoffen, dass der Ausgabe 2010 mehr Wetterglück beschieden sein wird. Dennoch: die regenfesten Rosenfreunde aus nah und fern lassen sich nicht so schnell abschrecken, gemäss dem Motto: es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung...

Es ist Zeit, dass auf politischer Ebene die Sommerpause naht. Denn, was da in den letzten Tagen und Wochen an Vorschlägen und Wunschvorstellungen zur Verbesserung des teuren Gesundheitswesens vorgebracht wurde, sprengt die Grenzen des Vorstellungsvermögens. Dabei steht eines mit Sicherheit fest: solange wir nicht bereit sind, uns einzuschränken, werden die Kosten steigen und steigen und....

22.6.09

"Unsere" Bischofszeller Rosenwoche hatte meines Wissens noch nie so schlechtes Wetter wie heuer. Petrus hat sich von den Bischofszellern abgewandt. Vielleicht verwöhnen uns die letzten 3 Tage ab Donnerstag noch. Immerhin: aufgrund der voll belegten Parkplätze im Sandbänkli-Areal darf auf ein reges Besucherinteresse geschlossen werden. Verdient hätten es die rühirgen Organisatoren und interessierten Besucher allemal.

Dass der Doppelkreisel bei der BINA in Bischofszell Nord an der Gemeindeversammlung abgelehnt wurde, erstaunt eigentlich nicht, wenn man an die hohen Baukosten und den nicht eben günstigen Steuerfuss unserer Gemeinde denkt. Sobald es um den eigenen Geldbeutel geht, werden Gegen-Argumente aufgeführt, die einem fast zu Tränen rühren.... Da wurde gar noch die mangelnde Sicherheit bemüht. Einerlei. Ein demokratischer Entscheid ist zu respektieren, ohne Wenn und Aber. Im Verbogenen darf über die zum Teil eher kleinlichen Einwände geschmunzelt werden. Und dass eine Untertunnelung des Städtchens in den nächsten Jahren kaum verwirklicht werden wird, ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

Frage: wie senke ich die Steuern? Gibt es dafür ein einfaches Rezept? Müssen wir unsere Stadtväter in die Pflicht nehmen? Mit ist keine praktikable Massnahme bekannt, wie die Abgaben zu mildern wären. Kennt von Ihnen jemand die Lösung? So quasi die Quadratur des Kreises.

14.6.09

Daran, dass unser heissgeliebter Bundesrat PC den Hut nimmt, sind mit Sicherheit auch wir Ärzte schuld. Dass er sich mit extrem viel Eigenlob von der Bühne verabschiedet, passt zu einem Charakter, der nicht in der Lage ist, begangene Fehler einzugestehen. Aber lassen wir das. Wenn nun nach Prof. Zeltner und BR PC noch Dr. Indra, der 3. im Bunde, der das Heu nicht auf der gleichen Bühne hat wie wir Grundversorger, das Handtuch wärfe, könnten wir fürs Erste etwas verschnaufen. Das nicht gerade beliebte Trio wäre dann weg. Bleibt die Frage, wie uns die Nachfolgerin oder der Nachfolger gesinnt ist. Abwarten heisst die Devise. Schlimmer kann es wohl kaum werden.

31.5.09

Dass das Gesundheitswesen krankt, ist wohl nicht neu. Die Sanierungsvorschläge, die nun aus allen Windrichtungen und allen politischen Lagern vorgebracht werden, haben eines gemeinsam: sie zielen am echten Problem vorbei! Alle sprechen von der Kostenexplosion. Tönt gut und man fährt niemandem an den Karren. Haben Sie aber schon eine ernstzunehmende Stimme vernommen, welche von einer Leistungsexplosion gesprochen hat? Wohl kaum. Tatsache ist doch, dass die technischen Fortschritte in der Medizin in einem fast beänstigenden Masse zu Buche schlagen. Viele Apparaturen können nur noch von eigens ausgebildeten Technikern bedient werden. Wartungsarbeiten, nicht eben billig, fallen regelmässig an. Die äusserst komplex aufgebauten Geräte müssen amortisiert werden. Das kostet Geld. Damit wird der Einsatz teuer. Zudem werden heute extrem schwierige Eingriffe auch bei Kranken angewandt, die man vor 20 oder 30 Jahren in Ruhe gelassen hätte. War man vor 40 Jahren noch der (irrigen) Meinung, einen frischen Herzinfarktpatienten zu 4 Wochen strikter Bettruhe verurteilen zu müssen, bietet man heute auch sehr alten Menschen interventionelle Möglichkeiten an, von denen man vor 4 Jahrzehnten nicht einmal geträumt hätte. Interventionen mit dem Ziel, verschlossene Gefässe in möglichst kurzer Zeit wieder zu eröffnen, um damit aktives Herzmuskelgewebe zu retten und so das Überleben zu verbessern und zu verlängern. Nicht zu sprechen von den kaum zu bezahlenden Krebstherapien usw. Dies nur zwei Beispiele. Es gäbe noch unzählige andere.

Ein zusätzlicher Kostenfaktor, den man beileibe nicht unterschätzen darf, ist das
Leistungsbegehren der Patienten. Kleine Leiden bedürfen grosser Abklärungen, obwohl der erfahrene Arzt meistens weiss, dass ausser hohen Kosten nichts dabei herauskommt. Weigert sich der Doktor einem Kranken aus medizinischen Vernunftgründen eine teure, aber wohl sinnlose Untersuchung anzuordnen, marschiert der gekränkte Kranke zum nächsten Arzt. Vielleicht hat dieser mehr Musikgehör - oder versteht mehr von der Medizin. Was ist dagegen zu tun? Rationierung von bestimmten Leisungen? Höherer Selbstkostenanteil? Längeres Zuwarten bei nicht unbedingt notwendigen Untersuchungen?

Die Lebenserwartung ist seit 1900 alle 3 Jahrzehnte um fast 10 Jahre gestiegen. Damals hatte das Neugeborene 50 Jahre vor sich. Heute sind es über 80. Die Gesundheitskosten steigen parallel zur Alterung der Bevölkerung. Und dieser Trend wird kaum aufzuhalten sein, auch wenn die Lebenserwartung nicht mehr so steil ansteigen wird.

Fazit:

1. Leistungsexplosion: die Kosten im Gesundheitswesen werden weiter steigen, weil die Behandlungen besser, vielfältiger, komplexer und teurer werden.
2. Leistungsbegehren:
manch ein Patient sagt sich, wenn ich schon so hohe Prämien bezahle, möchte ich auch etwas fürs Geld. Unsere Massenmedien tragen durch unseriöse und halbwissenschaftliche Elaborate dazu bei, das Begehren nach besserer und exakterer Abklärung bei den prominentesten Ärzten des Landes zu fordern.
3. Alterung der Bevölkerung: ältere Menschen sind teurere Patienten (schlechte Risiken für die Krankenkassen). Mehr ältere Menschen treiben die Gesundheitskosten in die Höhe. Ergo: die Kosten werden weiter steigen.
4. Teuerung: das Leben ist über all die Jahre teurer geoworden. Weshalb sollte gerade der grosse "Gesundheitsmarkt" billiger werden? Passt er sich vielleicht dem Milchpreis an?

Die Gesundheitspolitiker, die mit grosser Verpätung aus dem Dornröschenschlaf erwacht sind, mögen noch so vehement und lautstark praktikable Lösungen anpreisen; sie werden scheitern, weil die von mir aufgeführten Argumente Tatsachen und Wahrheiten entsprechen, die man nicht aus der Welt schaffen kann. Viel Lärm um nichts!

21.5.09

Seit dem 19.5.09 ist das Team wieder komplett. Das stimmt nicht ganz; denn, am 18.5.09, hat unser jünstes Familienmitglied, Rebecca, ihr Praktikum bei uns angefangen. Sie wird uns bis zu den Sommerferien unterstützen und dann ihr Studium an der Fachhochschule in St. Gallen fortsetzen.
Die Eltern, zu denen auch ich gehöre, haben den Abstecher zu der älteren Tochter Simone nach Usbekistan unversehrt überstanden. Nicht selbstverständlich, wenn man bedenkt, dass wir 2 Mal eine Taxifahrt von je 4 Stunden ohne Schaden an Leib uns Seele (?) hinter uns gebracht haben... Das erste Mal von Buchara nach Samarkand; das zweite Mal von Samarkand nach Taschkent.

4.5.09

Die ersten 14 Stunden des erweiterten Notfalldienstes haben wir überlebt - aber wie!!! Warten war angesagt; Geduld wurde verlangt; das Telefon klingelte und klingelte und....Was die 10 Nachtstunden wohl noch bringen werden? Keiner weiss es.
Noch ist es zu früh für ein Fazit. Dennoch: wenn die Dienste so weitergehen, wird es nicht bei dieser "Notlösung" bleiben.

Im Übrigen hat es der Redaktor der TZ offensichtlich nicht als sinnvoll erachtet, meinen Artikel zu veröffentlichen. Da waren doch die wiederholten Beiträge über die Schützen und deren Projekte für das "gemeine" Volk von viel grösserer Bedeutung. Weiterer Kommentar überflüssig.

22.4.09

Schon (zu?) oft habe ich vom neuen Notfalldienst-Konzept geschrieben. Der 1. Mai, der Tag der Wahrheit, rückt näher. Im Namen der beteiligten Ärzte habe ich die lokale Presse mit einem Informationsschreiben gefüttert. Wo und wann es veröffentlich wird, entzieht sich meiner Kenntnis.

Ich erlaube mir, den Volltext des Schreibens hier bekannt zu machen:

ÄRZTLICHER NOTFALLDIENST

Änderungen per 1. Mai 09

Die Notfalldienstkreise Bischofszell und Sulgen werden auf den 1. Mai 09 zusammengeführt. Das heisst, dass das im Notfall zu versorgende Gebiet viel grösser wird. Gleichzeitig stehen für den Notfalldienst doppelt so viele Ärzte zur Verfügung. Die betroffenen Ärzte müssen künftig nur noch halb so viele Diensttage leisten. Dies ein kurzes Fazit.

Wie in der Zwischenzeit fast allen Bewohnern ländlicher Gegenden bekannt ist, zieht es immer weniger Jungärzte als Grundversorger aufs Land. Hohe Investitionen, grosse Verantwortung, unzählige Notfalldienste mit Nachteinsätzen und sinkende Einkommen sind die Hauptgründe für die Landflucht. Wer kann es einem jungen Doktor verübeln, wenn er eine sichere Existenz in der Stadt oder eine Spezialarzttätigkeit dem beruflichen Stress auf dem Dorfe vorzieht? Diese Entwicklung bekommen vor allem jene Grundversorger zu spüren, welche altersbedingt ihre berufliche Tätigkeit aufgeben und einen Nachfolger in ihre Praxis suchen. Weil im Dienstkreis Sulgen die Lücken nicht geschlossen werden konnten und Bischofszell vom aktuellen Zeitgeist nicht verschont bleiben wird, haben wir Ärzte uns entschlossen, die Dienstkreise zusammen zu legen.

Welche Konsequenzen hat diese Entwicklung für die Patienten und die Dienstärzte? Die Patienten müssen längere Anfahrtswege zum Dienstarzt in Kauf nehmen. Sie haben sich in Geduld zu üben, wenn sie einen Hausbesuch wünschen. Längere Wartezeiten in der Praxis sind dann unausweichlich, wenn der Dienstarzt zu einem Hausbesuch ausrücken muss. Für uns Ärzte wird die Belastung in jeder Beziehung grösser: mehr Patienten, häufigeres Verlassen der Sprechstunde für Notfallbesuche, Unruhe und Überlastung in der Praxis.

Ob die nun vorgesehene Lösung längere Zeit überdauern wird, vermag im Augenblick wohl niemand verlässlich zu beurteilen. Fest steht, dass im Kanton Thurgau verschiedene Notfalldienst-Projekte im Versuchsstadium stecken. Es ist zu hoffen, dass sich das Beste möglichst bald durchsetzen wird, damit wir eine für den ganzen Kanton gültige Regelung schaffen können.

Die kostenpflichtige Dienstarzt-Nummer, welche in Bischofszell seit Jahren gewählt werden kann, gilt ab dem 1.5.09 für den ganzen Dienstkreis. Sie lautet: 0900 575 422. Für ganz dringende Fälle stehen auch die Nummern 144 und 1414 (REGA) zur Verfügung.

Für die Ärzte des Dienstkreises Bischofszell-Sulgen

Dr. A. Giger, Bischofszell


19.4.09

Das Gartentor ist repariert. Es hängt seit wenigen Tagen wieder dort, wo es hingehört. Auf Ostern hat es leider nicht mehr gereicht; dafür aber auf den Weissen Sonntag.

Dass die Krankenkassenprämien massiv steigen werden, ist schon lange bekannt. Endlich regen sich die Politiker. Endlich, endlich kann man mit Fug und Recht behaupten. Welcher Politiker wagt sich denn, mit schlechten Nachrichten an die Öffentlichkeit zu treten? Dies könnte ihm ja Stimmen kosten. Endllich, endlich haben auch die meisten Verantwortlichen begriffen, dass nicht wir billigen Ärzte auf dem Land an der Kostensteigerung schuld sind. Und weshalb eine ambulante Behandlung im Spital mit einem besseren Taxpunkt abgerechnet werden kann, als wenn sie der Hausarzt erbringt, bleibt wohl das Geheimnis jener Volksvertreter und Spitalmanager, welche diese grobe Ungerechtigkeit geschaffen haben. Und, dass der Ärzterarif TARMED, ein Jahrhundertwerk, das viel gekostet hat und an dessen Schöpfung im Wesentlichen Ärzte beteiligt waren, kläglich gescheitert ist, wissen wir, die betroffenen Grundversorger, seit dem Start dieser prämierten Dummheit. Ziel wäre es gewesen, die Landärzte im Vergleich zu den Spezialisten finanziell besser zu stellen. Was ist dabei herausgekommen? Das pure Gegenteil. Der ehemalige rede- und stimmgewaltige FMH-Präsident Brunner, selber Spezialarzt, lässt grüssen....

10.4.09

Obwohl die Massenmedien viel und meist lobend über den Ärztestreik berichtet hatten, bestehen nach wie vor grosse Zweifel am Willen des zuständigen Bundesrates, auf seinen Entscheid über die Kürzung der Labortarife zurückzukommen. Meiner Ansicht nach ist der Mist längst geführt und das Abkommen mit den Kassen unterzeichnet. Zwar hört man oft das geflügelte Wort, die Hoffnung würde zuletzt sterben. Mag sein - aber sterben wird sie spätestens Mitte Jahr. In diesem Zusammenhang erinnere ich mich eher an die alte Volksweisheit: die Kleinen, das sind wir Landärzte, hängt man auf und die grossen, das sind Spitäler und Spezilaisten, lässt man laufen. Wann, so frage ich mich, wann werden die letzten Einzelkämpfer auf der Landkarte verschwunden sein? Wie lange gibt es den Grundversorger auf dem Lande noch? Oder erleben wir in den Nach-Couchepin-Ära eine Renaissance des Landarztes? Noch einmal: wenn die Hoffnung nicht wäre.....

3.4.09

Offensichtlich hat der landesweite Ärzteprotest doch etwas bewirkt. Ob die angekündigte reduzierte Abgeltung des Praxislabors allerdings eine leere Drohung war, muss sich erst noch erweisen. Im Übrigen ist es sicherlich nicht ganz korrekt, die Misere um die Landärzte nur dem zuständigen Bundesrat und seinen Vasallen zuzuschreiben. Die FMH, also unsere Vertretung in Bern, war es, welche den neuen Tarifvertrag TARMED ausgearbeitet und eingeführt hatte. Das ursprüngliche Ziel des TARMED wäre es gewesen, die Grundversorger im Vergleich zu den Spezialisten einkommensmässig besser zu stellen. Der Schuss ging hinten hinaus und hat das Gegenteil bewirkt. Die FMH hat sich bisher geweigert, ihr völlig missratenes Jahrhundertwerk als Missgeburt zu deklarieren. Schuld sind die anderen, nur nicht die Schöpfer der Fehlkonstruktion. Da kommt es den Ärztevertretern in Bern doch sehr, sehr gelegen, wenn Blickpunkt und Stossrichtung auf andere Objekte zielen. Unsere Vertreter kommen mir vor wie Politiker, die in die Aussenpolitik gehen, wenn sie in der Innenpolitik gescheitert sind.

28.3.09

Aufmerksame Besucher haben festgestellt, dass der rechte Flügel unseres grossen Gartentores im Süden der Liegenschaft demoliert wurde. Eine Autofahrerin war vor 4 Wochen, am Sonntagmorgen, bei Neuschnee wohl etwas gar schnell unterwegs und kriegte die Kurve im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr. Nicht nur das Tor erlitt grossen Schaden - auch das Auto. Zunächst wurde der defekte Flügel von einem Schmied abgeholt und repariert. Nun ist unser Nachbar, der Maler Manser, gefragt. Vielleicht schaffen es die Handwerker, das Tor bis Ostern instand zu stellen. Es wäre ein schönes Ostergeschenk. Im Übrigen ist der neu reparierte Gartenzaun immer wieder das Opfer von Piloten, welche beim Rückwärtsfahren aus unserem Parkplatz dem Hag zu wenig Beachtung schenken. Es ist wohl ein Zeichen des Zeitgeistes, dass sich bisher kein schuldiger Autofahrer in der Praxis zu seinem Fehler bekannt hat......

26.3.09

Den freien Mittwochnachmittag habe ich u.a. dazu benutzt, die defekten E-Mail-Adressen zu reparieren. Zum Einen war nicht klar, weshalb es zu einer Störung gekommen war; zum Anderen weiss ich auch nicht genau, wie ich es geschafft habe, den Defekt zu beheben. Immerhin: gemäss meinen Tests sollten nun alle bekannten Adressen wieder in Ordnung sein. Wie heisst es doch so schön: dem Tüchtigen hilft das Glück. Oder - und dies soll kein Angriff auf die Landwirte sein - die dümmsten Bauern ernten die grössten Kartoffeln. Ein Glück für mich, dass ich "nur" ein Bauern
sohn bin....

25.3.09

Landauf, landab treten nun grössere und kleinere Ärztegruppen in den Streik. Alle haben wir von "unserem" Bundesrat, PC, der die Ärzte nicht ernst nimmt, die Nase voll. Seine überhebliche Selbstherrlichkeit grenzt ganz nahe ans Pathologische. Darum sind Zweifel angebracht, ob er sich beeindrucken lässt.
Am 1. April bleibt auch die Praxis im Sandbänkli geschlossen. Wir streiken mit. Mehr als eine Mitarbeiterin wird an der Protestkundgebung in Frauenfeld mitmachen. Auch wenn sich der Walliser Hartschädel in Bern nicht erweichen lässt, so haben wir doch die Patienten - und das sind nicht wenige - auf unserer Seite. Ihnen gebührt unser Dank.

23.3.09 Probleme mit E-Mail-Adressen

Ganz offensichtlich funktionieren die beiden folgenden E-Mail-Adressen nicht mehr:

Alois.Giger@hin.ch
PiS@hin.ch

Der Grund ist nicht klar. Die internen Kontrollen besagen, dass alles iO. sei. Leider sind viele Mails untergegangen, ohne dass der Absender eine Fehlermeldung erhalten hätte...Wir sind am Ball.

Die folgende Adresse funktioniert einwandfrei:

abgiger@bluewin.ch

Bitte im Moment nur diese Adresse benützen: abgiger@bluewin.ch


15.3.09

Ganz offensichtlich gehen die Proteste der Ärzte und der angedrohte Streik am 1. April 09 nicht spurlos am BAG vorbei, hat doch Prof. Zeltner, der Chefdenker und Bundesratsflüsterer seinen Abgang per Ende 2009 angekündigt. Kaum ein Grundversorger wird dem wohl meist verwünschten Kollegen eine Träne nachweinen. Zuviele Versprechen hat er nicht eingehalten. Zuviele Verordnungen zum Nachteil der praktischen Ärzte sanktioniert. Trotz dieses erhofften Entscheides bleiben zwei Wünsche offen: Prof. Zeltner möge den Platz früher räumen und "unser" Bundesrat
möge dem Beispiel seines Beraters folgen. Dass Bundesrat PC einen uns wohlgesinnten Nachfolger auf den Thron hebt, ist eher unwahrscheinlich. Kaum einer aus seinem Kader ist uns Grundversorgern wohlgesinnt. Abwarten und weiter Druck machen. Stetes Tropfen..



5.3.09

Der Thurgau ist ein grosser Kanton, ein riesiger gar, wenn man sich vor Augen führt, dass es in diesem Gebilde von 1000 Quadratkilometern (den Bodenseeanteil mit eingerechnet) und gut 250'000 Einwohnern mittlerweile mehr als eine Handvoll Notfalldienstsysteme zu bewundern gibt. Thurgau West hat vor Monaten mit einem neuen Konzept Pionierarbeit geleistet. Andere Regionen haben nachgezogen; allerdings mit anderen Modellen. Was für Frauenfeld gut ist, kann sich in Weinfelden nicht bewähren. Was den Ärzten aus Kreuzlingen sinnvoll erscheint, passt jenen von Romanshorn weniger. Wenn die Doctores aus Arbon einen neuen Plan geschmiedet haben, muss er den Amriswilern nicht notwendigerweise zupass sein. Da muss man fast ein Experte sein, um die verschiedenen Lösungen zu verstehen. Und welche ist die Beste? Welche die Beste für die Ärzte? Welche die Beste für die Patienten?

Wir Bischofszeller wären ja blöd, wenn wir nicht ein eigenes Süpplein kochen würden. Es fehlte gerade noch, dass wir uns zum Beispiel der Amriswiler Regelung anschlössen... Schliesslich ist Bischofszell noch immer der Bezirkshauptort! Das will doch etwas heissen.

Den letzten beissen die Hunde. Was will ich damit sagen? Irrtum vorbehalten, werden wir ab dem 1.5.09 zusammen mit unseren neuen Partnern aus Sulgen die einzigen Grundversorger im Thurgau sein, welche noch den Hausarztdienst nach dem alten Muster anbieten mit Diensteinsätzen in der Nacht und an den Wochenenden. Für die Patienten sicherlich angenehm. Und für uns Ärzte? Man braucht nicht mit prophetischen Talenten gesegnet zu sein, um die Voraussage zu wagen, dass "unsere" Lösung nicht lange überleben wird. Spätestens dann, wenn der nächste Praktiker aus Altersgründen zurücktritt und keinen Nachfolger findet, werden die Diskussionen wieder losgehen. Dass keine jungen Ärzte aufs Land kommen, liegt nicht zuletzt an unserer überholten Notfalldienst-Regelung.

22.2.09

Dass es Herr BR Pascal C. (PC) mit uns Landärzten nicht gut meint, pfeifen in der Zwischenzeit nicht nur die Spatzen von den Dächern. Langsam aber sicher begreifen nun auch die betroffenen Menschen auf dem Lande, wie sehr uns Grundversorgern der Hahn zugedreht wird. Endlich, endlich ergreifen auch einige Politiker aus allen Parteien - mit Ausnahme der FDP - das Wort und bieten uns zumindest moralische Hilfe an. Als Landarzt und Grundversorger stehe ich unter dem starken Eindruck, dass BR PC uns Einzelkämpfer auf dem Lande liquidieren möchte. Und dies auf eine ganz und gar fiese und gemeine Art: man streicht in regelmässigen Abständen Leistungen, die bisher verrechnet werden konnten. Hier ein bisschen, dort ein wenig und immer fröhlich weiter bis das Fass überläuft. Dies ist nun geschehen. Was steckt denn für eine Vision hinter diesem selbstherrlichen und diktatorischen Gebaren? Weshalb schiesst das Bundesamt ausgerechnet auf die billigsten und effektivsten Arbeiter im Gesundheitsmarkt? Das soll noch einer verstehen.
Bedenklich ist auch die Tatsache, dass die engsten Mitarbeiter und Berater des Bundesrates aus dem Wallis, wohin wir ihn sehnlichst zurückschicken möchten, von einer Landpraxis keine blasse Ahnung haben. Es handelt sich samt und sonders um Schreibtischtäter, die uns weis machen wollen, wie wir eine Praxis zu führen hätten. Gott sei Dank stehen wir Ärzte für einmal zusammen und planen gemeinsam das weitere Vorgehen. Fortsetzung folgt.

15.2.09

Dass die Schweizer Männer im Slalom seit 3 oder 4 Jahrzehnten hinterher fahren, ist nichts Neues. Das wissen nicht nur die sportbegeisterten Zuschauer, sondern auch die Trainer, Betreuer und wohl auch die Fahrer. Eigenartig scheint mir nur, dass es in all diesen vielen, vielen Jahren nicht gelungen ist, Abhilfe zu schaffen. Da stimmt doch irgend etwas an der Trainingsmethodik nicht. Oder sind wir einfach weniger wendig und weniger beweglich als unsere östlichen Nachbarn? Fehlt es vielleicht an den Genen? Oder haben wir möglicherweise nicht den geeigneten Schnee für ein erfolgversprechendes Training, zu wenig steile Pisten, die falschen Skier oder unpassendes Schuhwerk? Einerlei! Unsere sachkompetenten Reporter haben sich offensichtlich mit der chronisch-konstanten Misere abgefunden und hüllen sich in Schweigen, wenn der erwartete Ausfall eines Fahrers denn Tatsache wird. Ich verzichte darauf, das bekannte Bonmot zu wiederholen, wonach die Schweizer Slalomasse(?) durchsichtige Skier anschnallen müssten.....

Natürlich hat mein Seitenblick oder Seitenhieb mit der Medizin und unserer Praxis nichts, aber auch gar nichts zu tun. Also was soll's!
Schuster bleib bei....Dennoch: dass es Daniel Albrecht wieder besser geht, freut Freund und Konkurrent. Ob er je wieder wird skifahren können? Mit welchem Erfolg? Das fragen sich viele, obwohl die bald wieder erlangte Gesundheit sicherlich bedeutender ist als die Frage nach der Sportfähigkeit.

Dr. Martina Hupp wird in dieser Woche nicht in der Praxis anzutreffen sein. Zusammen mit Ihrem Partner macht sie sich daran, die Liegenschaft in Kesswil, an den Gestaden des Bodesee's, zu verschönern. Wenn das nur gut geht! Hoffentlich ist sie sich bewusst, dass wir sie ab dem 23.2.09 in der Praxis wieder dringend brauchen. Das ganze Team wünscht Martina eine erfolgreiche und schöpferische Zeit.


8.2.09

Der Frühling ist noch weit. Der sanft fallende Schnee ist ein Hinweis dafür, dass der Winter sein Regime nicht so ohne weiteres preisgeben wird. Für die Wintersportfans ein Festspiel; für die Frühlingshungrigen eine kleine Tragödie.

Die erste Dienstbesprechung im grossen Kreis ist ohne folgenschwere Komplikationen abgeschlossen worden. Auf der einen Seite kommt Freude über die verminderte Anzahl von Diensttagen auf; auf der anderen Seite leichte Beklemmung und bohrende Unsicherheit über die physisch und psychisch grössere Belastung. Der Otpimist wird sagen: wir haben weniger Wochenend- und Nachteinsätze; der Pessimist: wir haben dafür an den besagten Tagen mehr Stress.

Der leichte Schnee von heute Sonntagmorgen wäre geeigent, meine Gartenbahn-Schneefräse einzusetzen... Allein: sie ist nicht betriebsbereit. Und bis ich das Gerät fahrfertig konfektioniert hätte, wäre der Schnee wieder weg. - Ausreden überzeugen nicht immer.



1.2.09

Wie schnell doch ein paar freie Tage vergehen.... Der Alltag hat uns wieder.

Die "Steine des Anstosses" an der Grabenstrasse wurden in der Zwischenzeit entfernt. Glücklicherweise ist es zu keinem Unfall gekommen. Für einmal hat kluge Vorsicht über stures Beharren gesiegt. Ein gutes Omen für Bischofszell??

Am 3.2.09 geht die erste Dienstbesprechung mit den Ärzten des erweiterten Dienstkreises über die Bühne. Waren bisher die Interessen und Wünsche von 6 Ärzten zu koordinieren, prallen nun die Wunschvorstellungen von 12 Ärzten und Ärztinnen aufeinander. Wenn das nur gut geht.... Allerdings ist zu bemerken, dass die meisten Dienstkreise viel grösser sind und sich offensichtlich ohne grosse Probleme organisieren lassen. Da sollten doch auch wir in der Lage sein, eine vernünftige Lösung zustande zu bringen. Fortsetzung folgt.

25.1.09

Ab dem 26.1.09 gönnt sich Dr. Giger ein paar Tage Winterurlaub. Die Praxis ist - wie üblich - offen. Dr. Martina Hupp ist auf einen grossen Andrang gefasst....

22.1.09

Bei all jenen Menschen - ob Patient oder Sympatisant - , die uns mündlich oder schriftlich Glückwünsche zum
30-jährigen Jubiläum überbracht haben, möchte ich mich im Namen meines Praxisteams und auch im Namen meiner Familie aus tiefem Herzen bedanken.
Es gab den einen oder anderen bewegenden Moment, der sich nicht in Worte fassen lässt. Umso länger bleibt er in der Erinnerung haften. Die vielen Zeichen echter Zuneigung und herzlicher Sympathie sind uns Ansporn zu noch besseren Leistungen. Vergelt's Gott!

14.1.09

Ein herzliches Dankeschön an die Leserinnen - es sind offensichtlich fast nur Vertreterinnen des holden Geschlechts - unserer Site, die sich im Gästebuch melden. Bisher sind nur positive Meldungen eingegangen. Das freut mich und uns ganz besonders.
Übrigens: der "Chef" ist nun auch in der Fotoglaerie vertreten....

11.1.09

Die Fotogalerie wurde um einige Bilder erweitert. Von "bereichert" kann man wohl nicht sprechen..... Urteilen Sie selbst.

Dr. Giger nimmt am 15.1.09 am Nationalen Laserkongress in Zürich teil. Internationale Referenten und Vorträge über die neuesten Erkenntnisse auf dem Gebiet der medizinischen Lasertechnologie versprechen einen spannenden und intensiven Fortbildungstag.

Aus der Praxis gibt es nichts zu berichten, was den Leser interessieren könnte. Natürlich waren wir in den letzten Tagen hart gefordert. Das Arztgeheimnis verbietet es, näher auf die kritischsten Fälle einzugehen.

1.1.2009 NEUJAHR

Im Namen meines Praxisteams und ganz besonders auch im Namen meiner Familie wünsche ich allen Menschen, die mich und uns kennen, ein frohes, gesundes und gesegnetes Neues Jahr. Bei allen Männern und Frauen, bei allen Kindern und alten Menschen, die im vergangenen Jahr unsere Hilfe in Anspruch genommen haben, möchte ich mich aus ganzem Herzen bedanken. All jene, die mit uns nicht zufrieden waren, bitte ich höflich um Nachsicht. Wir werden es auch im Jahre 2009 nicht schaffen, alle Hilfesuchenden zufrieden zu stellen. Das hat weniger damit zu tun, dass es uns an gutem Willen oder an fachlichem Können fehlt; vielmehr werden wir auch im Neuen Jahr nicht immer den richtigen Ton oder die richtige Umgangsform finden. Dass uns auch fachliche Fehler unterlaufen werden, hat sicherlich zum Teil mit der Komplexität der Medizin zu tun. Und wenn die "Chemie" zwischen zwei Menschen nicht stimmt, vermag guter Wille und fachliche Kompetenz wenig auszurichten. Der liebe Gott hat eben verschiedene Kostgänger, zu denen auch wir gehören....


Viadukt Brusio

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