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5. SPORT

17.5.12

Es war zu befürchten: die Schweiz hat in den letzten 15 Jahren an einer Eishockey-WM nie mehr so schlecht abgeschnitten wie heuer: Rang 11! Begleitet von einem Abrutschen in der Weltrangliste von Platz 7 auf Platz 9! Dennoch darf die Mannschaft an die Olympischen Winterspiele nach Sotschi fahren. Den Deutschen sei Dank, welche im letzten Spiel gegen die Tschechen die 2. böse Schlappe eingefahren haben und so die Mannen um Sean Simpson in der Rangliste nicht noch weiter abtauchen liessen. Denn: genau dieser 9. Rang ist für die direkte Qualifikation nötig. Für einmal möchten alle Eishockefans die Deutschen loben: manchmal sind sie auch lieb mit uns..... Für den Schweizer Trainer der deutschen Nationalmannschaft, Köbi Kölliker, dürfte das Engagement nach dieser WM enden. Ein altbekannter Trainer steht für das deutsche Team bereit: Ralph Krüger, welcher die Schweiz während eines Jahrzehntes zu schönen Erfolgen geführt hatte.

14.5.12

Nach wie vor bin ich der Meinung, dass Roger Federer nie mehr die ATP-Nummer eins werden wird. Dass er nun dank seines Sieges in Madrid zur Nummer 2 aufgestiegen ist, stellen alle Sportfreunde mit Freude fest. Gerne würde ich mich in ein paar Monaten für eine Fehleinschätzung tadeln lassen. Abwarten.

Es war nicht die WM unseres Eishockeyteams. Nach einem guten Beginn wurde die Mannschaft 4 Mal hintereinander geschlagen. Vermutlich ein trauriger interner Rekord. Die Diskussionen laufen heiss. Warum dieser eklatante Einbruch? Warum die taktische Neuausrichtung nach zwei Siegen? Auch einem Nicht-Eishockey-Experten ist bekannt, dass die Schweiz dann mit einem Gegner Mühe hat, wenn sie das Spiel machen muss. Trainer Simpson wird einige Fragen zu beantworten haben. Ob er seinen Posten unter dem gestrengen Chef Gaydoul wird halten können? Zweifel sind erlaubt. Es tröstet nur wenige, dass viele meinen, unsere Equipe sei deutlich unter ihrem Wert geschlagen worden. Dafür gibt es keine Punkte. Ein grosser Trost kann nicht sein, dass auch die Deutschen nach einer herben Niederlage gegen Norwegen die Koffer packen müssen. Und die Tage des Schweizer Trainers, Köbi Kölliker, sind wohl gezählt. Vielleicht wird er in der Schweiz der Nachfolger des Herrn Simpson...

12.5.12

Nein, es läuft den Eisgenossen nicht gut im hohen Norden: 3 Niederlagen hintereinander. Eine zuviel, wie ich meine. Das Ziel, Viertelfinal, wird unter normalen Umständen nicht mehr zu erreichen sein. Fast steht zu befürchten, dass die Schweiz die schlechteste Rangierung der letzten 10 Jahre aufgebrummt bekommt. Olympia adé? Der. 9. Platz an der WM würde die Qualifikation bedeuten. Auch diese Klassierung dürfte nicht mehr zu erreichen sein. Ganz offensichtlich wurde die Mannschaft nach den sehr guten Ergebnissen in unbedeutenden Freundschaftsspielen überschätzt. Trainingsweltmeister? Dass wir den Ausfall von 3 bis 4 Schlüsselspielern nicht verkraften, war schon vorher bekannt. Dass man gegen Frankreich Punkte budgetiert hatte, war ein offensichtlicher Fehler. Und dass gegen die Slowakei, die bisher einen bestechenden Eindruck hinterlassen hatte, und die USA, nie zu unterschätzen, zwei Siege herausschauen werden, glauben die Wenigsten. Wenn die Hoffnung nicht wär....

5.5.12

Die Eishockey-Weltmeisterschaften haben mit einem überzeugenden Sieg der Schweizer Mannschaft begonnen. Prima. Dass Mark Streit, unser weltweit anerkannter Superstar, zwei Tore geschossen hat, zeigt, welch überragender Spieler der Nordamerikaprofi ist. Nur weiter so. Dann kann alles möglich sein.
Und der FC St. Gallen? Er schwächelt und schwächelt, je näher der vor Monaten sicher geglaubte Aufstieg näher rückt. 4 Punkte aus 3 Spielen müssen es noch sein, damit der Sprung in die oberste Landesliga Wirklichkeit wird. Was denken Sie? Wird es der älteste Fussballclub der Schweiz schaffen?

30.4.12

Dass der Erfolgstrainer von ehedem, Christian Gross, bei YB entlassen würde, war leicht vorauszusehen. Unbestimmt war nur der Zeitpunkt. Ein einziger Sieg in 10 Spielen ist ein bisschen wenig
und noch schlechter als die magere Bilanz von Thorsten Fink, der nach seinem Wegzug von Basel den HSV knapp vor dem Abstieg retten konnte. Was lernen wir daraus? Ein Übungsleiter, der mit dem Club A grosse Erfolge feiern durfte, ist kein Garant für viele Siege mit dem Club B. Das weiss doch jedes Kind. Im Falle von Christian Gross erstaunt, dass er sich zugemutet hatte, mit Spielern, die nicht einmal zur nationalen Spitze gehören, im bescheidenen Schweizer Fussball Erfolge zu feiern. Oder kennen Sie einen Spieler aus der Berner Mannschaft, welcher unter die besten Tschütteler der Axpo Super League einzureihen wäre? Torhüter Wöfli vielleicht, wenn er nicht gerade floppt... Und dann? Wer sich zutraut, mit einem mittelmässigen Kader national an die Spitze vorzustossen, hat entweder sich oder die Spieler überschätzt.
Dass der FC Basel die Meisterschaft für sich entscheiden würde, stand schon lange fest. Die grosse Überlegenheit zeigt überdeutlich auf, wie schwach die anderen Clubs sind. Das Niveau ist bedenklich tief und wird von Jahr zu Jahr schlechter. Was läuft falsch im nationalen Spitzenfussball?
Ein Lob verdient Lucien Favre mit seinen Borussen aus Mönchengladbach, welche in der nächsten Saison im internationalen Fussball mitmischen dürfen. Ein Wermutstropfen trübt die glänzenden Aussichten: der beste Stürmer und der beste Verteidiger verlassen den Club in Richtung Dortmund bzw. Bayern. Ob die Lücken gefüllt werden können?
Haben Sie gewusst, dass die Tour de Romandie gestern zu Ende gegangen ist? Immerhin die zweitgrösste Rundfahrt in unserem Land nach der Tour de Suisse. Wenn Sie kein Radsportfan sind, haben Sie auch nicht festgestellt, dass Schweizer Radrennfahrer dabei waren. Sie haben eine sehr, sehr diskrete Rolle gespielt.

28.4.12

Nicht die beiden spanischen Favoriten mit den teuersten und wahrscheinlich auch besten Spielern treten in München zum Champions-League- Final an. Bei Barcelona war ein Scheitern fast vorauszuahnen. Wer aus über 40 Torschüssen nur 2 Tore fertig bringt, muss die Schuld nicht beim spielerisch unterlegenen Gegner suchen, der aus 4 Chancen 3 Tore markierte. Das Fazit ist einfach: Barcelona hat gegen Chelsea einen neuen Rekord im Auslassen einmaliger Chancen aufgestellt. Eine mehr als nur zweifelhafte Ehre.
Bei Real Madrid gegen die Bayern aus München waren die spielerischen Unterschiede zugunsten der Spanier nicht so krass, auch wenn sie vor allem im Bereiche der technischen Fertigkeit deutlich zu erkennen waren. Ich frage mich, warum Real nach dem raschen 2:0 nicht mit aller Konsequenz ein drittes Tor gesucht hat. Die erste Halbzeit war ein Feuerwerk aus Finten, Fouls und Zweikämpfen und an Spannung und Dramatik kaum zu überbieten. Die zweite Halbzeit wurde dann leider voll und ganz von der Taktik bestimmt, was den Unterhaltungswert massiv einschränkte.
Und wer ist nun der Favorit für München? Wenn das Glück Chelsea weiterhin so hold gestimmt ist, werden die Engländer als Sieger aus der bayerischen Metropole heimreisen. Ein Höhepunkt in der wechselhaften Geschichte des Interimstrainers Roberto di Matteo aus Schaffhausen-Pescara.

22.4.12

Barcelona im Sinkflug?

Nach der Pleite gegen Chelsea musste der Fussballclub Barcelona gegen den Erzrivalen, Real Madrid, eine nicht ganz überraschende Heimniederlage einstecken. 1 : 2 gingen die Katalanen im Nou Camp gegen die Madrilenen unter. Der grosse Star war für einmal nicht Lionel Messi, sondern Cristiano Ronaldo, welcher die "Königlichen" zum Sieg und damit zur spanischen Meisterschaft schoss. Nach gut einem Dutzend nationaler und internationaler Titel innerhalb von 4 Jahren, scheint sich die glorreiche Zeit des jahrelang besten Fussballclubs der Welt dem Ende zuzuneigen. Ein Ausscheiden im Halbfinal der Champions League gegen die Fussballer des FC Chelsea aus London - kein Ding der Unmöglichkeit - würde den Abwärtstrend bestätigen. Dem Fussball täte eine Ablösung an der Spitze gut, auch wenn dies die unzähligen Barça-Fans natürlich anders sehen.
Über die Gründe der Leistungseinbusse mögen Fachleute diskutieren. Eine Tatsache ist auch einem Nichtinsider aufgefallen: die Ersatzbank von Barcelona ist im Vergleich zu jener von Real Madrid deutlich schwächer besetzt. Und diese Schwäche führt im Verlaufe einer langen Fussballsaison fast immer zu unerwarteten Niederlagen.

18.4.12

Vielleicht haben Sie das Spiel Chelsea gegen Barcelona auch gesehen. Meine Meinung: die Londoner haben besser verteidigt als die Katalanen gestürmt. Und, wenn die vielleicht beste Mannschaft der Welt aus 5 Riesenchancen kein Tor erzielt, stellt man sich die Frage nach der Form. Fast scheint es, als zeige die Leistungskurve von Barcelona abwärts. Ein paar Fakten dazu: die Freistösse der Spanier waren absolut ungefährlich; kein einziger Corner brachte irgendwelche Gefahr; Lionel Messi war in keiner Art und Weise überragend. Zudem war es der Ballverlust des Superstars, der den Engländern das Gegenstosstor ermöglichte. Es war für einmal nicht das unwiderstehliche Barcelona, das die vielen Zuschauer zu sehen bekamen. Man wurde den Eindruck nicht los, dass die Fussballkünstler aus Kataloniens Hauptstadt auch dann kein Tor geschossen hätten, wenn das Spiel um eine Stunde verlängert worden wäre.....
Beide spanischen Spitzenclubs - Barcelona und Real Madrid - haben ihre Auswärtsspiele verloren. Sicher eine kleine Überraschung. Ein Final ohne spanische Beteiligung ist denkbar, aber doch eher unwahrscheinlich.

Die Leistungen von Michael Albasini, dem Radrennfahrer aus unserem Kanton, werden immer eindrücklicher. Beinahe wäre ihm beim Klassiker Flèche - Wallone der grosse Coup gelungen: er musste nur einem einzigen, noch etwas stärkeren Konkurrenten den Vortritt lassen. Eine Super-Leistung des momentan ganz offensichtlich besten Schweizer Rennfahrers. Vielleicht ein kleiner Silberstreifen am eher düsteren Horizont des nationalen Radsporthimmels.

16.4.12

Vor einiger Zeit hatte ich meine Zweifel daran geäussert, dass Ciriaco Sforza den Grashoppers Club bis zum Ende der Saison trainieren würde. Es kam, wie es kommen musste: vor drei Tagen hat der gescheiterte Trainer seinen Entscheid zum Besten gegeben, er würde nach der Begegnung YB versus GC zurücktreten. Ob dies sein eigener Entschluss war, bleibe dahingestellt. Es wäre doch denkbar, dass ihn die neuen Machthaber sanft zu diesem Schritt gedrängt haben. Einerlei. Der neue Lehrmeister, Uli Forte, in der Ostschweiz nicht ganz unbekannt, tritt einen schweren und schwierigen Job an.
Nicht nur ich frage mich, wie er aus dem jetzigen Spielerkader eine halbwegs kampfstarke Mannschaft bilden könnte. Zukäufe sind infolge Geldmangels offiziell nicht vorgesehen. Inoffiziell? Abwarten.

15.4.12

Ob es der ZSC - entegegen meiner Prognose - doch noch schafft? Bald wissen wir es. Von Fachleuten und anderen wichtigen Personen ist landauf, landab zu hören, das "Momentum" liege nun beim ZSC. Ein neuer Begriff, ähnlich kurlig wie die boomende Ausdrucksweise "zeitnah", der wohl besagen möchte, dass der Vorteil oder der Matchpuck nun bei den Zürchern liege. Die Sachlage ist ganz einfach: wer den nächsten Match gewinnt, ist Schweizermeister. Was glauben Sie? Der SCB oder der ZSC?
Obwohl im Eishockey auch eine bestimmte Anzahl Ausländer erlaubt ist, spielen in den Spitzenmannschaften vorwiegend Schweizer. Dies im Gegensatz zum Fussball. Sie können irgend einen Fussball-Club aus den oberen Ligen nehmen: in kaum einer Mannschaft werden Sie eine Aufstellung finden, in welcher Schweizer Spieler in der Mehrheit sind. Dieses Ausländer-Phänomen ist allerdings auch in den Mannschaften unserer Nachbarländer auszumachen. Es gibt mehr als nur eine englische Spitzenmannschaft, in welcher kaum ein einheimischer Fussballkünstler in der Startaufstellung auszumachen ist. Arsenal London ist wohl das bekannteste Beispiel dieser Entwicklung, von der man halten kann, was man will. Das "einheimische Schaffen" ist im Fussball zumindest aus der Mode gekommen.

So ganz nebenbei haben unsere Schweizer Eishockey-Damen in den USA völlig überraschend die Bronzemedaille erobert. Nachdem sie von den Amerikanerinnen im Halbfinal mit 10 : 0 vom Eis gefegt worden waren, haben sie im Spiel um Platz 3 die Damen aus Finnland 6 : 2 geschlagen. Ein schöner Erfolg in einer Sportart, welche wenige Emotionen auslöst. Immerhin haben unsere tapferen Frauen das geschafft, wovon die Männer seit Jahren träumen: eine Medaille an einer Eishockey-WM. Es wird wohl noch lange ein Traum bleiben, auch wenn unser Superstar, Mark Streit, sich nicht zu schade ist, nach über 80 Spielen in der NHL an der kommenden WM für die Schweiz zu kämpfen. Ein Superstar ohne Allüren - im Fussball fast undenkbar! Mit Ausnahme vielleicht von Lionel Messi.....

9.4.12

Wetten wir, dass der SCB Eishockeymeister wird? Dass Tom Boonen ohne einen fit(t)en Cancellara gewinnt, was und wie er will, haben wir erfahren. Und dass Tom Lüthi damit rechnen muss, dass ihm die Gegner den Weg zum Sieg nicht frei machen, haben vielleicht einige von Ihnen gesehen.

7.4.12

Eine letzte Bemerkung zu unseren bedauernswerten Curlern: nur einmal in den letzten 40 Jahren waren sie gleich schlecht: im Jahre 2008 hatten sie auch 8 von 11 Spielen verloren. Vielleicht könnte man das nicht weltbewegende Geschehen mit den Worten "Pleiten, Pech und Pannen" abtun. Beim Curling handelt es sich ohnehin nicht um einen Volkssport, der die grosse Masse nur dann bewegt, wenn das Schweizer Team Erfolg hat.

Wer wird Schweizer Meister im Eishockey? Sie wissen es? Nach dem ersten Spiel hätte ich gedacht der SCB, nach dem zweiten der ZSC. Und heute? Meiner Ansicht nach wird jenes Team Meister, welches die Begegnung von heute Karsamstagabend gewinnt. Abwarten.

Fabian Cancellara lebt eine kleinere Pechsträhne durch. Ein Schlüsselbeinbruch gehört fast zu einem Radfahrerleben. Die heutigen Operationsmöglichkeiten sind nicht so schlecht. Gut möglich, dass unser mit Abstand bester Rennfahrer in 2 Monaten wieder Rennen bestreiten kann. Vielleicht schon vorher.

Ach ja: da gibt es noch den Schweizer Clubfussball. Der FC Basel spielt in einer eigenen Liga. Um die nächsten Plätze kämpfen ein paar gleichwertige, international unbedeutende Mannschaften. Die Spannung um die Meisterschaft ist schon lange weg. Mehr zu reden und zu schreiben geben die Ereignisse rund um den Fussball. Die Frage, wer neuer Trainer bei GC wird, stellen sich alle wichtigen Sportjournalisten. M. Yakin und U. Forte sind die meistgehandelten Kandidaten. Herr Yakin hat allerdings noch einen gültigen Vertrag beim FC Luzern. Dass Verträge im Fussball den Wert einer verfallenen Aktie haben, ist jedem Kind bekannt. Wer auch das Rennen machen wird: es wartet eine schwere Aufgabe auf den neuen Übungsleiter. Es gibt keine Spieler beim Zürcher Nobelclub von einst, welcher höheren Anforderungen genügen würde. Oder kennen Sie einen? Preisfrage: wird C. Sforza die Mannschaft bis zum Saisonende "betreuen"? Ich habe da so meine Zweifel.

4.4.12

Dass die Schweizer Curler einen schweren Stand haben werden, habe ich vor Tagen prophezeit. Dass sie aber 7 von 9 Spielen verlieren würden, hätte auch ich nicht befürchtet. Dass der Auftritt in der Heimat einem grossen Debakel gleichkommt, verneint wohl niemnand. Der 7. Platz als Minimalziel liegt ausser Reichweite; denn, es werden vermutlich nochmals 1 bis 2 Niederlagen in den 3 restlichen Spielen folgen. Der 7. Platz wäre wichtig für die Vor-Qualifikation zu den nächsten Olympischen Spielen in Sotschi gewesen. Noch ist nicht alles verloren - aber viel!
Ob das System, jenen Club an die grossen Meisterschaften zu schicken, welcher die nationalen gewinnt, ist wohl nicht die beste Lösung. Ist es denn in unserem riesigen Land nicht möglich, eine Mannschaft mit den besten Spielern zusammenzustellen, wie dies in anderen Sportarten nicht ganz ohne Erfolg praktiziert wird? Die Verbandsfunktionäre sind vermutlich anderer Meinung. Gespannt wäre ich auf eine halbwegs glaubwürdige Argumentation.

1.4.12

GC! Welcher noch so kleine, vielleicht aber nicht mehr so junge Fussballfan kennt diese beiden Buchstaben nicht. Früher ein Club der Schönen und Reichen, stellt der ehedem als Zürcher-Nobelclub gehandelte Verein heute eher eine Lachnummer dar. Oder vielleicht eine Tragödie, welche unverbesserliche Fans zum Weinen bringt. Das beginnt beim Trainer, der mit verklärtem Gesichtsausdruck und pseudoakademischem Palaver Fragen zu erklären versucht, die er nicht verstanden hat. Wie sollen da die Zuhörer, geschweige denn die Spieler begreifen, was der Trainer meint. Ciriaco Sforza war während ein paar Jahren ein guter bis sehr guter Fussballer. Als Trainer konnte er bisher nicht überzeugen - und das ist sehr, sehr zurückhaltend ausgedrückt. Nicht nur der Trainer steht am Pranger. Auch gewisse Spieler wie Smiljanic und de Ridder sind in der Gunst der Fans so tief gesunken, dass sie lautstark aufgefordert werden, den Fussballplatz zu verlassen. Und dabei sollen diese Herren für ihre Leistugen, die an einem Grümpelturnier nicht auffallen würden, eine halbe Million Schweizer Franken pro Jahr verdienen. Verkehrte Fussballwelt! Die Affäre GC passt hervorragend in das bedenkliche Bild, welches der Schweizer Spitzenfussball zur Zeit abgibt.

Die Schweizer Curler haben die ersten beiden Spiele verloren. Pech oder Unvermögen? Von beidem etwas. Gegen die Schweden darf man verlieren, gegen die Aussenseiter aus Tschechien eher weniger. Der Traum, unter die besten 4 Teams vorzustossen, ist wohl ausgeträumt, bevor er begonnen hat. Meiner Ansicht nach wird die Männermannschaft im hinteren Teil der Tabelle landen.

26.3.12

Der Thurgauer Radprofi Michael Albasini hat die Katalonien-Rundfahrt gewonnen. Ein nicht ganz unbedeutendes Mehretappenrennen, in welchem 1996 mit Alex Zülle letztmals ein Schweizer triumphiert hatte. Ein Bravo dem wackeren Profi, der dank dieses Erolges in der UCI-Weltrangliste deutlich nach vorne preschen wird. Wer weiss: vielleicht gelingt dem Sportler, der mit 30 Jahren im besten Rennfahreralter steckt, noch der eine oder andere Grosserfolg. Es wäre ihm und uns zu gönnen. Weiter so!

29 Jahre mussten die Schweizer Curlerinnen auf einen Weltmeistertitel warten. Nun haben sie es geschafft und den Angstgegner aus Schweden (bisherige Bilanz 0:5) im Final besiegt. Super! Mit einem grossartigen letzten Stein hat Mirjam Ott den Sieg nach Hause gefahren. Eine wahre Weltmeisterin, die dann den besten Stein hervorzauberte, als es schwierig und nötig war. Wir freuen uns mit den tüchtigen Damen.
Die Herren warten seit gut 20 Jahren auf den grossen Titel. Es macht allerdings nicht den Anschein, als könnten sie in nächster Zeit mit den Damen gleichziehen. Zu mässig waren die Resultate an den grossen Turnieren. Hoffen ist erlaubt. Beim Curling weiss man ja nie.


25.3.12

Die Wintersportsaison ist endlich vorbei. Gewisse Ereignisse wirken noch nach. So hat die Kündigung des Damenchefs, Herr Pini, wenig und wenige überrascht. Gemäss den heutigen Aussagen des obersten Chefs des Skiverbandes, Urs Lehmann, waren die Resultate unserer Wintersportler im vergangenen Winter herausragend. Dass er dabei auf die erfolgreichen Snowboarder und Skicrosser verweist, ist noch verständlich. Wenn er aber die grossartigen Leistungen der Langläufer und Skispringer verherrlicht, verschweigt er ein bisschen stümperhaft, dass wir e i n e n einzigen Langläufer und e i n e n einzigen Skispringer von Weltformat haben! Der Rest ist Schweigen, tiefes Schweigen. Fast habe ich den Eindruck, der etwas selbstherrliche Präsident schaue gar verächtlich auf die unwissenden Fans herab. Im Skiverband gibt es viele Baustellen: das Damen-Skiteam, der Langlauf und das Skispringen insgesamt - nicht zu vergessen die causa Lara Gut, welche trotz ihrer sehr, sehr bescheidenen Leistungen noch immer einen Sonderstatus innehat!

SCHÖN..

Oase der Ruhe

11.12.11

Den Schweizer Skilangläufern um Dario Cologna ist der Auftritt in der Heimat, in welchen sie allzu grosse Hoffnungen gesetzt hatten, gründlich misslungen. Ränge zwischen 20 und 40 sind nicht eben dazu angetan, die Stimmung bei den Läufern, Betreuern und Fans zu verbessern. Die Wachsspezialisten haben sich einmal mehr gründlich verrechnet! Ein Debakel! Nicht etwa das erste und wohl auch nicht das letzte. Einerlei: gegenüber dem überragenden Langläufer der letzten Jahre, dem Norweger Petter Northug, wäre auch mit dem besten Wachs nichts auszurichten gewesen. Er läuft in einer eigenen Kategorie. Fast scheint mir, der Stern unseres Stars, Dario Cologna, sei bereits am Verglühen. Es drängen sich Parallelen zu Carlo Janka auf, der sein grosses Leistungspotential seit längerer Zeit nicht mehr in vordere Ränge umsetzen kann. Und die Gründe für diese Einbussen? Niemand weiss es.



10.12.11

Meinen Prognosen in letzter Zeit war wenig Erfolg beschieden: der FC Basel hat mich gründlich Lügen gestraft! Recht so! Auch wenn den Fussballern in Blau-Rot Göttin Fortuna zur Seite stand. Die überheblichen Man U-Fans hätten im Leben nie mit einem solchen Ausgang gerechnet. Und dass Manchester City auch noch auf der Strecke geblieben ist, macht das Unglück für die fussballverrückte Stadt noch schlimmer. Tiefe Trauer über Manchester.
Zumindest Shaqiri ist nach seinen markanten Auftritten in der Champions League nun auch auf der Insel zu einem Begriff geworden. Wie lange er den Versuchungen aus dem Ausland widerstehen kann, werden wir wohl bald erfahren.

7.12.11

Basel gegen Manchester United: für die Basler ein historisches Ereignis. Wenn kein mittleres Wunder geschieht, wird Man U den Aufstieg in die nächste Runde schaffen. Ein Unentschieden würde der Mannschaft um Alex Ferguson genügen. Ohne gegen den tapferen FCB Stimmung machen zu wollen: zwischen den beiden Mannschaften gibt es einen Klassenunterschied, der vor allem dann zur Geltung kommt, wenn eine wichtige Entscheidung ansteht. Shaqiri ist kein Rooney, Streller kein Nani. Weitere Vergleiche wären möglich.

Die Schweizer Skidamen haben sich im heutigen Super G in den USA aufgefangen. Schön und gut. Nur der Ausfall von Lara Gut, die noch nicht so richtig in Schwung gekommen ist, passt nicht ins Bild. Natürlich spielt das Material eine grosse Rolle. Mit langsamen "Brettern" ist heute kein Rennen mehr zu gewinnen. Lindsay Vonn ist im Augenblick nicht nur die beste Skifahrerin; sie verfügt wohl auch über das beste Material.

5.12.11

Im Riesenslalom haben unsere Männer einiges gut zu machen. Vom Slalom will ich vor dem ersten Rennen gar nicht reden. Dass die Damen jedes Jahr schlechter fahren, ist nicht nur mir aufgefallen. Irgendwie steckt der Wurm drin. Wir alle dürfen auf bessere Zeiten hoffen. Ob dies auch für den bedauernswerten Daniel Albrecht gilt? Ich fürchte nein. Der fast tödliche Unfall hat offensichtlich jene
Automatismen und Reflexe gelöscht, welche man nicht trainieren kann, für einen Platz an der Weltspitze aber unerlässlich sind. Ich will ja nicht schwarz malen. Aber so, wie es im Augenglick den Anschein macht, wird der ehemals grossartige Skifahrer die Skier im Verlaufe der Saison auf die Seite stellen. Gerne lasse ich mich im nächsten Frühjahr als falscher Prophet abstempeln.

4.12.11

Was nur ist mit Carlo Janka los? Er fährt der Weltelite mit respektablem Abstand hinterher! Und dies, obwohl seine lange verkannten Herzrhythmusstörungen erfolgreich angegangen wurden.
Trainingsrückstand? Private Probleme? Niemand weiss es so genau. Falls es "nur" um eine angeschlagene oder unzureichende physische Fitness geht, wird der einstige Weltcupsieger im Verlaufe der Saison zurückkommen. Bleibt er weiter in seinem Tief, sind wohl Psychologen gefordert. Dass es dann meist nicht so gut herauskommt, wie alle Fans hoffen, zeigen andere Beispiele.

Und Daniel Albrecht? Schafft er den Anschluss an die Spitze nochmals? Zweifel sind erlaubt. Der heutige Riesenslalom in Nordamerika wird eine erste richtungsweisende Antwort geben. Für mich wäre die Qualifikation für den 2. Lauf schon ein schöner Teilerfolg. Bald wissen wir mehr.

War das eine Überraschung! Sandro Viletta als Sieger in einem Super-G! Kaum einer hätte auf den Bündner, dessen Leistungen zu schwankend waren, als Sieger getippt. Er hat zumindest vorübergehend den Platz von Carlo Janka eingenommen. Ob es nur eine Eintagsfliege war? Eher nein.

Alex Ferguson - sie kennen ihn? - trainiert seit nunmehr 25 Jahen Manchester United. Unglaublich im schnelllebigen Fussballmetier. Wieviele Titel der Sir aus Schottland schon engeheimst hat, habe ich nicht nachgelesen. Ingesamt dürften es über ein Dutzend sein. Im Januar 12 wird Sir Alex 70 - und ist noch nicht fussballmüde. In der nächsten Woche kann er in Basel beim Champions-League-Spiel gegen Basel bewundert werden, kaugummikauend - wie immer. Wetten, dass er sich mit einem Erfolg aus Basel verabschieden wird?

27.11.11

100 Endspiele, 70 Siege, zum 6. Mal Sieger an der inoffiziellen Tennis - WM! Da kann es sich nur um Roger Federer handeln. Mit seinem 6. Sieg am Mastersturnier mit den 8 weltbesten Tenniscracks hat R. Federer die Tennislegenden Ivan Lendl und Pete Sampras, welche je 5 Mal gewonnen hatten, überholt. Grossartig und einmalig. Eine Rückkehr nach Mass, von niemandem erwartet, von vielen erhofft. Super-Rogi!!

27.11.11

Die Schweizer Abfahrer haben mit ihrem Doppelsieg in Nordamerika ein starkes Zeichen gesetzt. Die Rangliste gibt nicht die ganze Wahrheit wider: nach Cuche und Feuz gähnende Leere! Was ist mit Carlo Janka los? Was mit Silvan Zurbriggen? Dass Didier Defago nach seiner langen Verletzungspause noch ein paar Rennen braucht, bis er wieder zur alten Form zurückfindet, ist jedem klar, der sich ein wenig mit den körperlichen und psychischen Folgen einer schweren Verletzung befasst. Dass Ambrosi Hofmann nicht über die Klasse eines Siegfahrers verfügt, wissen wir nicht erst seit gestern. Und die anderen Speedfahrer? Wohl ein Rennen zum Vergessen oder halt doch ein Spiegelbild des wahren Leistungsvermögens? Die Saison ist noch jung. Da bleibt Zeit genug, die frühen Kritiker eines Besseren zu belehren.

Der FC St. Gallen wirft den serbelnden FC Zürich aus dem Cup! Keine allzu grosse Überraschung, wenn man einen Blick auf die letzten Resultate der beiden Clubs wirft. Für den Trainer des FCZ dürfte die Zeit der Abschieds gekommen sein. Oder sehen Sie das anders? Vielleicht hält der Präsident an Urs Fischer fest. Dies wäre eine rare Ausnahme im kurzlebigen Fussballgeschäft. Und, dass der FC Basel in Wil nur mit viel Glück weiter gekommen ist, sei am Rande erwähnt. Gegen Manchester United muss die Mannschaft - sofern sie kann - 2 Gänge höher schalten. Sonst wird sie mit einem "Päckli" bestraft.

Was macht Roger Federer heute in seiner zweiten Begegnung mit dem Franzosen Tsonga? Wenn nicht alles täuscht, wird er für den Sieg, der möglich erscheint, hart kämpfen müssen. Drücken wir unserem zweiten Nationalhelden - nach Wilhelm Tell - die Daumen.

26.11.11

Roger hat es wieder einmal allen gezeigt. Wenn er nicht einen schwachen Tag einzieht , was man bei R. Federer nie weiss, wird er das Turnier in London gewinnen. Wenn...
Immerhin: er hat phasenweise Tennis vom Besten gezeigt, Tennis wie zu seinen grossen Zeiten. Ob diese nochmals wiederkehren werden? Wenn er heute den Spanier Ferrer schlägt, wird RF auf den 3. Platz der ATP-Weltrangliste aufsteigen. Meine Prognose vor Zeiten, er würde in der Weltrangliste nach hinten durchgereicht, hat sich als grundsätzlich falsch erwiesen.

Swakopmund?

17.3.12

Mein grosser Favorit, Marcel Hirscher, der beste Skifahrer der Gegenwart, hat verdientermassen den Weltcup gewonnen. Der Aufsteiger der Saison, Beat Feuz, darf mit seiner Leistung in diesem Skiwinter mehr als nur zufrieden sein. Niemand, aber wirklich niemand hätte ihm zu Beginn der Saison eine solche Leistungsexplosion zugegtraut. Didier Cuche, dem wir im nächsten Winter mit Sicherheit nachtrauern werden, hat das gebracht, was man von ihm erwarten durfte. Nicht so die Herren Janka, Zurbriggen und Co. Sie sind regelrecht abgetaucht. In einem Masse, das Kenner und Nichtkenner erstaunt. Was steckt hinter diesem Leistungseinbruch? Vielleicht weiss es jemand. Ich selber habe keine Ahnung. Soviel wage ich zu behaupten: die Arbeit in der Vorbereitung war mit Sicherheit nicht optimal - warum auch immer. Und die mentale Stärke eines früheren Carlo Janka scheint sich in Luft aufgelöst zu haben....
Zumindest eine kleine Kristallkugel für einen Disziplinensieg haben unsere Cracks in den letzten 6 Jahren immer geholt. In diesem Jahr sind die Damen und Herren leer ausgegangen. Eine sportliche Tragödie - nicht mehr und nicht weniger. Die bescheidenen Leistungen der Athletinnen und Athleten sind ein Spiegelbild des heillosen Durcheinanders in den Chefetagen des Schweizerischen Skiverbandes. Ein kleiner Trost bleibt: viel schlimmer kann es aus sportlicher Sicht nicht mehr werden.

Dario Cologna, eingebürgerter Italiener, hat den Langläufern aus aller Welt den Meister gezeigt - und wie! Selbst der Überflieger des Saisonanfangs, Petter Northug, musste die Überlegenheit unseres Champions anerkennen. Nur: nächstes Jahr finden wichtige Meisterschaften statt. Wetten dass PN aus Norwegen dann wieder voll da sein wird!
Wo lägen wir im Langlaufsport ohne unseren grossartigen DC? Nirgends. Die anderen 3 Herren der historischen Siegerstaffel vom letzten Jahr haben allesamt in diesem Winter Riesenschritte in die falsche Richtung gemacht. Ursachenforschung ist angesagt. Mit einem "Burnout" liesse sich fast alles erklären - nur nicht, woher dieses kommen soll.

14.312

Der FC Basel ist zurück in der Realität. Das brutale Resultat musste fast befürchtet werden, nachdem die Bayern in der letzten Bundesligarunde Hoffenheim mit 7:1 deklassiert hatten.... Arme, reiche Basler. Schade, dass sie sich mit einer sehr, sehr dürftigen Leistung aus der profitablen Champions-League verabschiedet haben. An der Tatsache, dass beim FC Basel kein Superstar spielt, kommt auch der grösste Fan nicht vorbei. Die Basler haben über ihre Verhältnisse gelebt. Und Shaqiri? Ob es die Bayern-Bosse bereits bereuen, den kleinen Flitzer gekauft zu haben?

Entgegen meiner Prognose könnte es Beat Feuz doch schaffen. Noch sind nicht alle Rennen vorbei. Immerhin: der Gewinn des Gesamt-Weltcups scheint für den Emmentaler möglich. Super.
Weniger super war die letzte Abfahrt von Didier Cuche. Sie ging gründlich in die Hose! War er doch zu nervös? Einerlei! DC werden wir nächste Saison in Anbetracht der mageren Resultate der Männerequipe mehr als nur einmal vermissen. Ambrosi Hofmann hat Gott sei Dank eingesehen, dass es für ihn nichts mehr zu holen gibt. Sein Rücktritt kommt eine Saison zu spät. Bisher warten wir vergeblich auf die Verzichtmeldung von Tobias Grünenfelder. Sein Abschied ist überfällig. Alle glauben dies zu wissen - mit Ausnahme des Fahrers....

Italien wird im Ski-Weltcup die Nationenwertung auf dem 2. Platz hinter dem überlegenen Österreich beenden - vor der schwer enttäuschenden Schweizer Mannschaft. Hätten wir nicht einen Beat Feuz und einen Didier Cuche, wäre die Lage noch bedenklicher. Vom Damenteam reden wir besser nicht. Mager, mager. Was wurde in der Vorbereitung falsch gemacht? Hat man sich auf den mittlerweile dürren Lorbeeren ausgeruht? Sind die Trainer und die Trainings zu weich? Wie steht es um die medizinische Betreuung unserer Athletinnen und Athleten? Eine Frage, die man sich in Anbetracht der vielen Verletzungen stellen m u s s.

25.2.12

Der FC Basel hat den FC Bayern geschlagen. Ein aussergewöhnliches Ereignis. Denn, wenn eine Schweizer Mannschaft aus der höchsten Liga gegen irgend ein Team aus der Bundesliga antritt, gilt die deutsche Mannschaft per se als Favorit. Dies ist der Normalfall. Nun hat es der verhältnismässig bescheidene Club aus der Schweiz, bestückt mit Spielern aus dem nahen und fernen Ausland geschafft, dem FC "Hollywood" aus München, dekoriert mit Fussballartisten aus aller Fussball-Herrenländer, ein Bein zu stellen. Und wie! Dass die bayerischen Clubgewaltigen kein gutes Wort für die Verlierer gefunden haben, erstaunt wohl nur wenige. Störend und auch beschämend ist aber die Tatsache, dass die Herren Rummenigge und Co. nicht die leiseste Anerkennung für den Sieger, den FC Basel, hervorgebracht haben! Wo bleibt da der Anstand, wo der gute Charakter, wo Stil und Format? Hat bei dieser unsportlichen Haltung etwa die deutsche Arroganz durchgeschimmert? Die Arroganz, welche immer dann überdeutlich praktiziert wird, wenn in Sport und Politik ein Kleiner dem grossen Deutschland den Meister zeigt?
Im Übrigen wäre es eine Riesenüberraschung, wenn der FC Basel die nächste Runde schüfe. Daran glauben wohl nur die unverbesserlichen Fussball-Optimisten.

Wenn man auf die immer schlechter werdenden Resultate der Schweizer Sikfahrer (-innen) schaut, wünscht man sich das Saisonende geradezu herbei. Daran ändert auch die Entmachtung des Herrn Aplanalp wenig. Offensichtlich haben die bescheidenen Ergebnisse auf den Teppichetagen des Skiverbandes grosse Nervosität ausgelöst. Ob man einmal mehr den Falschen zu einem falschen Zeitpunkt entlassen hat? Die Zukunft wird es zeigen.

Finden Sie es richtig, dass man Fahrer wie Ambrosi Hofmann oder Tobias Grünenfelder, welche seit Jahren mit wenigen Ausnahmen der Konkurrenz hinterher fahren, weiter im Spitzenkader behält? Welche Möglichkeiten gibt es, die Herren Zurbriggen und Janka wieder auf die Siegerstrasse zurückzuführen? Wurde im Sommertraining etwas falsch gemacht? Bringt das ständige Pröbeln mit Schuhen, Bindung und Skiern überhaupt etwas? Braucht es noch mehr Psychologen und Physiotherpeuten? Wenn ich eine Antwort wüsste, stünde sie an dieser Stelle.

Mein Gesamtsieger im Weltcup heisst Marcel Hirrscher - ohne Wenn und Aber. Für mich ist der österreichische Techniker der bescheiden gebliebene Superstar des Skizirkus. Solch einfache Menschen
heben sich angenehm von Möchtegerne-Megastars ab.

15.2.12

"Des Einen Freud, des Anderen Leid". Diese Weisheit trifft auf die Skifahrer Kostelic, Feuz und Hirscher zu. Der führende im Weltcup, I. Kostelic, musste sich infolge einer Meniskusverletzung der ca. 10. Knieoperation unterziehen. Auch wenn alles gut gegangen ist, steht noch nicht fest, ob er während der laufenen Saison, die in 4 Wochen zu Ende geht, nochmals ins Wettkampfgeschehen eingreifen und seinen Titel verteidigen kann. Drei Wochen nach einer Kniearthroskopie Ski zu fahren, ist möglich. Fraglich nur, auf welchem Niveau. Die Verletzung des kroatischen Spitzenfahrers kommt den Herren B. Feuz und M. Hirscher zugute. Es finden noch etwa gleich viele technische (Slalom und Riesenslalom) wie schnelle Disziplinen (Super-G und Abfahrt) statt. Wie Sie alle wissen, ist M. Hirscher aus Oesterreich der Superstar in Slalom und Riesenslalom. Und unser B. Feuz hat in diesem Jahr starke Zeichen in den Speed-Wettbewerben gesetzt. Wer nun obenaus schwingen wird, hängt nicht zuletzt davon ab, wer von Verletzungen verschont bleibt. So oder so: Beat Feuz ist nach dem bedauernswerten Daniel Albrecht und dem in dieser Saison etwas serbelnden Carlo Janka der 3. Superstar im Schweizer Skiteam innerhalb von 5 Jahren.

A propos Daniel Albrecht: wie ich schon des öfteren geschrieben habe, wird er sein früheres Können nicht mehr erreichen. Reflexe und Automatismen, die es an der Spitze braucht, sind zum Teil weg und leider nicht trainierbar. Sein schwerer Unfall hat ihn jener Fähigkeiten beraubt, die ihn fast unwiderstehlich machten.

Ein anderer "Fall" ist Marc Berthod: sein Sinkflug vom Spitzenfahrer zum ersten Sturzpiloten im Weltcupzirkus ist auch für Kenner nicht erklärbar. Haben Sie die Antwort?

11.2.12

Dass Roger Federer ein mentales Problem hat, dürfte mittlerweile bei all jenen angekommen sein, welche den Tennissport etwas verfolgen. Die schwere Niederlage im Daviscup gegen die USA kommt einer saftigen Klatsche gleich. Zum ersten Mal seit 9 Jahren (!) hat RF im Daviscup ein Einzel verloren. Und wie! Die Analysen nach den Niederlagen wirkten wenig überzeugend und weit her geholt. Fakt ist, dass immer mehr Spitzenspieler imstande sind, unseren Supersportler zu besiegen. Wäre es vielleicht nicht klüger, dem Sport, dem er so viel gegeben hat, valet zu sagen, bervor er von einem Nobody degradiert wird? Ich weiss es nicht. Ich gehöre zu jenen, die überzeugt sind, dass sich der beste Schweizer Sportler aller Zeiten langsam aber sicher von der Spitze wegbewegt.

5.2.12

Die letzten Speedrennen haben es gezeigt: wer nicht über schnelles Material verfügt, hat im Kampf um den Sieg keine Chance. Auch dann nicht, wenn er in einer eher anspruchslosen Abfahrt keine erkennbaren Fehler macht. Den wahren Sieger könnten wir nur dann feiern, wenn alle die gleichen Skier an den Füssen hätten. Eine unmögliche Forderung. Ebenso unrealistisch wie der Wunsch, allen Formel-1-Fahrern das gleiche Auto unter die Sitzfläche zu schieben. Glücklicherweise ist es nicht immer das gleiche Produkt, welches dem Fahrer zum Sprung auf das Treppchen verhilft. Je nach Wetter- und Schneebedingungen ist das eine Mal die eine, das andere Mal die andere Marke besser.

26.1.12

In einem kapitalen Match verliert Roger Federer regelmässig. Er gehört nach wie vor zu den besten Vier seines Faches. Gegen Rafael Nadal spielt er jeweils schlechter als in den Matches zuvor. Mit Sicherheit ein psychologisches Problem. RN ist und bleibt mental stärker. Ich habe es schon ab und zu verlauten lassen: ich zweifle, ob RF nochmals ein Grand Slam Turnier gewinnt. Und die Nummer eins im Ranking wird er wohl nie mehr erreichen. Schade! Noch Jahre dürfen wir uns an seinen Grosserfolgen freuen. Ein Nachfolger aus der Schweiz ist nicht in Sicht. Stan Wawrinka darf froh sein, wenn der einen Platz unter den ersten 50 behalten kann. Auch nicht schlecht.

22.1.12

Nicht alle meine Prognosen erweisen sich als richtig. Das ist gut so. Was indes die schweizerischen "Slamlomkünstler" betrifft, habe ich leider recht: heute haben Sie in Kitzbühel einen Nuller produziert. Darüber trösten auch die sportlich wertlosen Kombiplätze 2 und 3 nicht hinweg. Besserung ist leider, leider nicht in Sicht. Auch bei den Damen nicht. Immerhin hat es Wendy Holdener als einzige in den zweiten Lauf geschafft. Und bei Lara Gut sehen die Perspektiven nach mehreren lapidaren Ausfällen und einigen mittelmässigen Klassierungen nicht allzu gut aus. Zeichnet sich hier ein zweiter casus "Berthod" ab? Hoffentlich nicht. Aus dem Jahrhundertalent von ehedem ist eine durchschnittliche, eher fragile Skirennfaherin geworden.

Dario Cologna lässt sie alle stehen. Was er heute und gestern im Sprint und über 15 km im klassischen Stil gezeigt hat, sprengt alle Grenzen. Seine Exploits werden durch die Tatsache, dass zB. Petter Northug nicht am Start war, kaum geschmälert. Schade, dass in diesem Winter keine grossen Meisterschaften auf dem Programm stehen. Er wäre wohl hochdekoriert nach Hause gekommen.

Das halbe Dutzend Schweizer Eishockey-Profis, das in der NHL regelmässig zum Einsatz kommt, zeigt im Moment sehr gute bis hervorragende Leistungen. Marc Streit, ein grosser Sportsmann mit Vorbildfunktion, hat seinen Landsleuten den Weg gewiesen. Und in der Schweiz spielen derzeit eine Handvoll junger Spieler so gutes Eishockey, dass sie früher oder später mit einem Engagement in der besten Liga der Welt rechnen dürfen. Schöne Aussichten!

Wie weit bringt es Roger Federer in Australien? Bisher hat er sich von seiner besten Seite gezeigt. Hoffentlich wird Juan del Potro nicht wieder zu einem Stolperstein! Wir lassen uns überraschen. Auch wenn die Hürden immer höher werden.

17.1.12

Unsere Slalomfahrer kriegen im wahrsten Sinne des Wortes die Kurve nicht. Und das seit Jahrzehnten. Nun wird wieder einmal unter Fachleuten und Sportfreunden diskutiert, wie dem Übel zu begegnen sei. Alle Jahre wieder - ohne den leisesten Erfolg! Die Tatsache, dass ein Sieg in der Lauberhorn-Abfahrt mehr zählt als der Gewinn des Slaloms, kann niemand verleugnen. Damit ist auch klar, dass ein talentierter Skirennfahrer eher zu den schnellen Disziplinen tendiert als zu den kurvigen Parcours. Eine Möglichkeit, diese Ungerechtigkeit etwas zu mildern, wäre vielleicht der Versuch, einen Slalom- oder Riesenslalomsieg mit einem höheren Preisgeld aufzuwerten. Dadurch würde der Anreiz, auf die technischen Disziplinen zu setzen, etwas grösser. Zugegeben: der Vorschlag ist reine Spekulation.

Marc Berthod ist in den letzten 20 Rennen 17 oder 18 Mal ausgeschieden. Die mit Abstand höchste Quote aller bekannten Rennfahrer. Besserung ist nicht in Sicht. Ich wäre nicht überrascht, wenn der vor wenigen Jahren hochgelobte Newcomer am Ende der Saison zusammen mit Daniel Albrecht, dem anderen Superstar aus vergangenen Zeiten, die Skis auf die Seite stellen würde. Die Art und Weise, wie MB zur Zeit die Pisten malträtiert, macht ihn zum Gespött der Nation. Zum Gespött? Müsste er nicht eher Mitleid hervorrufen? Denn, wer am meisten unter dem Misserfolg leidet, ist wohl der Sportler selber. Bei Daniel Albrecht sind zumindest die Gründe für die Misserfolge bekannt. Bei Marc Berthod wohl nicht, sonst wäre eine Besserung möglich.

9.1.12

Dieser Teufelskerl! Dario Cologna, zuzeit mit Petter Northug wohl der beste Langläufer der Welt, hat es allen gezeigt! Zum dritten Mal in 4 Jahren hat der die "Tour de ski", die "Tour de France" der Langläufer, gewonnen. Und wie! Dabei war er in der Schweiz noch nie Sportler des Jahres. Welche Leistungen muss er noch zeigen, bis die Journalisten endlich begreifen, was er bisher geleistet hat? Gut, er war noch nie Weltmeister - im Gegensatz zu Petter Northug, der schon 4 Einzeltitel und ebenso viele mit der norwegischen Mannschaft gewonnen hat. Olympiasieger waren sie schon beide. In welcher Sportart sonst dürfen wir auf einen solchen Ausnahmekönner stolz sein? Auf Roger Federer natürlich und Simon Ammann, der allerdings die 4-Schanzen-Tournee nie gewinnen konnte. Dann kommen noch vereinzelt Alpine dazu, welche im Moment eher für negative Schlagzeilen sorgen. Und dann? Die Frauen und Männer, welche im Gelände am schnellsten die Orientierung finden. Nur: OL ist leider ein Sport, der in der Popularität ungerechterweise keinen Spitzenplatz einnimmt. Und dann? Jeder mag selber weiter raten.

A propos alpiner Skisport: ich war der Überzeugung, dass es in den technischen Disziplinen der Männer und Frauen nicht mehr schlimmer werden könnte. Weit gefehlt. Fast steht zu befürchten, dass der Tag nicht mehr weit ist, an welchem bei den Männern und vielleicht auch bei den Frauen auf den ersten 30 Rängen keine Leute aus der Schweiz zu finden sind.

5.1.12

Kann Dario Cologna Petter Northug Paroli bieten? Bis jetzt scheint es so. Entscheiden wird der mörderische Aufstieg in der Schlussetappe in der Tour de ski. Wer holt die 100'000 Franken ab? (oder sind es Euro?). Mein Tipp: der norwegische Dominator dieser Saison wird auch am Schluss die Nase bzw. den Ski vorne haben.
Auf die miserablen Leistungen der Schweizer Skifahrer und Skifahrerinnen in den technischen Disziplinen gehe ich nicht mehr ein. Die Fakten werden nicht auf den Kopf gestellt, nur deshalb, weil man sie immer und immer wiederholt.

18.12.11

Sie haben recht: ich sollte mit meinen Tips aufhören! Was ich über Dario Cologna geschrieben hatte, war grundlegend falsch. In der Zwischenzeit hat er über 30 km klassisch mit Massenstart knapp hinter dem "Überläufer", Petter Northug, den 2. Platz belegt. Prima. Und heute hat er sogar den ersten Weltcupsieg in dieser Saison gefeiert, im Sprint, freier Stil. Grossartig! Offensichtlich kommt der Spitzenlangläufer rechtzeiteitig zur "Tour de ski" in Form. Vielleicht muss sich Petter Northug doch noch warm anziehen....

Mitleid darf man ohne falsche Scheu mit den Schweizer Ski Technikern haben: was die Herren um Carlo Janka zur Zeit auf die Piste "zaubern", stimmt bedenklich. Über den bedauernswerten Daniel Albrecht habe ich schon genug geschrieben. Dass Marc Berthod in zwei von drei Rennen ausscheidet, ist nun seit bald 3 Jahren bekannt. Besserung ist leider nicht in Sicht. Daniel Feuz und Didier Cuche bringen ihre Leistungen in den schnellen Disziplinen. Und die übrigen Profis schaffen die Qualifikation für den zweiten Lauf kaum je. Sei es im Riesenslalom oder in Slalom. Gemäss erfahrenen Trainern, die wissen, wovon sie reden, stellt das Riesenslalomtraining die Grundlage für die Fahrtechnik in allen Disziplinen dar. Das wissen doch auch unsere Trainer und Betreuer. Warum wird auf dieser Basis nicht erfolgreicher gearbeitet?

Ein weiteres Phänomen: Silvan Zurbriggen, Carlo Janka und auch Marc Berthod haben in vergangenen Jahren grossartige Weltcupsiege errungen. Und nun fahren sie der Konkurrenz hinterher... ohne dass sie durch einen schweren Unfall oder einen tiefen Schicksalsschlag aus der Bahn geworfen worden wären. Wer kennt die Ursache? Wer die Therapie? Wurde vielleicht doch im Training nicht alles richtig gemacht? Oder zu wenig?

JOHANNESBURG

21.11.11

Vielleicht verfolgen Sie das Eishockey in der stärksten Liga der Welt, der nordamerikanischen NHL. Jonas Hiller aus dem benachbarten Herisau hütet bei den Anaheim Ducks meist das Tor; in der Verteidigung spielt der junge Luca Sbisa aus dem Kanton Zug. Nun: die Ducks haben von den letzten 11 Spielen deren 10 verloren. Nicht zuletzt auch wegen Jonas Hiller, der seine Höchstform leider noch nicht gefunden hat. Auch den anderen Schweizeren, wie unserem Held bei New York, Mark Streit, läuft es nicht gut. Hoffentlich kommen bald andere Zeiten und wir dürfen uns wieder an den tollen Leistungen unserer (R)-Eisläufer freuen...

Dass uns die BRD in den letzten wichtigen Eishockey-Länderspielen geschlagen hat, tut alle jenen weh, die bisher überzeugt waren, die Schweiz sei wenigstens auf dem Eis stärker als unsere nördlichen Nachbarn. Ich bin sicher, dass das Pendel bald wieder auf die andere Seite ausschlagen wird.

16.11.11

Wenn Deutschland nur einigermassen gut Fussball spielt, hat zur Zeit wohl kein Gegner eine echte Chance - auch Spanien nicht. Die Mannschaft ist bärenstark und lebt von herausragenden Einzelspielern und einem kaum zu übertreffenden Kollektiv. Die fast bedauernswerten Holländer dürfen froh sein, dass die BRD nicht auf eine ganze Demütigung aus war. Eine halbe war schon genug.
Wenn nichts Unvorhergesehenes geschieht, wird Deutschland d a s grosse Team an der nächsten EM sein. Ein Glück, dass die Schweiz nicht an die EM fahren darf und nicht gegen Deutschland antreten muss. Ein Debakel wäre das wahrscheinlichste Ende. Vor allem auch nach dem "Krampf" von gestern Abend gegen Luxemburg. Im Übrigen bin ich sicher, dass kein einziger Spieler der Schweizer Nati im Kader von Jogi Löw Platz fände. Das ist die nackte und harte Realität.

12.11.11

Die Schweiz spielt in einem bedeutungslosen Spiel in Holland 0:0. Benaglio hat sein Tor rein gehalten. Das ist die positive Meldung. Dass wir niemand haben, der Tore schiesst, die negative. Die Holländer haben ihr Potential nicht ausgeschöpft. Ihr Auftritt glich fast einer Arbeitsverweigerung. Die pfeifenden Zuschauer waren vermutlich auch dieser Meinung. Dennoch: eine kleine Ehrenmeldung allemal.

Roger Federer erstmals im Final in Paris! Super! Ich hatte geschrieben, RF würde wohl nie mehr ein grosses Turnier gewinnen. Vielleicht schafft er es morgen doch wieder einmal. Auch wenn es sich nicht um ein Grand-Slam-Turnier handelt. Ganz offensichtlich zollt Novak Djokovic der herausragenden Saison Tribut. Beschwerden und Verletzungen bremsen ihn in den letzten Wochen immer wieder.
Kein Sportler verfügt über die Stabilität und Widerstandsfähigkeit eines Roboters. Auch Rafael Nadal nicht. Wer von den 4 Herren Djokovic, Nadel, Murray und Federer am Ende der nächsten Saison von der Weltranglistenspitze grüsst, entscheidet nicht zuletzt die körperliche und psychische Gesundheit.

5.11.11

Ghökan Inler, Nati-Captain, bei Napoli unter Vertrag, hat Bastian Schweinsteiger im letzten Champions-League-Spiel gegen Bayern München arg verletzt. Nicht, dass unserem Nationalspieler mit türkischen Wurzeln eine böse Absicht unterstellt werden könnte. Dennoch, die Intensität, mit welcher er in den Luft-Zweikampf gestiegen ist, lässt kaum Zweifel offen, dass er eine Verletzung der beteiligten Spieler zumindest in Kauf genommen hatte. Dass es beim Abtransport des verletzten Spielers zu einer Panne gekommen ist, kann sicherlich keinem beteiligten Spieler angelastet werden.
Notiz am Rande: eine Schlüsselbeinverletzung ist zwar schmerzhaft, aber in der Regel ungefährlich. Bei uns kommen Patienten mit dieser Verletzung zu Fuss in die Praxis. Bei der Tour-de-France zB. sind schon mehrere Fahrer mit einem gebrochenen Schlüsselbein nach einem Sturz die Etappe zu Ende gefahren...... Wenn zwei das Gleiche tun, ist es nicht Dasselbe! Das Leidensvermögen der Radfahrer und anderer Sportler sucht man auf den grossen Fussballplätzen dieser Welt vergebens. Da wird um kleinste Verletzungen ein Riesentheater veranstaltet. Spieler, die vor laufenden Kameras den sterbenden Schwan mimen, spielen nach 2 Minuten munter weiter. Der internationale Fussball ist zumindest teilweise zu einem schlechten Theater verkommen.