4. RUND UM DIE PRAXIS
2.5.12
Etwas unerwartet hat Frau Dr. Simone Greiner per 31.7.12 die Kündigung eingereicht. Gemäss Ihren eigenen Aussagen ist der Notfalldienst schuld am Wechsel an ein Spital. Eine wichtige Rolle spielt dabei die zweijährige Tochter Paula bzw. deren Betreuung während der Notfalldiensttage. Am neuen Arbeitsort muss die Ärztin, welche uns nach knapp zwei Jahren leider wieder verlässt, keinen Notfalldienst leisten. Offensichtlich ein gewichtiger Vorteil. Ob noch andere Vorfälle um die Praxis und das Personal den Entscheid mitbeeinflusst haben, kann und möchte ich nicht beurteilen.
23.4.12
Wenige Insider wissen, dass die SWICA als übergeordnete Holding der santémed offensichtlich auf der Suche nach geeigneten Lokalitäten in Bischofszell fündig geworden ist. Zu gegebener Zeit, wenn die iuristische Seite geklärt und die Verträge unterschrieben sind, werden die Bischofszeller informiert. Wenn nicht alle Stricke reissen, wird das neue Gesundheitszentrum zu Beginn des Jahres 2014 eröffnet. Das hiesse dann auch, dass die Praxis im Sandbänkli für immer geschlossen würde. Und dies nach einer immerhin 95-jährigen Ära als Arzthaus. 1914 wurde das Haus erbaut. 1918 bis 1952 wirkte Dr. Stoll im Sandbänkli; von 1952 bis 1978 Dr. Chassé und am 27.12.78 hielt die Familie Giger Einzug ins Sandbänkli. Die Praxis Dr. Giger wurde am 22.1.79 eröffnet. Um das Jahr 2000 wurde die Bezeichung "Praxis im Sandbänkli" eingeführt. Schade oder nicht schade!? Die Einzelpraxis ist dem Untergang geweiht, auch wenn dies noch nicht in alle Köpfe der praktizierenden Ärzte Eingang gefunden hat. Die Zukunft gehört der Gruppen- oder Gemeinschaftspraxis, in welcher Form auch immer. Es macht keinen Sinn (mehr), in einer kleinen Agglomeration 5 Praxen mit voller Infrastruktur zu betreiben, wenn zB. ein Röntgengerät nur zu 5% ausgelastet ist. Von den Kosten und dem immer kleiner werdenden Profit gar nicht zu reden. Wer weiss: vielleicht überlegt sich der eine oder andere, nicht mehr ganz junge Praktiker, welcher keinen Nachfolger findet, bei uns mitzumachen. Schön wäre es .... und sinnvoll auch!
1.4.12
Die santémed plant weitere Telefon-Abhöraktionen. Mit dieser Massnahme soll die Qualität des Telefonverkehrs überprüft und dann auch verbessert werden. Die erste Aktion, welche bei einigen unserer Patienten zu einer verständlichen Verunsicherung geführt hatte, förderte deutliche Mängel in unserer Praxis zu Tage! Unsere Praxismanagerin hat Zugriff auf die Telefonate. Aufgrund dieser Protokolle ist es uns möglich, die Schwachstellen auszuleuchten und in einem zweiten Schritt auszumerzen. Im Vergleich mit den anderen santémed-Praxen stehen wir nicht besonders gut da! Nachbesserung ist angesagt. Wir wissen, wo der Schuh drückt. Wir sind am Lernen.
Im Übrigen haben die Patienten, welche nicht wollen, dass sie abgehört werden, die Möglichkeit, uns zu bitten zurückzurufen. Ausgehende Telefonate werden nämlich nicht abgehört.
Es wäre für uns natürlich eine Labsal, wenn wir von anrufenden Patienten zu Gehör bekämen, unser Telefonservice sei super...... Die Hoffnung stirbt zuletzt.
14.3.12
Viele Bischofszeller wissen ganz offensichtlich mehr als ich, was den künftigen Standort des Gesundheitszentrums betrifft. Von Seiten der "santémed" habe ich bisher keine Info darüber erhalten, wohin die Reise gehen soll. Nur soviel: wüsste ich mit Sicherheit, wo es die "santémed" hinzieht, würde ich es an dieser Stelle kundtun. Von der Direktion habe ich die Zusage erhalten, sofort informiert zu werden, falls sich bezüglich des Standortes etwas Konkretes ergäbe. Wie gesagt: einmal mehr glauben "Eingeweihte" mehr zu wissen als direkt Beteiligte, die es wissen mü s s e n.
15.2.12
Dass das ärztliche Personal aufgestockt wurde, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Dr. Seitler ist daran, sich in unsere Praxis einzuleben. Frau Dr. Greiner hat diesen Schritt hinter sich und erfreut sich grosser Beliebtheit. Über meine Person zu berichten, erübrigt sich wohl. Nicht, weil ich ohne Fehl und Tadel wäre. Ganz und gar nicht. Nur: in Bischofszell ist das Urteil über mich nach 33 Jahren Praxis gefällt. Daran gibt es wohl nicht mehr viel zu rütteln. Bleibt die Hoffnung, dass mir in meiner verbleibenden Zeit als Arzt im Sandbänkli keine grossen Fehler mehr unterlaufen.
Dank der gut dimensionierten ärztlichen Ausstattung sind wir in unserer Praxis in der Lage, den Betrieb ohne Pausen während 52 Wochen offen zu halten. Die Wochenenden und Nächte ausgeschlossen.
Ein grosses Plus für viele Patienten, was wir auch zu spüren bekommen.
5.2.12
Der Sturm hat sich gelegt. Unser Telefon wird nicht mehr abgehört. Was in guter Absicht installiert worden war, hat sich als fatale Fehleinschätzung erwiesen. Die Verantwortlichen der "santémed" haben dies mit etwas Verzögerung eingesehen. Eine derartige Qualitätskontrolle soll nicht mehr vorkommen.
A propos Qualitätskontrolle: alle unsere Geräte, die wir in der Praxis brauchen, von der Waage bis zum Fiebermesser, vom EKG bis zum Lungenfunktionsgerät, werden jedes Jahr von Spezialisten überpfüft und certifiziert. Eine sinnvolle Massnahme, die uns Sicherheit bringt.
Dass wir nun fast alle Labortests in einem Zürcher Labor machen lassen, hat seinen guten Grund: die Auswertungen im eigenen Labor sind zu teuer und nicht mehr kostendeckend. Der ehemalige Bundesrat aus dem Wallis, PC, hat uns diese Suppe eingebrockt. Er war einer der Totengräber der Hausarztmedizin. Ein spätes Bravo ins Wallis.
2.2.12
In der guten Absicht, die Qualität der Telefonate unserer MPA's zu überprüfen, hat die "santémed" ein kleines Detail vergessen: die anrufenden Patienten! Wir haben bittere Klagen von Kunden gehört, die sich beschwert haben, weil das Telefongespräch abgehört werden könne! Dass es so nicht geht, versteht sich von selbst. Viele Patientinnen und Patienten betrachten unsere medizinischen Praxisassistentinnen (MPA) als Vertrauenspersonen und geben schon mal Sorgen preis, die nicht nicht für jedermans Ohren bestimmt sind! Natürlich habe ich mich sofort an den medinischen Chef des Unternehmens gewandt und ihn gebeten, die Übung sofort abbrechen zu lassen. Einige unserer langjährigen Kunden haben damit gedroht, die Praxis zu wechseln, falls die Unsitte nicht sofort beseitigt würde. Ich möchte mich im Namen des Praxispersonals im Sandbänkli bei allen entschuldigen, die wir unabsichtlich vor den Kopf gestossen haben. Die Anordnung dieser stossenden Überwachung kam von ganz oben. Wie üblich werden derartige Entscheide von Menschen aus der Teppichetage gefällt, die keine Ahnung von der Front haben. Die Dummen sind wir und die Patienten. Ich hoffe natürlich, dass derartige Fehlleistungen sich nicht wiederholen. Sonst könnte mir vielleicht einmal der Kragen platzen, was selten genug vorkommt.
Warten....
26.1.12
Vielleicht haben Sie den Hauptwiler Artikel in den Oberthurgauer Nachrichten (ON) von heute auch gelesen: die Gemeinde Hauptwil-Gottshaus sucht einen Dorfarzt. Gut so. Damals, vor 30 Jahren, war die Suche ohne Erfolg geblieben. Auch wenn die Rahmenbedingungen für einen Kollegen dank der tatkräftigen Unterstützung durch die Gemeinde heute besser sind, dürfte es kein Leichtes sein, einen Doktor zu finden, der die Praxis im Alleingang führen möchte. Die Zeit der Einzelkämpfer ist eher vorbei. Ausnahmen gibt es immer wieder.
Eine Aussage im Interview ist mir etwas sauer aufgestossen: der neue Gemeindeammann hat zu Protokoll gegeben, dass er bei seinem Unterfangen, in Bischofszell einen Hausarzt zu finden, gescheitert sei. Schliesslich habe er sich an den Arzt in Kradolf gewandt. Mit Erfolg. Weil mir die Aussage verdächtig erschien, habe ich den Kontakt zum Gemeindeoberhaupt gesucht. Er hat mit per E-Mail mitgeteilt, dass er lediglich bei 2 Praxen in Bischofszell angeklopft hätte. Nicht im Sandbänkli. Denn, meine Assstentinnen haben die strikte Weisung, keinen neuen Patienten abzuweisen. Und diesem Befehl wird auch nachgelebt. Was lernen wir aus dieser kleinen Begebenheit: nicht alles, was in der Zeitung steht, ist korrekt. Das wussten wir allerdings schon vorher....Im Übrigen bin ich gespannt, wie die Bischofszeller Kollegen, durch den Artikel ein bisschen vor den Kopf gestossen, reagieren werden.
22.1.12
Heute vor 33 Jahren, am 22.1.79, habe ich die Praxis "Dr. Giger" eröffnet. Am Tage zuvor war die ganze Familie Giger mit Putzarbeiten beschäftigt, um ja den ersten Patienten einen guten Eindruck zu machen. Leider weiss ich nicht mehr, wer mein erster Patient war. Nach etwa zwei Jahrzehnten habe ich die neue Bezeichnung "Praxis im Sandbänkli" eingeführt. Ein Begriff, der trotz der neuen Besitzverhältnisse nichts an Wert oder Bekanntheit verloren hat. Vermutlich wird der Name auch dann noch nachhallen, wenn ich meine Arbeit einmal niedergelegt habe.
17.1.12
Nun ist die Namensänderung fast überall vollzogen. Das Schild am Eingang zur Praxis wurde auf den neuesten Stand gebracht. Die Parkplätze haben frische Täfelchen erhalten. Wie lange sie am richtigen Ort verbleiben, wird die Zukunft zeigen. Offensichtlich üben sie eine undwiderstehlich-anziehende Wirkung auf Nachtbuben aus, welche sich einen Spass daraus machen, die Schilder aus der Verankerung zu reissen und irgendwo in die Gegend zu schleudern. Auch eine Sportart, welche auf die Aufnahme in die olympischen Disziplinen noch etwas warten muss.
5.1.12
Kaum einem Patienten ist die Umtaufe von der "SWICA" zur "santémed" aufgefallen. Gut so. Denn wir wollen nicht an nebensächlichen Äusserlichkeiten, sondern an unseren Leistungen gemessen werden. Für unser Team spielt es keine Rolle, unter welcher Obrigkeit wir arbeiten, solange unser Wirken nicht durch Bürokraten negativ beeinflusst wird. Bisher dürfen wir uns nicht beklagen. Die ärztliche Freiheit bleibt unangetastet. Für mich und die Mitarbeiter das wichtigste Faktum.
26.12.11 Stephanstag
Am Samstagmorgen, 24.12.11, 08.00 Uhr, habe ich meinen 24-stündigen Notfalldienst angetreten. Ich erlaube mir Ihnen ein paar unverdächtige Einblicke in meine Arbeit zu geben:
- die älteste Patientin, die ich besuchen musste, war gut 102 Jahre alt; sie bezeichnete mich nebenbei als jungen Doktor..... (fast alles ist relativ);
- das jüngste Baby, das ich in der Nacht gesehen habe, war mit seinen 7 1/2 Wochen fast ein Christkind;
- der schwierigste Fall war eine Frau mit einem Bauchleiden, welche ich am frühen Morgen des 25.12.11 in einer Aussengemeinde zu besuchen hatte;
- tief nach Mitternacht brauchte ein 11 jähriges Mädchen meine Hilfe;
- zwischendurch habe ich Patienten mit Schnittwunden, Fingerverletzungen und Hautinfekten gesehen;
- nicht zu vergessen jene beiden Frauen mit schwerern Rücken- und Beinschmerzen;
- die eher leichten Fälle mit Infekten der oberen und unteren Luftwege rundeten das nicht ganz lockere Programm ab;
- dass der Schlaf zu kurz kam, war keine neue Erfahrung.
Noch gibt es im Kanton Thurgau 2 Dienstkreise, welche Notfalldienst nach altem Muster leisten. Das heisst: an jedem Tag ist ein Arzt aus dem Dienstkreis für die Patienten aus dem Einzugsgebiet für 24 Stunden verantwortlich. Bis vor 2 Jahren waren wir nur 6 Ärzte, welche diesen Dienst erbracht hatten. Pro Jahr 60 Mal voller Einsatz; über das Wochenende gar während 48 Stunden. Und dies ohne Entschädigung oder Kompensation. Wie lange der jetzige Status noch aufrecht erhalten werden kann, steht zur Zeit noch nicht fest. Hinter den Kulissen ist Einiges im Gange.
18.12.11
Wie ich bereits erwähnt hatte, wird unsere Praxis ab dem 1.1.12 "santémed GESUNDHEITSZENTRUM" heissen. Nicht nur der Name ändert sich; auch die geschäftlichen Strukturen werden neu erstellt. Bisher ist es mir nicht gelungen, den tieferen Grund hinter der Neustrukturierung zu sehen. Fast meine ich, die ganze Wahrheit bliebe für uns Mitarbeiter aus den tieferen Schichten ein Geheimnis. Solange wir wie bisher in Ruhe und nach bestem Wissen und Gewissen weiter arbeiten dürfen, stört mich die ganze Geschichte wenig. Würden wir Ärzte in unserem fachlichen Tun auf irgend eine Art und Weise eingeschränkt, bekäme ich - und nicht nur ich - ein grosses Problem. Ich spinne hier den Faden nicht weiter.
5.12.11
Vor Monaten habe ich bereits offen gelegt, dass die SWICA bestrebt ist, auf anfangs 2014 grössere Räume hier in Bischofszell zu beziehen. Dass die Praxis im Sandbänkli räumlich nicht mehr genügt, wissen alle jene, die schon einen "Ansturm" erlebt hatten: in solchen Situationen wissen wir dann nicht, wohin mit all den Leuten. Bisher ist es gemäss meinem Wissensstand nicht gelungen, geeignete Lokalitäten zu finden. Mehrere Varianten stehen zur Auswahl. Sobald ich mehr weiss, gebe ich an dieser Stelle das Geheimnis preis. Dass die Praxis im Sandbänkli nach dem Umzug nicht mehr weiter bestehen wird, ist auch nicht mehr unbekannt.
26.11.11
Nun ist der Entscheid bekannt: die SWICA Gesundheitszentren (GZ) erhalten ab dem 1.1.12 einen neuen Namen: "santémed Gesundheitszentren". Über den Geschmack könnte man stundenlang erfolglos streiten. Und wer bei der neuen Namensgebung Pate gestanden ist, wissen wir nicht. Einerlei: wir haben uns nach der vorgegebenen Linie zu richten. Kritik am neuen Namen macht keinen Sinn und ist reine Zeitvergeudung. Bei unseren treuen Patienten wird es die "Praxis im Sandbänkli" bleiben - unabhängig davon, was uns die Herren der Obrigkeit eingebrockt haben. Wir alle tragen es mit Fassung und einem erkennbaren Schmunzeln...
Da hat mir gestern doch ein langjähriger Patient mit einem Lächeln anvertraut, ihm sei zu Ohren gekommen, dass ich auf das Neue Jahr hin wieder zur Selbständigkeit zurückkehren würde und die SWICA mehr oder weniger höflich aus dem Sanbänkli herauskomplimentiert hätte. Sein Lächeln verriet mir, dass er der vertraulichen Mitteilung wenig Glauben geschenkt hatte. Natürlich wird die SWICA - pardon: die santémed - weiterhin das Sagen haben. Ein Ausstieg aus dem Vertrag ist bis jetzt nicht vorgesehen und wäre vermutlich auch nicht so leicht zu bewerkstelligen. Solange ich meine medizinische Freiheit geniesse - und dies ist bis jetzt ohne Einschränkung so -, sehe ich keinen überzeugenden Grund, mit meinem Arbeitgeber zu brechen. Ob mit der neuen Organisation auch die Kankenkassen wie CSS, Helsana, Concordia u.a.m. umgestimmt werden können und uns wieder als Hausarztpraxis anerkennen, weiss noch keiner. So oder so: die Reihe jener Patienten, die uns aus Kostengründen verlassen, wird immer länger und dichter. Als Lohnempfänger könnte mir dies egal sein. Als langjähriger Hausarzt empfinde ich ein grosses Unbehagen und leide mit jenen Kindern und Erwachsenen, die uns nur deshalb den Rücken zukehren, weil sie in unserem Zentrum viel höhere Prämien bezahlen müssten...Schade, dass hier bis heute keine Lösung gefunden werden konnte. Sehr schade sogar!
13.11.11
Mehrere Male habe ich bereits darauf hingewiesen, dass wir nicht wenige langjährige Patienten verloren haben, weil ich nicht mehr im Hausarzt-Modell mitmachen darf. Dafür haben wir einige Kunden dazu gewonnen. Und dann gibt es auch noch jene treuen Seelen, welche den Hausarzt, mit dem sie über viele Jahre zufrieden waren, unter keinem Umständen verlieren wollen und anstelle ihres vertrauten Doktors die Kasse wechseln. Gibt es einen schöneren Vertrauensbeweis??
Im Übrigen können nun alle Patienten, die es wissen möchten, auf unserem grossen Anschlagbrett im Wartezimmer lesen, dass ich noch bis Ende 2013 weiter arbeiten möchte - sofern es die Gesundheit und die allgemeine Befindlichkeit zulassen. Was nachher geschieht, weiss nur der liebe Gott....
5.11.11
Nun steht definitiv fest, dass unsere Praxis einen neuen Namen bekommt: die Zusatzbezeichnung "SWICA" fällt weg. Voraussichtlich bleibt es bei der neutralen Bezeichnung "Gesundheitszentrum". So oder so: für unsere langjährigen Patienten bleibt es die "Praxis im Sandbänkli".
Wieso diese Umbenennung? Gemäss dem heutigen Wissens- oder Irrtumsstand werden die Gesundheitszentren (GZ) innerhalb der SWICA-Holding neu positioniert. Direktion und Verwaltung werden neu besetzt. Dies soll den Versicherten bei CSS, Helsana und Konkordia erlauben, unser Zentrum wieder zu den alten Bedingungen besuchen zu dürfen. Wir haben viele Kunden der erwähnten Kassen verloren, weil sie mit höheren Prämien abgestraft wurden, weil ich als Leiter des GZ von den Kollegen aus dem Hausarztmodell herausgeworfen wurde. Die Mitglieder des Hausärztevereines hatten mir im "Kündigungsschreiben" mitgeteilt, dass ich als SWICA-Arzt "unwürdig" sei, in ihrem Verein mitzumachen. Ich habe schon das eine oder andere Mal auf diesen mehr peinlichen als dummen Entscheid meiner "lieben" Kollegen hingewiesen. Dabei soll es nun definitiv bleiben.
Die Suche nach grösseren Praxisräumlichkeiten ist in vollem Gange. Wir werden dabei von einflussreichen Bischofszellern unterstützt. Ein definitiver Standort wurde noch nicht erkoren.
Viele unserer Patientinnen und Patienten fragen mich, wie lange ich noch zu arbeiten gedenke. Mein Vertrag mit dem Arbeitgeber endet am 31.12.13. Solange werde meinen tollen Beruf - so Gott und die Gesundheit wollen - mit Sicherheit noch ausüben. In etwas reduziertem Umfang, wie der eine oder andere schon gemerkt hat. Was anschliessend geschieht, steht noch in den Sternen. Noch finde ich es zu früh, hier eine definitive Entscheidung anzuführen. Also: bis zum 31.12.13 dürfen oder müssen Sie mir mir rechnen.




