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1. WAS MICH BEWEGT 2. LOKALE UND REGIONALE EREIGNISSE 3. MEDIZINISCHE AKTUALITÄT 4. RUND UM DIE PRAXIS 5. SPORT 6. POLITIK 7. FAMILIE + PRIVATES 8. HOBBIES 9. LINKS 10. GÄSTEBUCH

1. WAS MICH BEWEGT

irgendwo im Bush/Botswana

12.5.12

Auch wenn ein bis zwei Dutzend Rosenbäumchen in unserem Garten den Winter nicht überlebt haben, blüht es an allen Ecken und Enden und in allen Farben in voller Pracht. Eine Augenweide. Dass hinter dem Augengenuss viel Mühe, Arbeit und Herzblut stecken, weiss meine Frau am besten. Sie ist seit Jahren mit Leib und Seele dabei, den Garten jedes Jahr aufs Neue in ein kleines Kunstwerk zu verwandeln. Die vielen Komplimente von Passanten und Patienten sind Ausdruck der Bewunderung und Anerkennung zugleich.

5.5.12

Vor einigen Wochen wurde die Zufahrt zum Sandbänkli-Areal mittels eines Verkehrsschildes theorertisch verschärft: Motorfahrzeuge aller Art dürfen nur noch passieren, wenn sie eine Zubringerdienst-Aufgabe zu erfüllen haben. Und der Effekt? Fehlanzeige! Das Verhalten jener Piloten, welche das Areal auch früher zu jeder Tages- und Nachtzeit befahren haben, ist gleich geblieben. Keiner achtet auf die Tafel, die ordentlich sichtbar angebracht ist. Für mich keine Überraschung. Denn, wenn einem Gebot oder Verbot mit Kontrollen und ggf. Bussen nicht nachgelebt wird, ist es wertlos. Oder hat vielleicht jemand von Ihnen einmal eine Kontrolle beobachtet? Fast scheint es, als würde die zuständige Behörde sich bequem zurücklehnen, da sie mit dem Anbringen der bisher
nutzlosen Tafel ihre Hausaufgaben gemacht hätte. Falsch! Eine Massnahme, die ihre Wirkung verfehlt, ist eine Fehlinvestition. Nachbesserung tut not - wie auch immer. Und wenn der Begriff Überwachungskameras ins Spiel gebracht wird, empören sich jene, die keinen Belästigungen ausgesetzt sind. Wen kümmern schon die Probleme des anderen in einem Dorf, in einem Kanton, in einem Land, das immer mehr dem Egoismus verfällt?
Wohlverstanden: ich kritisiere bei Gott nicht jene Autofahrer, die im Sandbänkli an einem Kurs oder an einer Unterhaltung teilnehmen. Ich ziele mit meinen unmissverständlichen Worten auf jene jungen Männer und Frauen ab, welche den Sandbänkli-Parkpatz vornehmlich in den Nächten von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag nach Mitternacht als beliebten Treffpunkt und Tummelplatz missbrauchen. Dass diese Treffen nicht ohne Lärm und Gegröle, Türe Schletzen und Littering ablaufen, kann jeder, der möchte, selber erfahren.


15.4.12

Roger Köppel, seines Zeichens Besitzer der "Weltwoche", beklagt sich darüber, dass nach seinem eher unglücklichen Artikel in seiner Zeitung, scharf zurückgeschossen wird. Nicht nur im Inland. Wer derart grob und rücksichtslos austeilt, wie RK, darf sich weder wundern, noch beklagen, wenn aggressive Artikel Reaktionen provozieren, die nicht eben zurückhaltend und sachlich ausfallen. Wie man in den Wald ruft, so ertönt das Echo. Vielleicht würde es sich auch für einen Mann, der glaubt, die Wahrheit gemietet zu haben, lohnen, die Sachlichtkeit über die Emotionen zu stellen. Aber eben: mit Objektivität und Zurückhaltung lockt man heutzutage keinen Leser mehr hinter dem Ofen hervor.

5.4.12

Nun lachen sie wieder von Plakaten und Postern - die tüchtigen, fröhlichen und selbstlosen Damen und Herren, die beim unvoreingenommenen Wähler einen möglichst guten Eindruck machen wollen.
Dass es so viele gute und nette Menschen gibt, welche für uns Nicht-Politiker das Beste und nur das Beste wollen, wird mir jeweils wieder bewusst gemacht, wenn Wahlen anstehen. Vielleicht geht es Ihnen wie mir: je mehr Fotos einer Kandidatin oder eines Kandidaten ich bei einer Fahrt übers Land zu sehen bekomme, desto weniger wahrscheinlich ist, dass ich dessen Namen auf meinen Wahlzettel schreibe. Denn, wer garantiert mir, dass die Kandidatinnen und Kandidaten ihren Parolen dann noch nachleben, wenn die Wahlen gewonnen sind. Vielleicht würde es sich lohnen, einmal zu untersuchen, ob dieser "Plakatekrieg" nicht kontraproduktiv wirkt. Viel, viel Geld und Zeit könnte gespart werden. Ob ich mit meiner Meinung, weniger wäre mehr, falsch liege, weiss ich nicht. Und im Thurgau wird sich ohnehin nicht viel ändern, unabhängig davon, wer im Grossen Rat Einsitz nimmt.

1.4.12

Franz Weber hat mit seiner Initiative gegen neue Zweitwohnungen in touristischen Ballungsgebieten einen unerwarteten Erfolg feiern können. Nun wird bekannt, dass er selber in der Provence eine Zweitwohnung sein eigen nennt. Ein Verbrechen? Sicher nicht. Nur: predigt er Wasser und trinkt selber Wein? Geht es ihm um die Sache oder um persönlichen Ruhm? Ich weiss es nicht und möchte deshalb die Thematik nicht mit Spekulationen und Fehlinterpretationen vertiefen.

18.3.12

Wie zu vernehmen ist, hat die grösste Boulevard-Zeitung der Schweiz Fotos der beim Unfall im Wallis getöteten Kinder aus Belgien veröffentlicht. Wo bleibt da die Rücksichtnahme auf die Angehörigen? Wo der private Bereich? Wo die Ehrfurcht vor dem Tod? Dem Fotographen und dem Chefredaktor müsste man mit harten Strafen die Grenzen der beruflichen Freiheit aufzeigen. Jene Grenzen, welche der Sensationslust nicht standhalten. Ich schäme mich für die Schweiz. Ich fühle mit all jenen Menschen, die durch die Zeitung verletzt und gekränkt wurden. Abscheuliches Verhalten von Menschen ohne Charakter.
14.3.12

Nein! Zu Bischof Vitus Huonder möchte ich nichts mehr sagen - ausser, dass ich einen Denkfehler gemacht hatte. Wir gehören zum Bistum Basel. Bis dahin reicht die Macht des Churer Bischofs nicht. Der Hirtenbrief war somit in unserem Bistum kein Thema.

Wenn in der Schweiz ein Unglück das Leben von mehr als 20 unschuldigen Kindern fordert, verlieren viele andere Ereignisse an Gewicht. Man ärgert sich dann über sich selbst, weil man Nichtigkeiten und Nebensächlichkeiten subjektiv massiv überschätzt hat. Für mich gibt es wohl kaum etwas Schlimmeres als der plötzliche, unerwartete Tod eines jungen, hoffnungsvollen Lebens. Dabei spielt es wohl keine entscheidende Rolle, ob die Ursache ein Unfall oder eine Krankheit war. Was bleibt uns da zu tun? Nicht viel. Es sei denn, man vertraue auf das Gebet.

4.3.12

Was haben Azem Syla und Colette Adam miteinander zu tun? Nicht mehr viel. Ersterer ist mittlerweile wohl der bestbekannte und vermutlich auch meistgehasste Sozialbetrüger aus dem Kosovo. Gemäss Verwaltungsgericht war Frau Adam 1999 Chefin des Migrationsamtes, welches für die unrechtmässige Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung des Kosovaren verantwortlich war. Pikant bei der ganzen Sache: Colette Adam ist unterdessen zur Kantonsrätin der SVP gereift. Ausgerechnet jener SVP, welche alle Migranten in ihr Herz geschlossen hat. Nachdenken erlaubt? Lohnt sich nicht! Wir alle haben gelernt, dass gewisse Parteiprediger und Politheilige Regeln und Verhaltensweisen unters Publikum streuen, welche wohl für das dümmliche Volk - nicht aber für sie selber gelten.

Dass Azem Syla allen rechtschaffenen Kosovaren, die in unserem Land leben, einen Bärendienst erwiesen hat, scheint sicher. Und auf die Beliebtheitsskale der Zugewanderten hat dies insofern keinen grossen Einfluss, als die Stimmung kaum noch schlechter werden kann.

In Syrien tobt ein graumsamr Bürgerkrieg. Israel und der Iran wetzen die Waffen. Die Nato hat ihren einstmals guten Ruf in Afghanistan verspielt. Und wir? Was unternehmen wir? Gar nichts. Für einmal sind wir entschuldigt, weil wir weder in Syrien, noch im Nahen Osten oder in Afghanistan etwas ausrichten können. Dennoch: es ist beschämend, dass sich ausgerechnet Russland und China, wo die Menschrechte mit Füssen getreten und Regimekritiker auf die eine oder andere Art mundtot gemacht werden, gegen eine Anti-Syrien-Resolution im Sicherheitsrat der UNO wehren.

Eines muss man Bischof Vitus Huonder lassen: seine Medienpräsenz sucht unter Kirchenmännern ihresgleichen. Obwohl ich sein Hirtenschreiben nur teilweise gelesen habe, erlaube ich mir ein Urteil: Thesen und Vorschriften aus dem Mittelalter! Ganz und gar realitätsfremd! Hat es der Bischof darauf angelegt, die katholischen Kirchen ganz zu leeren? Sucht er die Nähe des Papstes, welcher auch in einer anderen Zeit zu leben scheint? Fehlt nur noch, dass der Churer Bischof sich für die Wiedereinführung der Inquisition ausspricht. Die Worte des Schweizer Bischofs sind mit Sicherheit Balsam auf die Seele des Oberhirten aus Rom. Derart gelehrige Schüler müssen belohnt werden. So wäre ich nicht erstaunt, wenn Vitus Huonder in naher Zukunft die Kardinalswürde erhielte.
Ob unser Pfarrer den Hirtenbrief im nächsten Sonntagsgottesdienst vorlesen wird?

Nun heizt dem Thurgauer Advokaten, welcher am Schweizer Fernsehen lauthals sein urologisches Problem verkündet hatte, auch der Thurgausche Anwaltsverband ein. Sanktionen sind nicht ausgeschlossen. Kein Problem für den Blocher-Jünger: er wird von seinem grossen Vorbild sicherlich einen Job bekommen, in welchem weder urologischen Schwierigkeiten, noch mentale Defizite eine grosse Rolle spielen.

26.2.12

Selbst im Kirchenstaat läuft offensichtlich einiges schief. Von Filz und Korruption ist in der NZZ von heute Sonntag die Rede. Ein profunder Kenner des Vatikan, Marco Politi, weiss, wovon er spricht. Er hält Papst Ratzinger zwar für einen netten und guten Menschen. Allein, er verstehe es nicht, den Kleinstaat, dem er vorsteht, zu führen. Von einem Regierungschef würde man ein gewisse Linie und eine konsequente Haltung erwarten. Viele ehrgeizige, egoistische, machtbesessene und ganz und gar unheilige Kardinäle umgeben den heiligen Stuhl. Ganz offensichtlich gibt es unter den höchsten kirchlichen Würdenträgern nicht wenige mit den gleichen charakterlichen Schwächen wie unter Menschen ohne Purpur. Das Gerücht eines Mordkomplottes gegen den Papst macht im Vatikan die Runde. Was daran wahr ist, wird die Zukunft zeigen.

Nicht wenige Katholiken, welche zum Vatikan auf Distanz gegangen sind, wünschen sich eine baldige Ablösung des deutschen Papstes. Wunschdenken? Vielleicht könnte ein eher junger, dynamischer Kardinal im Vatikan wieder für Ordnung sorgen - im Interesse der Katholiken auf aller Welt.

15.2.12, welöch

Haben Sie den Begriff "Gripen" auch schon gehört? Sicher doch. Nur: das Hin und Her um unser neues Kampfflugzeug langweilt mittlerweile jung und alt. Die Einen fragen sich, ob wir überhaupt einen neuen Kampfjet brauchen. Die Anderen vertreten die Überzeugung, dass wir ohne die neuen Flugzeuge zu einer militärischen Bananenrepublik verkämen. Wissen Sie vielleicht, wer recht hat? Dann sind Sie weiter als ich. Als absoluter Laie in Sachen Luftwaffe und zugerhörige Ausrüstung, vezichte ich auf die Präsentation meiner eigenen Meinung, die ich für einmal nicht habe. Nur soviel: falls die kontroversen Diskussionen noch lange anhalten, wird der neue Flieger im Parlament einen schweren Stand haben.

Flüchtlingen zu Hauf überschwemmen unser Land. Sie werden uns noch lange und intensiv beschäftigen. Das hat die SVP erkannt. Sie geht in die Offensive und will der Politik der offenen Tür den Riegel schieben. Dass nicht alle Menschen, die bei uns ein Auskommen suchen, echte Flüchtlinge sind, bekennen wohl auch die grossen Befürworter einer lockeren Einwanderungspolitik. Wo die SVP recht hat, hat sie recht. Über die Art und Weise der Umsetzung des Vorhabens der SVP, wage ich nicht zu urteilen. Ebensowenig masse ich mir ein Urteil über die bisherige Arbeit von Frau Bundesrätin Sommaruga an. Ihren Job nähme ich auch um sehr viel Geld nicht an.

5.2.12

Endlich einmal eine gute Nachricht aus dem Horn von Afrika: gemäss Informationen einer UNO-Unterorganisation soll die Hungersnot in Somalia besiegt sein. Man mag es kaum glauben. Wieviele Opfer
der Hunger gefordert hat, ist nicht bekannt. Wer könnte dies auch in Erfahrung bringen, kennt man doch kaum die Einwohnerzahl dieses Landes, das um einen Viertel grösser ist als Frankreich. Die Angaben schwanken zwischen 7.5 und 13 Millionen. Damit ist auch gesagt, dass es den Staat Somalia eigentlich nicht (mehr) gibt. Stammesfürsten und Räuberhorden, Kriegsverbrecher und schwer bewaffnete Söldner, morderfahrene Soldaten und korruptionslustige Politiker treiben in diesem Flecken Erde ihr Unwesen. Mord und Totschlag, Entführungen und Vergewaltigungen gehören zum Alltag wie Hunger und Durst. Wer auf dieser Welt wäre imstande, in diesem ruchlosen Staatsunwesen für Ruhe und Ordnung zu sorgen? Niemand denke ich. Weder die UNO, noch die Nato, noch die USA. Misserfolge der "Missionen" in Vietnam, dem Irak, und Afghanistan mahnen zur Vorsicht. Und, wo keine Bodenschätze zu holen sind, geht auch niemand hin.
Eine der wenige Organisationen, welche sich standhaft im Chaos zu orientieren suchen, sind die "medecins sans frontières". Was diese Ärzte und Ärztinnen leisten, verdient unsere grösste Hochachtung. Sie rackern sich für ein Taschengeld ab und riskieren bei ihrer Arbeit Leib und Leben. Nur: die Hochachtung allein bringt diesen Helden unserer Zeit gar nichts. Eine Spende mit Sicherheit mehr. Ich ziehe den Hut vor den wenigen grossen Menschen der Gegenwart.

22.1.22

Zitat von Oswald Grübel, dem ehemaligen Chef von Credit Suisse und später der UBS: " Heute denken die Banker nur noch an ihren eigenen Vorteil und sind hoffnungslos überbezahlt". Kommentar? Nein. Besser als einer, der die Bankenspecies aus dem ff kennt, kann man diesen Befund nicht beschreiben. Dem ehemaligen Bundesrat und UBS-Präsidenten Villiger war diese Tatsache ganz offensichtlich nicht bekannt. Sonst hätte er seine Untergebenen nicht immer wieder über den grünen Klee gelobt. Gott sei Dank gehört sein Mandat der Vergangenheit an. Ob er nun betteln muss?

21.1.12

Jene politischen Exponenten, welche das Bankgeheimnis gegenüber dem Ausland mit allen Mitteln verteidigen, gehen hin und verletzen das Bankgeheimnis im Inland auf strafbare Art und Weise. Wo bleibt da die Glaubwürdigkeit? Ein lateinisches Sprichwort besagt: quod licet Iovi, non licet bovi. Zu deutsch: was Jupiter erlaubt ist, geziemt sich für einen Ochsen nicht. Frei übersetzt: was der Herr für sich herausnimmt, ist dem Knecht nicht erlaubt.

15.1.12

Wo es Verlierer gibt, sind die Sieger nicht weit. Nur: bei der leidigen Affäre Hildebrand gibt es nur Verlierer! Mit einer Ausnahme: der mittlerweile schweizweit beachtete oder bedauerte Thurgauer SVP-Kantonsrat, welcher für einen der peinlichsten Fernsehrauftritte in den letzten Jahren verantwortlich zeichnete, darf mit einer Belohnung durch seine Parteioberen rechnen. Schöne Bescherung. Wir Thurgauer Bürger dürfen wahrlich stolz sein auf unsere SVP-Gilde: der höchste Schweizer ist Mitglied der SVP, ein Ständerat, ein Grossindustrieller und nun noch eine landesweit bekannte Fernseh-Lachnummer. Wenn das nicht Referenzen sind, mit welchen man als Thurgauer überall im Lande mit geschwollener Brust auftreten kann!

Etwas dürfen alle Jäger, welche sich an der feigen Hetzjagd gegen P. Hildebrand beteiligt haben, für sich in Anspruch nehmen: sie haben die Lüge ganz offiziell als politische Waffe salonfähig gemacht. Was für eine Errungenschaft! Eine Frage sei erlaubt: wenn die Lüge als Mittel zum Zweck eingesetzt werden darf, wird auch die Korruption demnächst ins Waffenarsenal der politischen Kriegsführung aufgenommen werden - sofern dies nicht schon längst geschehen ist. Vaterland kannst ruhig sein. Deine Söhne lügen.

9.1.12

Nun haben es die Wortführer und Meinungsmacher einer nicht ganz unbekannten Partei doch geschafft, Philipp Hildebrand aus dem Sattel zu heben. Sonnen im zwielichtigen "Erfolg" darf sich auch ein Thurgauer Möchtegern-Politiker, der seinem Mentor bei der Beschaffung der Informationen geholfen hat. Ein grosses Bravo! Auf diese Weise kommt man in der Politik weiter! Nur: unter welchen zweifelhaften Umständen und mit welchen vielleicht sogar strafbaren Methoden die ominösen Unterlagen herbei geschafft wurden, steht auf einem anderen Blatt. "Der Zweck heiligt die Mittel". Wo sich die Politik breit macht, ist die Moral auf der Flucht. Wo Parteiinteressen im Vordergrund stehen, grüsst die Ethik - wenn überhaupt - aus dem Hintergrund. Und, dass Lügen kurze Beine hätten, stimmt in der Welt von heute längst nicht mehr.
Schadenfreude hält in der Regel nicht lange. Hoffen wir, dass die bekannte Sentenz "wer zuletzt lacht, lacht am Besten" für einmal Wort hält.

6.1.12

Was glauben Sie: wird sich P. Hildebrand als Präsident der Schweizerischen Nationalbank halten können? Sofern keine neuen belastenden Fakten auftreten, wird er seinen Kopf wohl retten können. Zum Leidwesen der SVP, welche den Präsidenten gerne in die Wüste geschickt hätte.
Dass Nationalrat Bruno Zuppiger sich weigert, sein Mandat in Bern abzugeben, verstehen nur wenige. Nun droht im noch ein Strafverfahren. Mir scheint, der Ehrgeiz und vielleicht auch die Sturheit seien weit besser entwickelt als die Klugheit und die Vernunft. Jeder weiss es: je höher man die Leiter hochklettert, desto fataler ist der Sturz. Ich schlage dem Politiker vor, einen Schlussstrich unter seine Politiker-Laufbahn zu ziehen. Besser ein Schrecken mit Ende als....

5.1.12

Auch im Neuen Jahr werden Hiobsbotschaften und Skandale nicht ausbleiben: im Inland, im Ausland, in der Politik, im Sport, in der Gesellschaft. Den einen zur (Schaden-) Freude, den anderen zu deren Leidwesen. Zur Zeit bewegt die Affäre um Philipp Hildebrand die inländischen Gemüter. In Deutschland wird dem Bundespräsidenten wohl nichts anderes als der Rücktritt bleiben. Und Simon Ammann hat vielleicht das eine Jahr zu spät aufgehört. Vielleicht! Denn, der 4-fache Olympiasieger ist schon mehrere Male dann wieder wie Phoenix aus der Asche aufgetaucht, wenn keiner mehr Hoffnungen auf ihn gesetzt hatte. Zur Sache Hildebrand kann man stehen, wie man will: Unklug waren seine Transaktionen allemal. Keine Rolle spielt, wer sie bewerkstelligt hat, er selber oder seine Frau. Dabei sollte doch ein Mann von Rang und Namen wissen, dass jede seiner Bewegungen mit scharfen Augen beobachtet wird. Es gibt genug Neider, die nur darauf warten, bis er einen kleinen Fehltritt tut. "Wehe, wenn sie losgelassen", möchte man meinen. Hildebrand und Wulff: beide werden sich wohl nicht halten können.

26.12.11 Stephanstag

Wenn Sie im oberen Teil der Grabenstrasse wohnen, haben Sie vielleicht die folgende Episode mitbekommen:

- Datum: 24. auf 25.12.11 (Weihnachten 2011)
- Zeit: ca. 04.30 Uhr
- Ort: obere Grabenstrasse vis à vis Sandbänkli
- Vorfall: mehrere schwerbetrunkene Jugendliche grölen und lärmen, beschimpfen und übergeben sich
- Dauer: ca. 30 Minuten
- Kommentar: ??

Dass immer mehr Menschen, vor allem junge, Mühe mit Weihnachten bekunden, ist bekannt. Nur: weshalb müssen unbescholtene Bürger unter dem Frust der entgleisten Jugendlichen leiden? Wollen die paar unverbesserlichen Schwerenöter mit ihrer dümmlich-primitiven Aktion den Mitbürgern zeigen, dass h sie auch noch da sind? Vor allem vielleicht deshalb, weil sie noch nie etwas geleistet haben, das positiv aufgefallen wäre?

18.12.11

Seneca, der grosse römische Dichter und Denker, hat vor etwa 2000 Jahren sinngemäss Folgendes gesagt: was uns fehlt ist nicht die Zeit, sondern jene Zeit, die wir nicht nutzen.
Als Motto für meine Homepage habe ich "carpe diem" gewählt - auch aus dem Latein, wie viele sicherlich wissen. Übersetzt man nur die Worte, kommt man zum deutschen Satz: "pflücke den Tag". Damit soll gesagt werden, dass man jene Stunden, Tage und Jahre, welche wir auf dieser Welt verbringen, auch nutzen, sinnvoll nutzen. Gegen diesese Feststellungen ist wenig einzuwenden. Grossen Einsatz indes braucht es, will man nur einen Teil dieser Vorgaben in die Tat umsetzen. Versuchen Sie es doch einmal...

26.3.12

Heute nur ein weiteres Bild von David Giger.





14.12.11

Haben Sie den Artikel über die fehlbaren SWICA-Ärzte in Weinfelden und Bischofszell auch gelesen. Das Urteil wurde auch in der Schweizerischen Ärztezeitung veröffentlicht. Damit ist die Affäre um die unlauteren Werbemassnahmen der SWICA wohl beerdigt. Ich hoffe dies. Vielleicht sind nun auch jene Kollegen, welche uns in die Pfanne gehauen haben, zufrieden. Schadenfreude ist die grösste Freude. Ich selber habe meinen Groll und meine Enttäuschung abgelegt. Ich hoffe innig, dass ich die verbleibende Zeit nun wieder ruhig als besorgter Arzt weiter arbeiten kann. Zur Freude meiner verbliebenen Kunden.

10.12.11

Der Churer Bischof Vitus Huonder, ein erzkonservativer Kirchenfürst, lässt sich wieder einmal vernehmen. Er äussert sich zum Sexualunterricht an den Schulen und spricht sich gegen Laienprediger in der katholischen Kirche aus. Was den Sexualunterricht betrifft, haben wohl alle recht, die irgend eine Meinung vertreten: die Befürworter, die Gegner und auch jene, die nicht so recht wissen, was sie davon halten sollen. Ich habe meine eigene Meinung: die althergebrachte Aufgabe der Schulärzte lässt sich folgenlos aus dem Kalendarium streichen. Die so gewonnene Zeit liesse sich gut im Sexualunterricht einsetzen. Wer, wenn nicht wir Ärzte, verfügt über eine bessere Legitimation für die Übernahme des Sexualunterrichtes? Die Lehrer wären entlastet. Die Kirche könnte nichts einwenden. Viele Eltern wären zufrieden und erleichtert. Also: die Schulärzte verzichten auf die Reihenuntersuchungen, welche ich der Regel gar nichts bringen, und übernehmen dafür den Sexualunterricht an den Schulen.

Die Meinung des Bischofs zu den Laienpredigern darf wohl nicht ganz enst genommen werden. Der Mangel an Priestern wird mit jedem Jahr grösser. Die wenigen verbliebenen sind überhaupt nicht in der Lage, jeden Sonntag in mehreren Kirchen zu predigen. Da gibt es nur 2 Möglichkeiten: keine Prediger und kein Gottesdienst oder eben den Einsatz von Laienpredigern. Kommt hinzu, dass nicht jeder Seelsorger a priori ein guter Prediger ist! Das müsste doch auch ein Chef wissen. Glücklicherweise gibt es nicht mehr viele Gläubige, welche den Worten des Oberhirten folgen. Ihm bleibt die Aufsicht über nur noch wenige Schafe.

7.12.11

Die USA können es nicht lassen: sie droht der Schweiz mit Visumszwang, wenn sie nicht Einsicht in unsere Polizeiakten bekommt. Die Forderung ist nicht nur typisch amerikanisch-arrogant; sie verletzt gemäss Aussagen von Fachleuten auch mehrere Schweizer Gesetze. Es ist zu hoffen, dass sich unsere Regierung nicht erpressen lässt und sich vor der verblassenden Noch-Grossmacht nicht in die Knie zwingen lässt.

4.12.11

Der 4. Dezember ist der Namenstag der heiligen Barbara. Sie wird von den Mineuren, Kumpeln und Tunnelbauern als Schutzpatronin verehrt. Dass sie auch als Beschützerin der Artillerie herhalten muss, ist eine andere Geschichte. Gemäss der Legende lebte die Heilige im 3. Jahrhundert in Kleinasien, einem Gebiet, das heute zur Türkei gehört. Hübsch und reich, wurde sie von vielen begüterten Verehrern begehrt. Sie fand über Umwege zum christlichen Glauben, was ihrem Vater gar nicht behagte. Vergeblich versuchte er sie mit allen Mitteln vom neuen Glauben abzubringen. Umsonst. Schliesslich wurde sie in jener Zeit der brutalen Christenverfolgung vom eigenen Vater beim römischen Statthalter verzeigt und gemäss damaligem Recht zum Tode verurteilt. Nach qualvoller Folter wurde sie vom eigenen Vater enthauptet. Der Tochtermörder wurde kurze Zeit später - immer gemäss Legende - von einem Blitz erschlagen.
Wie bereits erwähnt, steht die "sympathische" heilige Barbara vor allem bei Tunnelbauern hoch im Kurs. Man mag darüber denken und sinnieren, wie man will: Ich finde es bemerkenswert, dass Menschen aus aller Welt in ihrem harten Beruf auf die Hilfe einer Frau zählen, die ihrem Glauben zuliebe in den Tod gegangen ist. In der heutigen, eher gottlosen Zeit, sind solche Signale für einen Christen auf irgend ein Art tröstlich.

26.11.11

Adventsmarkt in Bischofszell: eines der beiden Hochfeste im Jahr. Viele Besucher werden erwartet, viele Besucher werden kommen - wie jedes Jahr. Nur eines fehlt, um aus dem grossen Ereignis ein ganz grosses werden zu lassen: der Schnee. Ich hatte früher einmal geschrieben, Petrus sei ein Bischofszeller. Vielleicht hat er im Moment anderswo mehr zu tun. Er kann ja bei seinem Riesenpensum nicht immer nur auf uns achten. Kalt und trocken ist um einiges angenehmer als nass und feucht. Sind wir dankbar, dass wir trotz des Wassermangels, der einigen Regionen echte Sorgen bereitet, einige vielleicht etwas besinnliche Tage erleben dürfen.
Die Trockenheit wird mit jedem Tag, an welchem es nicht regnet, zu einem grösseren Problem. Zu einem relativen Problem: bei uns verdursten weder Mensch noch Tier. Die Rekordernten sind eingefahren. Eine Hungersnot ist nicht in Sicht. Der Bodensee liegt noch nicht trocken. Der Grundwasserspiegel sinkt jeden Tag. Dennoch: in Anbetracht der Kriege, Krisen und Katastrophen in anderen Erdteilen müssen wir für unser mildes Schicksal dankbar sein. Es kommen wieder andere Tage. Und wenn die Wintersportsaison etwas später beginnt, ist dies für die Bergregionen mit Sicherheit ein Unglück - ein wirtschaftliches, an welchem niemand stirbt.

Kapstadt -einmal annders

21.11.11

Was die Leser heute in der einen oder anderen Zeitung vorgesetzt bekommen, schmeichelt der Genderaldirektion der SWICA nicht. Der oberste Boss, H-U Regius, wird wegen seines Bonussystems frontal angegriffen. Als direkt Beteiligter möchte ich nur sagen: so einfach, wie die Regelung dargestellt wird, ist sie nicht. Dass ein fleissiger und kompetenter Arzt ein bisschen mehr bekommt als einer, der durch seine ärztlichen Qualitäten weniger hervorsticht, leuchtet jedem ein. In gewisser Weise kann von einem Leistungslohn gesprochen werden. Allerdings nur in einem kleinen Umfang, weil die Basislöhne bei allen kompetenten Ärzten etwa gleich sind. Es geht um einen schönen Zustupf in der Höhe von vielleicht 10'000 Franken am Ende des Jahres, in Einzelfällen vielleicht um ein wenig mehr.
Unter anderem steht zu lesen, dass die mögliche Prämie zu Ende des Jahres ein falscher Anreiz sei, dergestalt, dass nun jeder SWICA-Arzt auf Leben und Tod unnötige Abklärungen und überflüssige Tests verordne, nur um mehr Umsatz zu generieren. Schön wäre es! Auch wir Ärzte der SWICA haben mit einem Wirtschaftlichkeitsverfahen zu rechnen, wenn wir die Kassen überstrapazieren. Es gibt mittlerweile genug Funktionäre, welche nichts anderes tun, als jene schwarzen Schafe unter den Ärzten herauszufischen, welche im Schnitt zu teuer sind. Davor werden auch wir nicht verschont. Also: einmal mehr viel Lärm um wenig Substanz. Morgen ist der vermeintliche Skandal von heute Schnee von gestern. Seriös und anständig weiterarbeiten, lautet die Devise im Sandbänkli.

Schauen Sie ab und zu Giacobbo und Müller? Vielleicht geht es Ihnen dann wie mir: einzelne gute Szenen werden verdrängt durch gähnende Langeweile; pointierte Äusserungen wechseln mit Bemerkungen ab, die nicht selten unter der Gürtellinie landen. Fast stereotyp werden immer wieder die gleichen Persönlichkeiten, Institutionen und Parteien an den Pranger gestellt: der Papst, die (katholische) Kirche und die Kirchgänger, die SVP und die CVP - und der Beispiele mehr. Soll man sich als Zuschauer nun ärgern? Soll man den Darstellern Lob zollen? Soll man den nächsten Sender wählen? Jeder wird für sich ein eigenes Urteil fällen. Für mich selber gilt: ärgern lohnt sich nicht!

Im Übrigen wird der Kanton Thurgau von VG immer wieder lächerlich gemacht, ohne dass dies die Zuschauer lustig finden. Wer nur aus unserem Kanton ist dem Berufs-Satiriker derart auf die Füsse getreten, dass er sich immer wieder revanchieren muss?

FLUGHAFEN....

5.11.11

Mehrere Male schon wurde das Sandbänkli - Areal von Nachtbuben und Vandalen heimgesucht. Die Polizei, der Schulabwart und die Anwohner können manch ein Lied davon singen. Die Zerstörungswut der meist betrunkenen Jugendlichen entlädt sich vorwiegend in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Die letzte Episode spielte sich am frühen Morgen des 30.10.11 ab. Bei dieser Gelegenheit wurden Abfallkörbe aus den Verankerungen gerissen und gar ein grosses Betonrohr zerstört. Dass die Abfallsäcke in die anliegenden Areale geschmissen wurden, erstaunt hier niemand mehr. Bei früheren Attacken wurden Parkplatztafeln ausgerissen und verformt, Scheiben eingeschlagen und Abfälle an Orten deponiert, wo sie sicherlich nicht hingehören. Dass uns die Zukunft weitere Überraschungen dieser Art bringen wird, ist wahrscheinlich, wurden doch bisher keine Massnahmen getroffen, um dem Vandalismus Herr zu werden.

Was bleibt hier zu tun? Meiner Ansicht nach ist die Schulbehörde gefordert. Mit welchen Massnahmen gegen die Sachbeschädigungen und Lärmbelästigungen vorgegangen werden kann und muss, überlasse ich den zuständigen Instanzen. Auf die Dauer sind die aktuellen Zustände für die Anwohner unhaltbar. Ich hoffe nicht, dass wir in Eigeninitiative gegen die Missstände ankämpfen müssen.